Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken.
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16. April 06

Kommentare

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Horst Fürsattel

Sprechen Sie eine Frau einmal auf Ihre Zellulitis an. Oder sagen sie Ihrem Mann einmal dass Sie beim Sex mit ihm an einen anderen denken. Dann werden Sie erleben dass es bei manchen Vorgängen keinen Rückweg gibt.

So ist es bei mir mit der Jori-Werbung gelaufen. Es gab eine Zeit vor dem Kontakt mit dem Jori-Katalog, und eine Zeit danach.

Wir haben einiges von Jori. Vorher habe ich mich beim Anblick unseres Wohnzimmers wohl gefühlt: Holz aus der Region, kein Plastik, keine Kinderarbeit, keine Weichmacher – Wohlfühlen mit gutem Gewissen, ein angenehmer Gesamteindruck.
Damit ist es jetzt vorbei. Nachdem ich den Jori-Katalog gesehen habe werde ich das Bild mit dem Hund nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wenn ich die Türe zu unserem Wohnzimmer öffne, dann sehe ich den Hund vor mir liegen. Die Wirkung der Jori-Bilder ist ebenso imagebildend für diese Firma wie die Bilder aus Abu Goreb für das Ansehen der USA.

Es geht aber nicht nur um Jori. Selbst wenn ich das blöde Sofa heute noch rauswerfe, dann bleibt immer noch das Bild in meinem Kopf. Und es bleibt die Verbindung mit den Möbelmachern, denn dort habe ich es gekauft.

Ein Produkt ist auch Emotion. Bei einer Sechskantmutter eher wenig, bei einer Wohnzimmereinrichtung sehr viel. Mag sein dass ein Jori-Sofa gute Qualität ist, ab heute ist mir das völlig egal. Die beste handwerkliche Qualität ist wertlos, wenn man ein Produkt nicht mag. Bei der Marke Jori trifft dies ab jetzt für mich zu. Ein Foto war genug – siehe Beispiel Sex oder Zellulitis.

Wenn eine Werbeagentur einer Firma so ans Bein pinkelt wie im Fall Jori, dann wünsche ich dem Verantwortlichen das gleiche Schicksal wie dem Hund auf dem Foto. Doch persönlich wird es mir nicht helfen – unser Wohnzimmer sehe ich ab heute trotzdem mit anderen Augen.

(Es wird mir kein Jori Produkt mehr ins Haus kommen, und wenn ich beim Händler auf diese Marke werde ich in Gedanken drauf... na Sie wissen schon)

Thomas Geiger

Eine sehr einfache Möglichkeit bietet hier der Deutsche Werberat. Dort kann man nämlich problemlos Beschwerde einreichen:
http://www.interverband.com/dbview/owa/assmenu.homepage?tid=69392&fcatid=4351&from_home=/werberat

herwig Danzer

Na ja langsam, ich will ja keinen Skandal, im Gegenteil, ich möchte eigentlich nur, dass Jori erkennt, dass sie falsch liegen. Dass die Fotos nicht mehr lustig ist. Und ich möchte vor allem vermeiden, dass sich meine Kunden aufgrund des Fotos keine Jorimöbel mehr kaufen wollen. Deswegen wäre der einfachste Weg, den Prospekt einfach neu zu machen und einzusehen, dass was schief gelaufen ist. Das ließe sich sogar durchaus gewinnbringender argumentieren, als ein stilles Abwarten. Denn man muss ja auch sehen: von der ganzen Jorikommunikation ist dieses HundsFoto nur ein winziger Baustein, leider ein sehr störender. Also sollten wir Jori den Fehler klarmachen ohne gleich über das eigentlich Ziel hinauszuschießen.

Ursula Müller

Wer geschmackvolle Möbel herstellt, sollte nicht mit geschmacklosen Bildern werben!!!

Mein Rat: In der Werbeabteilung von Jori sollte dem Verantwortlichen das Fell über die Ohren gezogen werden.

Horst Fürsattel

In der Woche seit meinem spontanen Beitrag (oben) kamen backchannel Mails an, die mich noch einmal nachdenken ließen. Es war falsch, die Möbelmacher in meinen Groll über Jori einzubeziehen. Denn – obwohl Geschäftspartner von Jori – ergreifen die Möbelmacher klar Position gegen geschmacklose Werbung. Sorry!

Die Geschichte, die das Jori-Bild erzählt, ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es ist auch nicht in Ordnung, Gewalt gegenüber Schwächeren (in diesem Fall einem Tier) mit solchen Aktionen salonfähig machen zu wollen. Wahrscheinlich muss man aber erst mit laufender Fernsehkamera einige Hundeliebhaber zum Jori-Foto befragen bevor Jori seine Firmenphilosphie in Frage stellt.

Andere aus der Lederverarbeitung haben ihre Lektion schon gelernt: Mangelnder Respekt gegenüber Tieren ließ Seehundstiefel und Pelze über Nacht aus der Mode kommen, die Umsätze im Kirschnerhandwerk haben auch 30 Jahre später nicht mehr das frühere Niveau erreichen können. So gesehen ist Jori auf dem besten Weg, sich mit seiner Werbung selbst das Geschäft kaputt zu machen. Gerade von einem großen Lederverarbeiter sollte man einen sensiblen und respektvollen Umgang mit diesem Thema erwarten.

Wim Vantomme - Jori

Sehr geehrter Herr Danzer,


Unserer Meinung nach haben Sie den Weblog gestalten, weil Sie Fragen hätten mit der JORI Werbung. Was Ihre Kommentar betrifft, können wir verstehen das einige Leute damit schokiert sind und dieses ein negatives Gefühl mit sich bringt. Doch eines können wir schon "verraten" - das Bild ist getrickt worden, das heisst den Hund ist getrickt (es betrifft ein Bildmontage). Wir wollen auch nicht das Tiere für derartige Sachen getötet werden müssen.
Diese Werbungsstrategie wobei Möbel angedeutet werden wie sehr wertvoll (man würde alles tun um das Möbel zu schutzen gegen ....) ist auch für uns einen neuen Weg wobei wir selbst abwarten was es uns bringen wird. Weil wir sicher sein wollten haben wir vorab das Bild in Konsumentenpanels geprüft und es gab wenige oder gar keine Anmerkungen - viele haben es gar nicht gemerkt und eben nach deutliche Angabe hatten die meiste keine Anmerkungen. Das hat uns überzeugt dieses zu versuchen aber auch bei uns ist die Stellung eindeutig da das falls es NICHT akzeptiert wird oder zu viel negative Kommentare bringt, die Werbekampagne gestoppt werden kann. Ausserdem werden die Bilder nicht immer so schockierend sein. Den nächsten Bild ist ein Sofa die durch zwei 'lebenden Kameleons' geschutzt wird gegen eine Spinne die auf den Sofa sitzen will.

Zu Schluss vielleicht doch folgendes Bedenken - Werbung ist immer eine schwierige Ubung wobei man auf eine enge Linie lauft zwischen den Versuch Aufmerksamkeit zu bekommen und das Bild das genutzt wird um dieses zu bekommen. Letztendlich wird man - wie man auch Werbung macht, immer ein Teil des Menschen haben die damit nicht einverstanden ist. Allein soll man darauf achten das diesen Anteil nicht die Mehrheit wird und auf dieses werden wir sicher achten. Auf jeden Fall wird die Erscheinung des Bildes in namhaften Zeitschriften in den kommenden Wochen schnell klar machen ob unserem Werbeburo recht hat oder nicht. Sie bleiben informiert.

Wir hoffen das unsere Erklärung Ihnen etwas mehr deutlich gemacht hat. Unsere Meinung nach ist Ihre Weblog mit die eindeutig negative Einstellung gegenüber das Bild vielleicht gut gemeint. Doch nur gleichdenkenden Leute werden damit angesprochen. Daraus folgt das Sie ein verzeichnetes Bild bekommen, die Ihnen keinen direkt oder indirekt positiven Beitrag bringen kann.

Mfg,

N.V. Jori

Thorsten Neumann

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist immmer wieder eine Freude Ihre "Newsletter" zu lesen. Schön zu sehen, daß es noch Einzelhändler gibt die ihr Gewerbe mit Freude und Ideen betreiben.
Was Sie allerdings mit diesem Forum angezettelt haben ist zwar in gewissem Sinne auch eine Freude, jedoch nur für den Liebhaber der harten Satiere.
Eine solche Plattform zieht geradezu Schöngeister an, deren Intellekt zum Vergleich von Fotomontagen und Menschenfolter noch ausreicht, bei der Fähigkeit zur richtigen Schreibweise eines Handwerksberufes aber endet. Vielleicht sollten Sie, wenn schon Ihre Lieferanten nach deren Werbeideen beurteilt werden, auch die eigene Klientel mal einem Test auf deren geistige Gesundheit unterziehen.
Also kurz und gut alle wieder den Allerwertesten aufs (hoffentlich kunstlederbezogene oder wenigstens mit respektvoll skalpierter Viehpelle überzogene) Sofa gepackt und den Blick mal über den platten Köter in dei Ferne gerichtet. Vielleicht tut sich da noch was auf, über das sich aufzuregen lohnt.

Gruß
Thorsten Neumann

Peter Braun

jetzt bin aber ziemlich verunsichert ob ich intellektuell ausreichend qualifiziert bin für einen Kommentar. Ich mach nämlich auch Schreibfehler.
Die Jori Werbung finde ich immer schon seltsam und der tote Hund ist extra daneben. Insgesamt habe ich von Werbung zu wenig Ahnung um den von Herwig angesprochenen Benetton-Vergleich beurteilen zu können, eingefallen ist mir Benetton aber auch.
Und ich ich finde es gut und richtig sich über geschmacklose Werbung aufzuregen und seine Meinung zu sagen. Meine Meinung ist, dass ich meine beiden Jori-Sessel sicher nicht aufgrund der Firmen-Werbung gekauft hätte, die finde ich wie gesagt geschmacklos.

Mathias Deinhard

Also im Gegensatz zu der Werbung mit dem Schlachthof, dem Atomkraftwerk und dem Schießstand steckt hier schon eine Aussage drin. Die Frage ist die ob man´s schafft nen gewissen, schwarzem Humor zu erkennen oder nicht.Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen zwischen: lustig ist´s ja schon und so übertrieben, dass es jedem klar ist, dass das nicht ernst gemeint ist und: naja ist schon geschmacklos. Im Moment überwiegt bei mir das Erstere.
Bin gespannt wie´s weitergeht.

Stefan Rasswornigg

Dieses Thema wurde zwar bereits vor einiger Zeit heiß diskutiert, ich möchte aber dennoch gerne zu diesem Thema meinen Kommentar beitragen. Ein Hundeliebhaber bin ich zwar nicht (unsere Kunden haben dies sicherlich bereits durch mein ängstliches Verhalten gegenüber ihren Vierbeinern bemerkt, den Sie dann meist mit einem Grinsen wegsperrten). Doch diese Abbildung bei Jori geht mir auch zu weit und finde sie eher abstoßend als anregend, daher kann ich doch die Erschütterung einiger Kunden verstehen. Vielleicht konnte die Stellungsnahme von Jori ja doch etwas beruhigen. Ansonsten bin ich nach wie vor froh, mich vor ca. 6 Jahren für ein Jori-Sofa entschieden zuhaben

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