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Bücher

  • Uwe Timm: Der Freund und der Fremde

    Uwe Timm: Der Freund und der Fremde
    Es geht nicht nur um den 1967 bei der Anti-Schah-Demonstration erschossenen Benno Ohnesorg, der ein Freund des Autors war. Es geht um das Gefühl einer Generation, den Gründen für die Suche nach nicht nur literarischer Befreiung. Uwe Timm hat bei uns 1995 noch in der Hersbrucker Werkstatt aus "Die Entdeckung der Curyywurst" gelesen und seitdem mögen wir ihn einfach. Seine Sprache, sein Denken und den Menschen. Das Weblog Perlentaucher hat ausführliche Rezensionen gesammelt

  • Heinz und Karl Heinlein, Dres. Andreas und Claudia Hemp, Dr. Rainer Schöller, Michael Scholz, Gerhard Schütz, Rainer Wölfel: "Hutanger Natur und Kulturerbe mit Zukunft"

    Hutanger_1

    Dieses Buch muss die Pflichtlektüre für die Bewohner der Hersbrucker Alb werden. 20 Jahre mühsame, aufreibende, engagierte und vor allem erfolgreiche Arbeit für die Lebensqualität in der Hersbrucker Alb sind ehrlich, historisch und wissenschaftlich dokumentiert. Aber das wichtigste: Zukunftspläne werden vorgestellt, die so naheliegend und logisch sind, dass man sich wundern muss, warum noch nicht alle an deren Umsetzung arbeiten. Theatralische Besprechung im Weblogbeitrag mit allen Links, zu kaufen in der Buchhandlung Lösch oder im Pfeiffer-Verlag.
  • Verlag für moderne Kunst Nürnberg: "Fußball:Kunst"

    Fussball_kuns

    Selbst für Leute, die Fußball nicht mögen ist dieser 52-seitige Kalender eine echte Freude, nicht nur wegen der Fotos, Cartoons und Bilder, sondern vor allem wegen des Vorworts und der Sprüche. Alle Infos im Weblogbeitrag
  • Stefan Münz: Professionelle Websites - Programmierung, Design und Administration von Websiten

    Ein Urvater des webdesigns hat auf knapp 1000 Seiten den aktuellen Rundumschlag über die websites gewagt und war erfolgreich. Die wichtigsten Werkzeuge und Tipps für moderne Firmenauftritte sind dort nachzulesen. Hoffentlich können wir das bald umsetzen. Die Website zum Buch

  • Kurt Albert: Fight Gravity

    Fight_gravity_buch_1Für Kletterer ein absolutes Muss, es ist in diesem Beitrag beschrieben, auch die Bezugs möglichkeiten. Ein Blogger aus der Kletterszene schrieb das dazu.

  • Robert Harris: Pompeji

    Robert Harris: Pompeji
    Umweltpolitisch, technisch und geologisch interessante Intrige und Naturkatastrophe aus dem Jahr 79. n. Christus, empfohlen - 200 Tage vor Weihnachten - von Bernd Steisslinger, Dekra Umwelt GmbH.

  • Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt

    Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt
    Wer (berufsbedingt?) "Geständnisse eines Küchenchefs" gelesen hat, will natürlich auch Anthonys Reise miterleben, aber da ist was anders: ein ganzes Kamerateam nimmt das Feeling von Abenteuer schon gewaltig zurück. Trotzdem ist das Buch nicht zuletzt wegen der (nicht ganz neuen) Erkenntnis lesenswert, dass das perfekte Essen durchaus aus dem Sternerestaurant, in passender Stimmung aber auch aus der Bauernkneipe oder sogar völlig versalzen von der neuen Freundin stammen könnte.

  • Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen

    Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen
    Gute Zusammenfassung von Nachhaltigkeitskriterien mit besonderem Focus auf der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Es ist auch eine Seite über die Möbelmacher drin, aber das Buch lohnt sich trotzdem, bzw. wegen der vielen Ideen der anderen vorgestellten Unternehmen. Beim Verlag direkt bestellen: http://www.oekom.de/verlag/german/books/zuk-unternehmen.htm wir haben glaube ich auch noch zwei ...

  • Ralf Birke und Klaus Karl-Kraus: "Der Berg - Das Phänomen Erlanger Bergkirchweih
    Das Buch zum 250. Geburtstag der Erlanger Bergkirchweih. Großformat, Festeinband, 184 Seiten, über 250 Bilder. ISBN-Nr. 3-9806982-9-7 Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellen@edition-spielbein.de zum Preis von EUR 24,90 inklusive Mehrwertsteuer. Wunderschöne Bilder von Mile Cindric und einfühlsame Texte von Ralf Birke (Des hädd I fei echd ned dacht, dass der des asu goud ko- Anm. d. Red)
  • Werner Gaede: Abweichen von der Norm

    Werner Gaede: Abweichen von der Norm
    Unglaublich ausführlicher und inspirierender Wälzer im Großformat - 750 Seiten! Wer wie wir seine eigene Werbung nicht merh sehen kann, sollte sich hier Anregungen holen. Jede Seite ist ihr Geld wert. Mehr dazu: http://www.methode.de/bu/dmb/tigaed2.htm

  • Hans-Georg Häusel: Brain Script

    Hans-Georg Häusel: Brain Script
    Geniale Pflichtlektüre für alle, die mit Kaufen, Verkaufen oder anderen Entscheidungen zu tun haben. Sogar geeignet um eigene Entscheidungen nachträglich verstehen zu können. Hirnforschung auf lesbaren Niveau.

  • PETER, Jr. JIRMANN: Xpose

    PETER, Jr. JIRMANN: Xpose
    Viele Bilder sind mit unserem Licht, unseren Möbeln und Hintergründen fotografiert worden, klar dass das Buch toll ist. Siehe auch Artikel im Weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2005/04/peter_jirmann_j.html

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Hutangerkaleder Die Hutanger der Hersbrucker Alb machen diese Landschaft einzigartig ("Hut"=Tiere hüten und "Anger" =gemeindeeigenes Grasland).  Seit 1985 gibt es das "Hutangerprojekt," das die Möbelmacher durch die Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark seit 1997 begleiten. Unsere Gastautoren Rainer Rainer Wölfel (Naturschutzzentrum Wengleinpark)   und Alice Niklaus berichten über Arbeit, Konsequenzen und Besuche der Hutanger.

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Das Hutangerbuch von Karl Heinlein, Dr. Rainer Schöller, Michael Scholz, Rainer Wölfel
Der Hutangerkalender von Thomas Geiger
Faltblatt Hutanger als pdf

06. Juli 08

Houbirg in Happurg wird zum Regenwald

Wanderunghoubirgschtz08_05Alle Fotos bei Picasa

Endlich kann ich auch mal einen eigenen Beitrag in unsere Hutangerkategorie schreiben, und zwar wegen des Wanderführers Gerhard Schütz, der beim Bund Naturschutz auch Experte für die Hutanger und das Naturschutzzentrum  Wengleinpark ist. 

In seiner Zeit als begnadeter Grundschullehrer, führte er die Kinder von der Schule in den Wald und zeigte und erklärte die Flora und Fauna unserer Heimat, was einige dankbare Schüler bewegte, am Ende ihrer Schulzeit diesen Weg nochmal mitzugehen (Vielleicht wurde auch Xavier Naidoo davon inspiriert? "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer..."). Und weil die Aktion eher eines Respektsbekundung vor seiner pädagogischen Arbeit war, haben sich sogar Eltern angeschlossen, denen die Idee des Wanderns so fremd ist wie die Verwendung von Tropenholz.

Wanderunghoubirgschtz08_33 Im Rahmen der 950-Jahrfeier der Happurger St. Georgs-Kirche hat Pfarrer Schiffner eben diesen Lehrer im verdienten Ruhestand um die Führung des heimatkundlichen Wandertags über die Houbirg (Houbirg bei Wikipedia) gebeten.

"Die Befestigungsanlage auf der Houbirg zählt nach dem heutigen Wissensstand zu den bedeutensten vor- und frühgeschichtlichen Höhensiedlungen Deutschlands. Die etwa 4,5 km lange ehem. Mauer umschließt eine 88,3 ha große Innenfläche, welche in ihrer Größe der Altstadt von Nürnberg entspricht." (ausführliche Erklärung bei "angewandte Geologie")

Wanderunghoubirgschtz08_12 Knapp 50 Teilnehmer folgten Schütz auf den Spuren der Kelten wobei ich endlich ach mal ne Elsbeere als Baum zu sehen bekam, kenn sie sonst nur als Stamm, bzw. Bretter, aus denen wir wunderschöne Möbel nicht nur fürs Bad  fertigenBadelsbeerewaschtisch20cm .Karteelsbeeremehlbeereaussc Aber die Elsbeere war noch nicht genug, die Hersbrucker Mehlbeere ist weltweit einmalig für unsere Landschaft, sie ist eine Kreuzung aus Mehlbeere und Vogelbeere und kommt tatsächlich nur in der Hersbrucker Alb zwischen Betzenstein und hinter Happurg vor. Wers noch komplizierter will, lässt sich die Gauklersche Mehlbeere erklären, deren Unterschied zur Hersbrucker nur an den Früchten zu erkennen ist. Übrigens macht man aus den Elsbeeren auch sündhaft teuere Schnäpse. Minivideo zur Mehlbeere.

Dann kamen wir zur "Hüll:"

Innerhalb der Befestigungsanlage -- unterhalb des Berggipfels in der Südostecke der Houbirg -- befindet sich die Wasserstelle der "Hüll"; sie stellt eine der auf der Albhochfläche häufig anzutreffende natürliche Wasseransammlung dar: Hier strömt in einer flachen Mulde das oberflächennahe Bodensickerwasser über den -- im Untergrund anstehenden -- wasserstauenden Alblehmen zusammen. Wanderunghoubirgschtz08_38 Heute ist die Hüll auf der Houbirg weitgehend verrietet, führte aber -- trotz ihres kleinen Einzugsgebietes -- noch in den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts sogar in trockenen Sommern ausreichend Wasser. In vorgeschichtlicher Zeit konnte sie eine perrenierende Quelle ersetzen und bildete für den Südostteil der Befestigung eine zuverlässige Wasserstelle. In nächster Umgebung der Hüll wurde eine latenezeitliche Bronzefibel gefunden. (ausführliche Erklärung bei "angewandte Geologie")

Wanderunghoubirgschtz08_43 Meinem Ruf als Regenmacher, der noch aus meiner aktiven Kajakzeit stammt und sich sogar bei Ausflügen in die Wüste zwischen Abu Dhabi und Dubai bestätigt hat (was übrigens zur Absage des weltweit höchstdotieren Pferderennens führte, gottseidank wusste keiner, dassWanderunghoubirgschtz08_50 ich schuld war) wurde ich auch hier wieder gerecht. Der Ausflug wurde genau am Wasserloch zur Tour durch den Regenwald, was neben den Fotos auch das Minivideo belegt.  Nass bis auf die Unterhose,  trotz, oder wegen des Einweg-Werbeschirms des Bayerischen Rundfunks, aber dankbar für den interessanten Nachmittag (Wolfram Schiffner für die Organisation und Gerhad Schütz für die Führung) ging es heim in die Holzbadewanne.

Alle Fotos bei PicasaHerwigbadewanneweb

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Houbirg bei Wikipedia
Die Houbirg bei "angewandte Geologie"
Alle Infos über die Mehlbeere bei Google
Elsbeere bei Wikipedia

Pressemeldung der bayerischen Staatsregierung zur Hersbrucker Mehlbeere

Büro aus Elsbeere der Möbelmacher

 

01. Juli 08

Blue Dots für die Hutanger in Google Earth finden

von Alice Niklaus

Nun sind alle im Blog beschriebenen Anger bis und mit Eintrag vom 1. Juni 2008 "Edelweisshütte, Hutanger Brunnen Deckersberg, Jungfernsprung" in Google Earth zu finden. Wer sich dafür interessiert: Google Earth starten, in der linken Kolonne bei  Ebenen Hauptebene wählen, Haken in Geografie im Web setzen, Galerie nicht aktivieren, oben im Suchbereich Suchwort eingeben, z.B. Schupf, wenn eine Auswahl angeboten wird Auswahl treffen, warten bis das Dorf auf der Erdkugel angezeigt wird, die blauen Punkte suchen (momentan gibt es im näheren Umkreis deren drei), anklicken und Foto aufmachen. - Das nächste wäre dann Wanderschuhe anziehen, eine volle Wasserflasche mitnehmen und losziehen zum Hutanger suchen!

30. Juni 08

Die Wacholderheide bei Lungsdorf

von Alice Niklaus

P1050279 Der Tag beginnt für uns in Lungsdorf, morgens um 9 Uhr, an dem Sonntag, der uns die grösste Junihitze 2008 bescheren sollte. Lungsdorf liegt an einer Schlinge der Pegnitz, dem schönsten mäandernden Fluss in der Frankenalb. Und den Anger Wacholderheide finden wir am Hirtenberg.

P1050284_2 Weil es noch so angenehm kühl im Schatten der Bäume ist, machen wir aus dem Besuch des Angers eine mittlere Wanderung. Oberhalb der Wacholderheide entsteht diese Fotografie von Lungsdorf.P1050287

Morgenstille überall! Einige Schritte seitlich des Wegs stehen Orchideen auf magerem Gelände, leicht zu übersehen. Auf der Höhe angelangt, setzen wir uns eine Weile auf die bequeme Bank, die uns so einladend zublinzelt. Rechts geht ein Weg nach Velden hinunter, links geradeaus kommen wir zum Wacht-Berg. Bis dahin ist uns noch kein Mensch begegnet.

P1050305P1050274_2 Nun aber höre ich hinter mir eine Frau fragen, ob es hier zum Münzinghofe gehe. Ich drehe mich um und sage, dass ich es vermute, aber nicht genau wisse. Die Frau ist taubstumm und sagt mir, dass sie mich nicht hören kann. Mit Gesten verständige ich mich notdürftig mit ihr. Wo bin ich eigentlich mit meiner Wahrnehmung? Sie ist taubstumm und spricht mit mir. Ich aber fühle mich richtig hilflos ihr gegenüber. Zielbewusst geht sie den Weg zum Münzinghof, um am Fest zum 30-jährigen Bestehen der Hofgemeinschaft teilzunehmen. Die Mohnfoto gehört ihr und all denen, die in dieser Einrichtung leben und arbeiten.

P1050307 Zurück nach Lungsdorf führt uns der Weg durch das Kipfental. Wir kommen auf dem Dorfplatz beim Brunnen an. Sein Wasser ist erquickend, aber nicht labend, das heisst kein Trinkwasser. Macht nichts! Es ist ein Brunnen, wie er sein sollte. Das Wasser läuft kräftig und kalt aus dem Hahn, am Boden lädt eine Vertiefung zum Fussbad und die Bank zum Ruhen ein. Mehr zum Brunnenbau: hier klicken

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19. Juni 08

Die Kirchlohe - der Anger bei Gersberg/Leinburg

von Alice Niklaus

P1050173a Ich komme von Sendelbach und suche die Kirchlohe, da wo sie in Rainer Wölfels Map gepunktet ist. Es ist wie so oft, auf der Karte sieht es einfach aus, in der Natur rätselhaft. Aber das macht ja die Sache so spannend! Nun, als erstes fällt mir die schöne Linde gleich vor den ersten Häusern von Gersberg auf. Dass mir wie schon beim nahen Fennatanger ein Radfahrer ins Bild spurtet - diesmal in einem gelben Tricot - ist purer Zufall und produziert kurze Glücksmomente. Zudem macht der Grössenvergleich nachdenklich. Wie klein doch der Mensch ist neben diesem Baummonument!

P1050174 Ich gehe auf dem mit Gelbpunkt gekennzeichneten Weg Richtung Nordwesten entlang einer Wiese, die ganz nach einem Anger aussieht. Die Bäume stehen so, dass jeder genug Platz hat, sich zu entfalten, aber knorrig von des Alters Lasten sind sie nicht. Irgendwie passt das alles nicht zum Namen "Kirchlohe". Ich bin unzufrieden mit mir, weil ich die Map nicht besser analysiert habe und kehre heim.

Es vergehen gut zwei Wochen, ehe ich wieder nach Gersberg zurückkomme. Der Lindenbaum hat inzwischen  Blütenstände angesetzt. Vom Weg zur Bank bei der Linde wurde die Wiese gemäht, eine Einladung zum ausruhen. Und für mich ein Zeichen, dass hier Menschen leben, die sich Gedanken über die Bedürfnisse der Mitmenschen und den Schutz der Wiese machen. Zu meiner Zufriedenheit gehört, dass nun ein Bauer mit seinem Arbeitsgerät vorbeifährt, um in der Nähe Äste abzuladen. Ich erkläre ihm, warum ich hier bin, und frage ihn nach der Lage der Kirchlohe. Eine ausführliche Antwort über die Entwicklung der Hutanger und deren Besitzer (Gemeinde Leinburg und der Staat) ermöglicht es mir, nun frohen Schrittes die Erkundung anzugehen.

P1050266 Der Weg führt leicht bergab, teilt sich in links und rechts, ich wähle rechts nach des Bauern Empfehlung, komme zur angekündigten Brücke und damit zum Hinterlohgraben. Die Landschaft gefällt mir, weiterwandern wäre eine Versuchung. Aber es sieht nach Regen aus. Ich gehe über die Brücke zurück und links in den Wald.

P1050268_3 Und nun ist die Welt wieder in Ordnung. Durch einen Torbogen aus zum Himmel strebenden Bäumen gelange ich in den Kirchloheanger. Auf weichem Teppich bewege ich mich durch den Wald, passe mich der Stille an, die Uhrzeit ist nicht mehr wichtig. Grün in allen Schattierungen umgibt mich. Ich höre Regentropfen, die nur hie und da bis zum Boden fallen. Das Blätterdach ist dicht. Verblichene Gelbpunkte geben die Richtung an. Ein Weg ist kaum mehr erkennbar. Bald bin ich an der Strasse angelangt, verlasse den Schutz des Blätterdachs und rette mich zum Schluss doch noch leicht angenässt unter die schützende Linde. Das Hutanger-Wunderland schliesst wieder einmal seine Tore.

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13. Juni 08

Noch einmal im Kleinviehberger Anger

von Alice Niklaus

P1050259

Ich muss zu meinem Bericht vom 14. Mai (Der Weg zum Kleinviehberger Anger) eine Korrektur anbringen. Wer den Grützenbrunnen sucht, sollte auf dem angegebenen Weg von Hohenstadt nach Kleinviehberg bei der Bank, die etwas versteckt rechts von der Strasse am Wald steht, in den Waldweg abbiegen. Die versprochene Schautafel steht nämlich erst direkt beim Grützenbrunnen. - Ich bin bei der zweiten Besichtigung einen anderen Weg gegangen, der sehr schön ist. Nämlich von Kleinviehberg aus auf dem Pfad zur Hohenstädter Geisskirch. Etwa bei der Hälfte des Wegs, vor dem ersten Anstieg zur Ruhebank links, rechts dem Waldrand entlang. Eine Spur führt, wiederum rechts, in den Wald und zum Abstieg. Dies ist der obere Teil des Angers. Der Abstieg ist bequem und führt zuletzt am Grützenbrunnen vorbei. Ein Blick in die Hutanger-Map ist hilfreich.

Für AnfängerInnen: Dazu "grössere Kartenansicht" anklicken, auf der linken Seite den Kleinviehberger Anger durch scrollen suchen und anklicken. Durch vergrössern (auf + klicken) eine bessere Orientierung ermöglichen. Ausprobieren, es ist nicht kompliziert.

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Die Ameisenburg .....

von Alice Niklaus

....... auch unter dem Begriff Ameisenhaufen bekannt. Dieses Kunstwerk hier darf aber ruhig Burg genannt werden. Es ist die schönste, ebenmässigste, statisch ausgefeilteste, vollkommenste Ameisenburg weit und breit - das behaupte ich. Sie steht im Hutangerland.

P1050261

01. Juni 08

Edelweisshütte, Hutanger Brunnen Deckersberg, Jungfernsprung

von Alice Niklaus

P1050136 Wanderung ab Hersbruck zur Edelweisshütte, Deckersberg, Oberbecken, Jungfernsprung, Happurg. Dazwischen liegt der Anger Brunn. Der Punkt von Rainer Wölfel auf seiner Hutanger-Map ist in der Natur nicht so einfach zu finden.

P1050137Staarobele, ich weiss nicht, ob dies so richtig geschrieben wird, aber die hier Geborenen wissen gleich, dass es sich um Walderdbeeren handeln muss. Diese blühen im Wald zwischen der Hütte und dem Dorf Deckersberg in Hülle und Fülle. Rechts des Wegs müsste nun also der Hutanger sein. Leider ist es da so steil und dicht bewachsen, dass wir einen Abstieg nicht für richtig halten. Also vor ins Dorf, auf die Strasse, die nach Kruppach führt und nach irgendetwas suchen, das zu Brunnen passt.

P1050157 Anfangs des Waldes treffen wir tatsächlich auf Dolendeckel und auf der anderen Seite der Strasse fliesst der Kruppach, Kruppbach wäre vielleicht korrekt, der Bach heisst aber so wie das Dorf. Wir kombinieren, dass das Land rechts und links des Weges als Anger genutzt wurde.- Wieder zuhause habe ich dann in der schon einmal erwähnten Broschüre des BNB eine Skizze gefunden, die dies bestätigt. Die Fotografie zeigt einen Ausschnitt aus dem dichten Baumbestand.

P1050162

Wir gehen ein Stück des Wegs am Kruppach entlang und stossen dabei auf eine unerwartete Sache! Eine Wasserleitung mit Schwenkarm und Wasseruhr unterstreicht den Namen dieses Gebietes: Brunnen. Die Kreation sieht zwar etwas vergammelt aus, aber könnte es nicht doch ein Kunstwerk sein?

P1050141 Das nächste Ziel ist der Felsen "Jungfernsprung" oberhalb von Kainsbach. Von hier haben wir Aussicht auf den Kornanger von Kainsbach und den Mosenhofer Hutanger (siehe Eintrag vom 29.10.07). Die Sage zum Namen Jungfernsprung habe ich auf der Hompage der Gemeinde Deckersberg gelesen. Hier klicken.

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31. Mai 08

Der Alfelder Anger im Rinntal

von Alice Niklaus

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Von der Gemeinde Alfeld gibt es einen Flyer mit dem Titel "Naturerlebnis Rinntal". Es geht dabei um einen Naturerlebnispfad im Naturschutzgebiet Rinntal, der sehr gut beschrieben ist und etwa 1 1/2 Stunden beansprucht. Wir waren dort, um den Alfelder Hutanger zu besuchen. Der Weg geht beim Albach (Parkplatz Bauernwiese) weg und steigt gemütlich am Hang empor. Auf dem Kamm ankommen haben wir viel Aussicht. Unter uns liegt das Dorf. Die Alfelder haben sich einen schönen Platz zum Siedeln ausgewählt! Auf drei Seiten steigt das Gelände an und legt sich wie ein Kranz um die Häuser. P1050039_2

Dann beginnt der Abstieg - die einzige Passage, die etwas anstrengend ist. Unterwegs fallen uns zwei fleissige Menschen auf, die einen Starenkasten aufhängen möchten, das heisst, der Mann steht oben auf einer langen Leiter und die Frau gibt getreulich am Boden Gegendruck, auf dass ja kein Unglück geschehe! Darauf angesprochen entwickelt sich ein kurzes Gespräch, aus dem wir lernen, dass die Vögel ja nicht bleiben, wenn sie keine Wohnung angeboten bekommen! Mit dem Gedanken, dass diese Aktion gut in den Pfingssonntagvormittag passt, gehen wir weiter auf der Angerspur.

P1050042

Den Anger finden wir gleich am Anfang des Rinntals. Auf Tafeln werden wir über die Hintergründe unseres jeweiligen Standorts informiert. Sehr interessant  ist es bei der Trinkwassergewinnung. Wir stehen auf Karstgebiet. Das heisst u.a. dass das Niederschlagswasser nicht über Bäche abläuft, sondern sofort in den Untergrund versickert. Wasser ist deshalb im Karstgebiet besonders kostbar.

P1050047 Die Wacholderheide lassen wir hinter uns. Wir befinden uns nun unterhalb der Felsen, die mich heftig an den Schweizerjura erinnern, in Miniatur. Romantisch und kurzweilig ist unsere Wanderung. Achtung: "man" sollte nicht vom Weg abgehen, auch wenn es einen noch so gelüstet.

P1050050 Bald biegen wir Richtung Alfeld ab, überqueren den tiefsten Punkt. Kein Bach vorhanden. Wir steigen wieder auf, an den Tafeln über alte Getreidesorten, Trockentäler, Ackerterrassen und Streuobstwiesen vorbei, schauen hinüber auf die Ackerterrassen und sind oberhalb des Dorfes angelangt. Schauen und geniessen!

P1050061 Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir das Kriegerdenkmal. Den Hügel müssen wir nun unbedingt auch noch "bezwingen", nachdem ich doch in einer 1989 vom BNB (Bund Naturschutz in Bayern e.V.) herausgegebenen Broschüre gelesen habe, dass dieser Hang auch als Anger genutzt wurde. Somit haben wir Alfeld umrundet.

Aus der gleichen Broschüre vom letzten Hirten von Alfeld, Georg Wittmann, erzählt: Apfelbäume waren eigentlich für die Kühe gefährlich. Denn wenn die Kuh einen Apfel vom Baum "pflückte",konnte dieser leicht in den Rachen des Tieres rollen und dort steckenbleiben. Das Tier konnte ersticken.

Der Flyer liegt in der Touristinformation im Rathaus Hersbruck sowie im "grünen Zentrum" beim Schloss Henfenfeld auf.

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26. Mai 08

Der Kainsbacher Hutanger

von Alice Niklaus

P1050143












Mittagsruhe im Kainsbacher Hutanger.

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23. Mai 08

Ansichten aus der Schweiz

von Alice Niklaus

Am Samstag in einem kleinen Dorf am Ricken (ein Passübergang vom St. Galler Mittelland zum Zürcher Oberland) , am Montag in der Bistumsstadt St. Gallen, das sind zwei Welten! - Wikipedia zur Stiftskirche St. GallenWikipedia zur Stiftsbibliothek St. Gallen.

P1050125aP1050129_2 P1050130P1050135 Zuerst die Stadt. Ist sie im Fussballrausch? Noch nicht, möchte ich sagen. Die Schaufenster allerdings rauschen. Der "Nati-Fan-Shop", das edle "Läckerli-Huus", die Buchhandlung mit "rotwiss" und die SBB (schweizerische Bundesbahn) mit dem teuren Shirt. Die einen finden es läääässig, die andern überflüssig. Eine dritte Gruppe macht einen Bogen um die Europameisterschaft. Spätestens bei den ersten Krawallen werden sie das Ereignis wahrnehmen.

P1050099a Dann das Land, immer noch zum Kanton St. Gallen gehörend, aber schon mit Blick auf den oberen Teil des Zürichsees. Hier ein Blick aus Thomas' Fenster. Links im Foto die bei Regenwetter typische Reihung von Wolken über dem feuchten Linthtal, dem Quellgebiet der Linth, die den Zürichsee speist. Die gleichen Wolkengebilde finden sich in Gemälden meiner Lieblingsmaler Giovanni Segantini und Ferdinand Hodler.
P1050124a Es regnet, der Nebel deckt das Mittelland zu. Aber die Kühe, die möchte ich am liebsten in natura zeigen können! Die rennen und schubsen, sie sind übermütig, geht doch die schöne Zeit für sie erst an.

P1050110a Es regnet immer noch. Der Margerite macht es nichts aus. Sie ist auch im Regen schön.

Zum Schluss noch ein paar "Übersetzungen" aus dem Schweizerdeutschen für EM-BesucherInnen: die Nati (ausgesprochen Nazi, mit kurzem "A") bedeutet die CH-Fussballnationalmannschaft, ein "Gool" ist ein Treffer ins Tor, "tschute" bedeutet fussballspielen, "dr Goli" ist der Torhüter, "seckle" heisst rennen. Die Aufzählung könnte man stundenlang fortsetzen.... Also dann: Hopp Schwiiz!

Dieser Eintrag gehört eigentlich nicht in die Kategorie Hutanger, aber dort steht nun einmal meine "Sammlung" und mit Kühen hat er auch etwas zu tun. Deshalb!

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14. Mai 08

Der Weg zum Kleinviehberger-Anger

von Alice Niklaus

Wer kennt den Grützenbrunnen? Noch nie gehört? Ich auch nicht, bis zum vergangenen Freitag. Eigentlich hätte ich ihn am liebsten für mich behalten und einmal so richtig meinen Egoismus ausgelebt. Aber da ich von meinen Mitmenschen viel bekomme, möchte ich ihnen etwas zurückgeben und wenn es "nur" das Weitergeben von Informationen über den Grützenbrunnen ist!

P1050025_2Der Kleinviehberger Anger ist das Ziel. Der Weg ist die Strasse von Hohenstadt nach Kleinviehberg. Rechts geht ein Fussweg ab in den bewaldeten Hang hinein. Aber vorher schauen wir noch durch die Bäume zur Pegnitz hinunter.


P1050026a Die Tafel rechts am Strassenrand verspricht uns den "Grützenbrunnen". Ich erwarte einen Trog mit Wasser gefüllt, das über eine Leitung eingebracht wird. Noch einige Schritte und ich höre ein Rauschen, das ich nicht einordnen kann bis ich sehe, dass seitlich des Wegs ein Bach gurgelt! Ein Blick den Hang hinauf öffnet eine völlig neue Welt! Unerwartet sprudelt aus den Steinen am Hang eine Quelle hervor. Das also ist der Grützenbrunnen! Zurück zur Tafel lese ich, dass im Rahmen des LIFE-Natur-Projekts zum Schutze der Kalktuffquellen in der Frankenalb die alte Trinkwassererfassung entfernt und der Quellbereich neu gestaltet wurde. Mit viel Mühe wurde der Lebensraum für spezielle Quellbewohner (z.B. Feuersalamander) wiederhergestellt. Die Quelle lebt!

P1050028_2Zum Hutanger führt ein Pfad den Hang hinauf. Wurde der Wald früher als Anger genutzt oder war der Anger begrenzt auf die anschliessende Wiese? Jetzt ist der Wald zugewachsen, aber wenn man genau hinschaut, entdeckt man viele alte Bäume, die ihre Äste hoch zum Himmel recken. Die Eichen und Buchen (hoffentlich habe ich richtig geraten!) sind gepflegt. Vielleicht wird er früher oder später wieder ausgebuscht. Ich weiss, wenn Bäume gefällt werden, fallen nicht immer nur diejenigen, die man fällen möchte! Risiko.


P1050030_2 Besonders schön finde ich diesen Riesen mit Efeuranken umschlungen, eingebunden, zerdrückt - wie man's nimmt! Jetzt sind die Ranken durchgetrennt, so kann er wieder atmen.  Wir kommen aus dem Wald heraus, steigen noch etwas hoch, drehen nach links und  betreten den Weg, der entweder (rechts) zum Hohenstädter Fels führt oder links nach Kleinviehberg oder zurück zum Ausgangspunkt Hohenstadt.

Eine stille abendliche Frühsommerwanderung zum Kleinviehberger Anger mit dem überraschenden Grützenbrunnen!

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12. Mai 08

Hansgörgl-Kirchweih im Altensittenbacher Anger

von Alice Niklaus

P1050078a

Ich habe auch noch etwas zum Blütenzauber beizutragen und zwar vom heutigen Pfingstmontag. Seit 18 Jahren lebe ich in Hersbruck und war zum ersten Mal an der Hansgörgl-Kirchweih. Das Fest war völlig anders als ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte an Stammtischbesucher, viel Bierseligkeit und "aha, der oder die ist auch da". Nichts davon. Jungvolk per Rad, Familien mit Kinderwagen, die älteren Generationen und die Stammtische bunt gemischt. Es war gut so.

P1050071 P1050080Vergleiche mit anderen Jahren kann ich keine anstellen, aber eines ist für mich klar: es war heute ein wunderbares Fest mit vielen fröhlichen Menschen!

Eine Wonne für die Kinder war diese Baumschaukel.

P1050084 Wenn schon das heutige Thema Hansgörgl war, so musste ich nun auch noch unbedingt den Berg besteigen. Im Hinblick auf die getrunkene Mass Bier (zu zweit!) entscheiden wir uns für den Kleinen Hansgörgl. Wege dahin gibt es keine, gefunden haben wir ihn. Hier ist der fotografische Beleg. Für den weglosen Abstieg auf die Strasse zur Fuchsau wären wir gerne 20 Jahre jünger gewesen.

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08. Mai 08

Der 30. Anger ist der Krönhofer Anger

von Alice Niklaus

P1050008 Mit diesem Eintrag feiere ich meine dreissigste Angerbeschreibung, und dafür habe ich einen ganz besonderen Anger ausgewählt. Auf dem Krönhofer Anger war ich im Herbst 2007, im Januar 2008 und am 4. Mai ein drittes Mal. Jedes Mal hat mir dieser Anger wegen seiner Standhaftigkeit, seiner Klarheit und seiner Vergangenheit Eindruck gemacht.

P1050004

Er ist einer der sechs Sendelbacher Anger, die nur mit Rindern ohne Schafe und Ziegen beweidet wurden. Der Vorteil, mehrere Hutanger zu haben, bestand darin, dass die Weide täglich gewechselt werden konnte. Die Auszehrung der Anger wurde dadurch vermieden. Nach der Überlieferung wurden kaum Bäume nachgepflanzt. Der Baumbestand des Krönhofer Angers darf also als "uralt" eingestuft werden. Vorangehende Details entnahm ich der Schrift "Hirten, Herden und Hutanger in der Hersbrucker Alb", Herausgeber Bund Naturschutz in Bayern E.V., 1989.

Nach diesen dreissig Angern ist die Zeit gekommen, dass ich zurückdenke an den ersten Eintrag vom 14. Oktober 2007 über den Heuchlinger Anger. Damals habe ich noch nicht gewusst, dass aus der Initialzündung durch den Hutangerkalender ein eigenes Projekt werden würde. Es hat sich einfach so entwickelt, ohne Druck von aussen, aber auch ohne Ehrgeiz, etwas Besonderes zu machen.

Das Angebot von herwig Danzer von den Möbelmachern, mir in seinem Blog einen Platz für Einträge verschiedenen Inhalts anzubieten und seine Ermunterung, mir das nötige Wissen für die Anwendung der Programme anzueignen, machte es möglich, dass ich nun tatsächlich meist mit meinem Mann 30mal einen Hutanger suchte und besuchte. Allerdings: ohne Rainer Wölfel, der in seiner Hutanger-Map die Anger punktete und immer noch punktet, hätte ich wohl schon lange aufgehört. Vielen Dank an beide!!

P1050002

Mit dem Bild, das den Blick vom Krönhofer Anger in die Ferne bis zur Festung Rothenberg zeigt, möchte ich zu meinem Ausblick auf das Hutanger-Wunderland kommen. Es gibt auf der Hersbrucker Alb zwischen 80 und 90 Hutanger! Zwischen achzig und neunzig, ja das stimmt. Ich freue mich auf die nächste Staffel!


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06. Mai 08

Fantasien im Eileanger

von Alice Niklaus

P1050011a Heute möchte ich durch den Eileanger gehen. Gehen nicht eilen! Anger bremsen die Eile, das habe ich während der vergangenen Monate gelernt. Der Name Eileanger irritiert mich. Ich bin gespannt, was er als Inhalt bietet. Die Lage: im Dreieck Peuerling, Sendelbach und Krönhof, zur Gemeinde Sendelbach gehörend. Ausgangspunkt ist Peuerling. Links nach dem Dorfausgang (Richtung Engelthal) den Feldweg gehen. Der Weg zum Anger ist problemlos zu gehen, schön eben in sanften Kurven. Unterwegs strahlt uns ein Aronstab an, der sich wohl erst vor kurzem entfaltet hat.

P1040994 Beim ersten Wald, er liegt links vom Weg, weglos dem Waldrand entlang. Bald geht ein Weg im Wald drin weiter. Wunderschöne lichte Baumgruppen umgeben uns, Gräser, Blumen, Vögel in allen Variationen lassen uns entspannt atmen.

P1040996 Das Gelände ist leicht abhängig und von Fliesswasser durchzogen, das ab und zu einen kleinen Weiher bildet.
Irgendwo in einer versteckten Ecke könnte ich mir sogar das Rumpelstilzchen vorstellen, das triumphierend um ein Feuer hüpft. Oder vielleicht ist auch Rotkäppchen unterwegs, von einem sanften Wolf begleitet. Möglich, dass auch Zicklein weiden, die keinesfalls im Magen des Wolfs verschwinden, denn letzterer ist Vegetarier ((;-).

P1040997_2 Zurück zum realen Leben: der Bauer arbeitet momentan mit seinem Traktor am Waldrand und verschiebt Baumstämme. Das Gelände ist hier wieder eben, aber immer noch von Wasser gesättigt. Eine kleines grünes Paradies, so finden wir. Am Ende des Angers angelangt bleiben wir auf dem eingeschlagenen Weg. Er führt uns entweder links nach Sendelbach, rechts aufwärts nach Krönhof, dann durch den Fennatanger nach Henfenfeld oder Engelthal, oder aber über Krönhof (nach  rechts) wieder zurück nach Peuerling.

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29. April 08

Aspertshofen: 2 Anger im lieblichen Sittenbachtal

von Alice Niklaus

Wie oft bin ich schon von Hersbruck nach Hohenstein gefahren ohne zu wissen, dass am Weg einer  der schönsten Hutanger liegt. Er heisst Unterer Anger, gehört zur Gemeinde Aspertshofen und liegt rechts der Strasse vor den ersten Häusern, das allererste ist das ehemalige Hirtenhaus. Da wo eine Tafel  zu einer bekannten Metzgerei hinweist, bog ich ab, wählte den letzten Weg rechts und ging zurück bis zur Weide. Links des Wegs grasten Kühe, sie haben Auslauf bis in den angrenzenden Wald.

P1040982Rechts des Wegs von einer blühenden Hecke abgegrenzt liegt der Untere Anger. Von hier aus konnte ich sogar die Trie bei Altensittenbach sehen und etwas näher die Hopfengartenmühle.

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Im Anger selbst stehen viele einzelne stolze, alte Bäume, sie sind rundum schön gewachsen, haben Platz und  man meint, dass sie sich dessen auch bewusst sind. Irgendwann werde ich vielleicht auch noch lernen, Bäume zu benennen. Eichen sind bestimm dabei! Da liegt man in einem Anger kaum falsch. Ausser im Auanger, aber dazu komme ich später.

P1040980 Zurück zum Dorf gehend freute ich mich auch noch an einem kleinen Weiher und machte mir so meine Gedanken rund um die vielen neuen Häuser und adretten Gärten, an denen ich vorbei kam. Aspertshofen scheint für junge Familien attraktiv zu sein. Das Fussballtor auf der Strasse aufgestellt, der erschreckend schnelle kleine Schumi auf seinem Renn-Kart, vor dem ich die Hühner schützen wollte (war nicht nötig, die Hühner waren pfiffiger, der Gockel hellwach), die spielenden Mädchen im Wald (nein, sie waren nicht gefährdet, ein Papa war unauffällig aufmerksam), selten gesehen.

Und nun kam der Moment, wo die veraltete topographische Karte Blatt Hersbruck von 1993 zum Zug kam. Der Auanger! Rainer Wölfels Punkt auf der Google Map hatte ich mir gründlich eingeprägt. Aber es kam wie schon einige Male, in der Natur sieht vieles anders aus als auf der Karte. Dass es steil bergauf gehen würde, war klar. Ein Wasserspeicher gleich unterhalb des Angers auch. Trotzdem war ich unsicher. Kurz und gut: Abbruch und die Buchhandlung Lösch war um ein paar Euros reicher. Die neue Karte von 2003 zeigt mir einen Wasserspeicher oberhalb einer Waldwiese, der Speicher unterhalb war wohl ersetzt worden. Da der nächste Morgen ein wunderschöner sonniger war, war eine neuerliche Wanderung zu zweit diesmal ein Vergnügen. Nochmals den schönen Unteren Anger begehen, nochmals die Kühe begrüssen und nochmals die Umgebung oberhalb Aspertshofen absuchen.

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Hier ist er, der Auanger. Voller alter Kirschbäume, die jetzt blühen. Es ist Mittagszeit, die Sonne schickt ihr Licht, so dass die Blüten zusammen mit den Flechten auf den Ästen wie Girlanden ausschauen.

P1040989 Eine Hilfe für andere Suchende: Wenn die Bäume in Reihen stehen und es ausschaut, wie wenn ihnen diese Reihen von Menschen vorgegeben wurden, dann ist dies meist ein Zeichen, dass hier einmal ein Anger beweidet wurde. So wie auf diesem Bild, links und rechts je sechs Stämme.

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28. April 08

Der Prosberger Anger

von Alice Niklaus

Vom Oberbecken her kommend gehe ich auf der Strasse zum Amphibienweiher  im Deckersberger Anger. Ich bin neugierig, ob sich nun Laich im Wasser findet. Bei meinem letzten Besuch am 4. April war dies noch nicht der Fall. Und tatsächlich sehe ich Froschlaich. Viel ist es zwar nicht, aber immerhin.

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Mein Ziel ist heute der Anger von Prosberg. Um die Mittagszeit  bin ich in Deckersberg angelangt.  Eine grosse Ruhe breitet sich über dem Dorf aus. Wer die Lerche gerne jubeln hört, hier ist sie zu finden.

P1040928a Ungefähr eine halbe Stunde später sehe ich in einer Mulde die Dächer von Prosberg. Mitten im Feld steht ein Häuschen. Als Zweck fällt mir nur ein Jägerausguck ein, mangels Bäumen, an die ein Hochsitz gebaut werden könnte. Der Baumstammwand links im Bild werde ich mich auf der Rückkehr widmen.

P1040931 Am Dorfeingang drehe ich mich nach einem Kreuz um. Wie konnte ich nur so gleichgültig und vergesslich sein! Hier ist vor elf Jahren eine junge Frau aus unserer Strasse in den Tod gefahren. Ich werde wiederkommen und Blumen mitbringen. Verzeih.

P1040938Dem Hang entlang gehe ich in den Wald hinein zum verbuschten Anger. Ich nehme jedenfalls an, dass es sich um den Prosberger Anger handelt, den Rainer Wölfel in seiner Map gepunktet hat!

P1040940a Der Rückweg ist der gleiche wie der Herweg, also komme ich an den Holzwänden vorbei. Ich stelle mich an die Wand und schätze die Höhe, so etwa um die vier Meter werden es sein. Auf dem Rest des Weges habe ich Zeit mir zu überlegen, wo die Baumstämme der geköpften Pyramiden wohl im Endverbrauch ankommen.

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19. April 08

Der Amphibienweiher im Deckersberger Hutanger

von Alice Niklaus

P1040800 Heute vor zwei Wochen waren zwei Frauen bei Deckersberg unterwegs. Die eine wie gewohnt auf Hutanger-, die andere als Amphibien-Spezialistin auf Weiher-Suche. Die Kälte kroch unter den  Anorak, die Handschuhe wären nötig gewesen, lagen aber daheim. Der Bauer fuhr Holz heim. Ich fühlte mich ziemlich allein, fotografierte, als mir ein Mensch aus einem Auto zuwinkte, ich solle doch stehen bleiben, was ich dann auch tat. Und so kamen wir ins Gespräch, die Baden-Württembergerin und die Schweizerin. Während einer halben Stunde hörte eine der anderen zu und nahm so einen Moment wahr aus dem Leben der Unbekannten - und den Amphibien-Weiher fanden wir auch. Es war ja schlussendlich nicht schwierig. Der Deckersberger Anger liegt zwischen dem Überlaufbecken des Pumpspeicherwerks Happurg und dem Dorf Deckersberg auf der rechten Strassenseite.

P1040799_2 Der Weiher im Anger kann sich noch nicht hinter einem grünen Blättervorhang verstecken, also liegt er ungeschützt da. Frösche, Kröten, Molche oder andere Weiherbewohner bekamen wir nicht zu Gesicht. Ich liess mir aber gerne die Ansprüche erklären, die diese Tiere an ihre Umgebung stellen, Molche kann ich in unserem eigenen Gartenweiher beobachten, da gibt es schon einige, die zum Luftholen an die Oberfläche zappeln resp. schwimmen.

P1040803 An beiden Strassenrändern sind Krötensperren aufgestellt, um die Tiere am Überqueren der Strasse zu hindern. Es ist die Zeit, wo sie dem Wasser zustreben. Die beiden Frauen sagten sich Adieu mit dem Wissen , dass sie sich kaum wiedersehen werden.

P1040805 Ich ging noch hoch zum Oberbecken. Hier schien es, wie wenn die Kälte der Luft und die des Wassers sich zu einer einzigen Kältedecke zusammenschliessen und sich über mich legen würden. Den Naturlehrpfad werde ich dann gehen, wenn die Sonne die Seele wieder erwärmt haben wird.

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18. April 08

Lerchengesang über dem Schupfer Sauanger

von Alice Niklaus

P1040859 Der Schupfer Sauanger liegt dort, wo die Lerchen singen! Von Kainsbach kommend gehen wir durch das Dorf, an dem getupften Haus vorbei. Kurz nach dem Dorf steht links eine Kapelle, und gleich gegenüber befindet sich der Sauanger.

P1040843Hier also tummelten sich früher die Suggeli. Die Bank lädt zum Verweilen ein. Träumen lässt es sich hier aber nicht, und der versprochene Gesang  der Lerchen fällt aus. Die Strasse entlässt ununterbrochen Lärm im Form von Rauschen und Rattern. Ich will aber die Lerchen singen hören!

P1040868a_2 Ich drehe mich um und schau mich um. Weit hinten ungefähr nordost sehe ich noch eine Bank, da wartet sogar jemand auf mich! Nach etwa einer halben Stunde bin ich bei Waldemar angelangt. Eine wunderbare Ruhe liegt über der Landschaft.

P1040852 Und hier unter diesem hohen Himmel jubeln Lerchen. Wir sehen sie von hoch oben herunterfallen, kurz vor dem Acker hört ihr Singen auf, um sich dann beim nächsten Höhenflug wieder laut und melodisch aus voller Kehle auszubreiten.  Die Schupfer Lerchen - ein Wunder!

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07. April 08

Rasch, Gstockicht und Gäns

von Alice Niklaus

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30. März 2008. Eine gemütliche Wanderung vom Ortsteil Weiher (Hersbruck links der Pegnitz) nach Henfenfeld, also Richtung Westen, führt am Henfenfelder Anger Rasch vorbei. Er liegt rechts des Friedhofs. Unterwegs geht mein Blick hinüber zu den beiden Hans-Görgel, deren sanfte Konturen am Horizont mich  immer neu begeistern. Sie erinnern mich an meine Heimat. Auf dem Acker liegt noch der letzte Rest des "Grossen Schnees" von der letzten Märzwoche.

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Am Ende des Raschangers biegen wir nach links in die Strasse zum Sportzentrum und zum Fussballplatz ein. An das Feld schliesst der Anger mit dem lustigen Namen "Gstockicht" an. Er stellt sich allerdings weder stocki(g) noch (d)icht dar, sondern licht und durchschaubar.


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Und wenn wir schon in Henfenfeld sind, besuchen wir auch noch den dritten Anger, den Gänsanger. Wir gehen auf der Friedhofstrasse ins Dorf, dann zum Ende des Orts in Richtung Sendelbach. Am Anfang der Steigung liegt rechts der Gänsanger. Heute allerdings weiden hier nicht mehr die Gänse. Der Anger ist in einen viel besuchten Spielplatz für die aktiven Kinder und ihre Eltern umgewandelt worden. Ich finde: eine positive Verwandlung!

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02. April 08

Ein Meer von Buschwindröschen im Sendelbacher Anger

von Alice Niklaus

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P1040786P1040782_2 Die Strasse von Henfenfeld Richtung Altdorf wird viel befahren, sie führt am Sendelbacher Anger vorbei und kaum jemand kennt ihn, den Anger. Am vergangenen Freitag habe ich ihn besucht. Zu finden ist er rechts der Strasse nach dem kurzen Anstieg auf der Anhöhe. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht, so hat er doch seine eigene Schönheit, zum Beispiel die vielen Buschwindröschen, die trotz der umgewühlten Erde - war es ein Wildschwein? - üppig blühen oder vielleicht gefällt ihnen die umgewühlte Erde besonders gut als Standort. Daneben liegt ein Wasserspiegel, in dem sich die Bäume des Angers wiederfinden und auch an den drei gefällten Stämmen, deren Schnittrosetten richtig leuchten, bleibt mein Blick hängen.

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27. März 08

Der österliche Hersbrucker Hirtenbrunnen

von Alice NiklausP1040739

An der "Kühpegnitz" hinter dem Brunnenbecken steht er, der Altmeister der Jurahirten Johann Dauphin, geboren am 4. Juli 1818, gestorben am 21. Februar 1904. Er lächelt, denn er hat den kalten Schnee der letzten Tage abgeschüttelt. Nun kann der Frühling kommen!

23. März 08

Der Geretsreuther Anger zwischen Ottensoos und Autobahn

von Alice Niklaus

P1040265aEr ist wunderschön, der zweite Ottensooser Anger, aber ich habe ein Problem mit seiner geografischen Lage an der Strasse, die von Ottensoos entlang der Bahn "links der Pegnitz" ("Ostbahn") nach Lauf führt. Rechts der Strasse in Flussrichtung gesehen mäandert die Pegnitz, links der Strasse fähr