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Bücher

  • Uwe Timm: Der Freund und der Fremde

    Uwe Timm: Der Freund und der Fremde
    Es geht nicht nur um den 1967 bei der Anti-Schah-Demonstration erschossenen Benno Ohnesorg, der ein Freund des Autors war. Es geht um das Gefühl einer Generation, den Gründen für die Suche nach nicht nur literarischer Befreiung. Uwe Timm hat bei uns 1995 noch in der Hersbrucker Werkstatt aus "Die Entdeckung der Curyywurst" gelesen und seitdem mögen wir ihn einfach. Seine Sprache, sein Denken und den Menschen. Das Weblog Perlentaucher hat ausführliche Rezensionen gesammelt

  • Heinz und Karl Heinlein, Dres. Andreas und Claudia Hemp, Dr. Rainer Schöller, Michael Scholz, Gerhard Schütz, Rainer Wölfel: "Hutanger Natur und Kulturerbe mit Zukunft"

    Hutanger_1

    Dieses Buch muss die Pflichtlektüre für die Bewohner der Hersbrucker Alb werden. 20 Jahre mühsame, aufreibende, engagierte und vor allem erfolgreiche Arbeit für die Lebensqualität in der Hersbrucker Alb sind ehrlich, historisch und wissenschaftlich dokumentiert. Aber das wichtigste: Zukunftspläne werden vorgestellt, die so naheliegend und logisch sind, dass man sich wundern muss, warum noch nicht alle an deren Umsetzung arbeiten. Theatralische Besprechung im Weblogbeitrag mit allen Links, zu kaufen in der Buchhandlung Lösch oder im Pfeiffer-Verlag.
  • Verlag für moderne Kunst Nürnberg: "Fußball:Kunst"

    Fussball_kuns

    Selbst für Leute, die Fußball nicht mögen ist dieser 52-seitige Kalender eine echte Freude, nicht nur wegen der Fotos, Cartoons und Bilder, sondern vor allem wegen des Vorworts und der Sprüche. Alle Infos im Weblogbeitrag
  • Stefan Münz: Professionelle Websites - Programmierung, Design und Administration von Websiten

    Ein Urvater des webdesigns hat auf knapp 1000 Seiten den aktuellen Rundumschlag über die websites gewagt und war erfolgreich. Die wichtigsten Werkzeuge und Tipps für moderne Firmenauftritte sind dort nachzulesen. Hoffentlich können wir das bald umsetzen. Die Website zum Buch

  • Kurt Albert: Fight Gravity

    Fight_gravity_buch_1Für Kletterer ein absolutes Muss, es ist in diesem Beitrag beschrieben, auch die Bezugs möglichkeiten. Ein Blogger aus der Kletterszene schrieb das dazu.

  • Robert Harris: Pompeji

    Robert Harris: Pompeji
    Umweltpolitisch, technisch und geologisch interessante Intrige und Naturkatastrophe aus dem Jahr 79. n. Christus, empfohlen - 200 Tage vor Weihnachten - von Bernd Steisslinger, Dekra Umwelt GmbH.

  • Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt

    Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt
    Wer (berufsbedingt?) "Geständnisse eines Küchenchefs" gelesen hat, will natürlich auch Anthonys Reise miterleben, aber da ist was anders: ein ganzes Kamerateam nimmt das Feeling von Abenteuer schon gewaltig zurück. Trotzdem ist das Buch nicht zuletzt wegen der (nicht ganz neuen) Erkenntnis lesenswert, dass das perfekte Essen durchaus aus dem Sternerestaurant, in passender Stimmung aber auch aus der Bauernkneipe oder sogar völlig versalzen von der neuen Freundin stammen könnte.

  • Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen

    Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen
    Gute Zusammenfassung von Nachhaltigkeitskriterien mit besonderem Focus auf der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Es ist auch eine Seite über die Möbelmacher drin, aber das Buch lohnt sich trotzdem, bzw. wegen der vielen Ideen der anderen vorgestellten Unternehmen. Beim Verlag direkt bestellen: http://www.oekom.de/verlag/german/books/zuk-unternehmen.htm wir haben glaube ich auch noch zwei ...

  • Ralf Birke und Klaus Karl-Kraus: "Der Berg - Das Phänomen Erlanger Bergkirchweih
    Das Buch zum 250. Geburtstag der Erlanger Bergkirchweih. Großformat, Festeinband, 184 Seiten, über 250 Bilder. ISBN-Nr. 3-9806982-9-7 Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellen@edition-spielbein.de zum Preis von EUR 24,90 inklusive Mehrwertsteuer. Wunderschöne Bilder von Mile Cindric und einfühlsame Texte von Ralf Birke (Des hädd I fei echd ned dacht, dass der des asu goud ko- Anm. d. Red)
  • Werner Gaede: Abweichen von der Norm

    Werner Gaede: Abweichen von der Norm
    Unglaublich ausführlicher und inspirierender Wälzer im Großformat - 750 Seiten! Wer wie wir seine eigene Werbung nicht merh sehen kann, sollte sich hier Anregungen holen. Jede Seite ist ihr Geld wert. Mehr dazu: http://www.methode.de/bu/dmb/tigaed2.htm

  • Hans-Georg Häusel: Brain Script

    Hans-Georg Häusel: Brain Script
    Geniale Pflichtlektüre für alle, die mit Kaufen, Verkaufen oder anderen Entscheidungen zu tun haben. Sogar geeignet um eigene Entscheidungen nachträglich verstehen zu können. Hirnforschung auf lesbaren Niveau.

  • PETER, Jr. JIRMANN: Xpose

    PETER, Jr. JIRMANN: Xpose
    Viele Bilder sind mit unserem Licht, unseren Möbeln und Hintergründen fotografiert worden, klar dass das Buch toll ist. Siehe auch Artikel im Weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2005/04/peter_jirmann_j.html

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Lammsbrustand_1 Future Fair Frankfurt


Die Messe Frankfurt veranstaltet vom 19.-bis 22.Mai 2007 eine große Nachhaltigkeitsmesse mit Fachkongress namens Future Fair. Entwurffuturefair06_1 Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Pioniere der Nachhaltigkeit ihr Engagement einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können und wenn dabei auch die Verbraucher an ihre Veranstwortung zum nachhaltigen Konsum erinnert werden. Als Messepartner für den nachhaltigen Messebau wollen wir ebenso wandelbare wie langlebige Messestände präsentieren (wie wir das zum Beispiel für die Neumarkter Lammsbräu schon verwirklicht haben)  und als Mitglied der Sustainable Excellence Group initiierten wir zusammen mit Thomas Merten den Sustainable Excellence Check, der für Betriebe und Verbraucher eine erste Orientierung über die Nachhaltigkeitsaktivitäten bieten kann. Im Nachhaltigkeitsblog berichten wir über den aktuellen Stand der Planung, der Diskussion und der Mitstreiter. Gerne veröffentlichen wir auch Ihre Beiträge zum Thema, Email genügt.
Die Seite über den Messebau der Möbelmacher finden Sie hier.

Die Future Fair Sonderseite auf unserer homepage.


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05. Oktober 06

EU-Konferenz Zypern: "Geschäftsnutzen von Vielfalt und gleichberechtigter Teilhabe für KMUs"

Abflugnuernbergnebel (worums geht steht hier in Teil 1)
400 unsortierte Fotos und Videos bei sevenload
Übrigens können Sie alle Fotos mit einem Klick vergrößern.
Cimg2028Teil 2

Nebel in Nürnberg, viel zu früh am Morgen.
Here comes the sun ndubnduda,
here comes the sun and I say,
it´s allright dadudadadudadadudududu.Cimg2031

Zypern Flughafen, einfach aber mit geteerter Landebahn.

Cimg2046Im Süden von Zypern, Limassol. Hotel Hawaii Grand, ned schlamberd mit fünf Sternen.

HotelNoch ein wenig Schwimmen in der Ägäis, walls su schee is, danach um 19 Uhr Aufbruch nach Amathous,

Theater Empfang mit Fackeln und Theaterstück mit Ballet auf Ruinen (passt auf Euere Zehen auf Mädels) über Aphrodite.

Nach der griechischen Legende wurde Aphrodite geboren, als der Titan Chronos ("die Zeit") seinen Vater, Uranus, entmannte und dessen abgeschnittene Genitalien ins Meer fielen. Aphrodite wurde "aus dem Schaum geboren" (daher der griechische Name) und von einer Muschel an das Ufer von Paphos auf Zypern gebracht (ein wenig phantasievoller als die Geschichte von Maria wenngleich ...).

WeinmuseumDanach ins Weinmuseum, aber nicht zum Weinen, sondern ob der Kultur. Der eine wurde aufgeklärt, dass die Mädchen nicht mit nem Damenslip tanzen, sondern einem Taschentuch (wirklich zum Verwechseln), anderen musste man erklären, das die Aussage "die tanzen, wie die Augsburger Puppenkiste auf LSD" schon fast wieder diskriminierend wirkt. Essen war feine regionale Küche, die Spezialitätenliste des Marco Polo Reisführers rauf und runter.


Coolpool

(Freitag-) Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, die Stunde Ägäis-Schwimmen bis zum Frühstück ist Luxus (aber mit Frühaufstehen teuer erkauft).
Meerum7


Dolmetscher_1 Erster Tag, Politiker, gewöhnen an die Simultanübersetzerinnen, danach Vorträge von  einem Consulter Dr. Paul Campayne und einem Prof. der Kingsten University  UK Dr. Peter Garside.  War nicht ganz leicht rauszufinden, was sie den Möbelmachern sagen wollten, weder auf Englisch, noch in der Übersetzung.

Workshopplan Danach Good Practice Beispiele von einem Stadtangestellten aus Aarhus in Dänemark, dem netten französischem Geschäftsführer einer Beraterfirma und einem Consultant für Corporate Social Responsibility aus Spanien. Aaaah ja.

Nach dem Mittagessen (ohne jede Schwimmzeit dazwischen) die Workshoprunden, wo ich mich unvernünftigerweise unter die Multiplikatoren mischte, weil das Thema für die Sustainable Excellence Group interessant sein könnte. Könnte.

Workshop2 Beim zweiten Workshop kam´s dann zum Eklat. Die Unternehmer (in einen anderen   Workshop geflüchtet) wollten nicht mitspielen, was beide Seiten ziemlich nervte, aber beide hatten recht. Die Unternehmer haben eine andere Beziehung zur Zeit und beschäftigen sich zu ernsthaft mit den Anforderungen ihrer Arbeitnehmer, als dass sie sich von dem Spiel "wähle 12 Berufe aus 20, die auf einer Insel eine neue Gesellschaft gründen sollen" einen ernsthaften Erkenntnisgewinn erhofften, die Veranstalter wollten aber weniger involvierte Teilnehmer für die Problemlage sensibilisieren. " Ich will doch nur spielen aha .." Mir war eigentlich nur wichtig, dass der Barkeeper mit auf die Insel geht, den Rest kann man dann vor Ort klären. Aber die Stimmung blieb angespannt, das Publikum teilte sich in Lager, die einen fanden Unternehmer doof, die anderen die Spielchen. In der Schlussdiskussion hatte man den Eindruck, dass Leute mit Verantwortung und weniger Zeit den Spielchen ohne Ergebnisorientierung kritischer gegenüberstehen, als Verbandsvertreter, aber vielleicht hab ich auch nur wieder die Hälfte verstanden und bin sowieso ein Opfer meiner selektiven Wahrnehmung, weil ich unsere Spielführerin ganz sympathisch fand.

Galaabendfrau Großes Gala Dinner am Abend und (wie hier schon mehrfach erwähnt) kommen Politker nicht mehr zu Veranstaltungen, auf denen Sie als Gastredner angekündigt sind.

Ich schlage eine Datenbank als Wiki vor, auf der jeder die Veranstaltung und den nichterscheinenden Politker eintragen kann, und die offizielle Begründung und wo der Veranstalter seinen Kommentar abgeben kann und der Politiker, denn es nimmt so langsam überhand mit nichterscheinenden Politikern.

Galaabendmaedel So, und weil ich beleidigt bin, verrate ich auch nicht, dass der Justizminister angekündigt war, dessen Rede aber von seinem Staatsekretär souverän und frei von Artikulierung vom Blatt gelesen wurde. Nettes Buffet, nette Musik, bis die cypriotischen Tänzer (eine Steigerung zur Vorabend) mit der beeindruckenden Glasnummer begannen und Galaabend dieselbe bis zum Insbettgehen vieler Gäste nicht mehr zu Ende brachten. DPolonaisecyprese ie Polonaise Cyprese tat ein übriges und als alles wieder ganz nett war, die Musik gut und alle tanzten, schwamm schon wieder jemand stundenlang in der 27 Grad warmen Ägäis.

Der Workshop am Samstag vormittag war vielversprechend und die Irin, die sich mit der Gleichberechtigung in richtig kleinen Betrieben beschäftigte, hätte dazu auch hunderte von Beispielen gehabt, aber nicht genannt. Die Frage nach Praxisbeispielen, wie man dieses Engagement auch der Öffentlichkeit klarmachen kann, kam leider ob der Verständigungsprobleme bei der polnischen Diskussionsleiterin nicht so richtig an und so warten wir heute noch auf die mythischen Ratschläge aus Zypern.

In der abschließenden Diskussionsrunde trafen die zwei Parteien wieder aufeinander, aber die Niederländerin, die mich am meisten genervt hat, saß im Sightseeingbus in die Hauptstadt Nicosia neben mir und war total nett. Zypern06schlussrede Vielleicht ist das die eigentliche Erkenntnis dieser Reise? Zu erfahren, dass die Unternehmer, mit denen Sie als Verteidigerin der diskriminierten Arbeitnehmer zu tun hat halt wirklich doof sind (hier diplomatisch ausgedrückt) und dass sie in ihrem Arbeitsumfeld mit anderen Unternehmern keinen Kontakt hat. Vielleicht besuch ich sie ja bei unserer nächsten Reise nach Holland, EU sei Dank.

Nicosiaturm Unsere Fremdenführerin war ebenso perfekt wie rührend bemüht die Zeit einzuhalten, dass manche Teilnehmer den Flieger am Abend noch erwischen konnten. Der freie Rundgang durch die letzte geteilte Stadt der Welt brachte zwar Fotos eines Grenze Grenzabschnitts mit Katze, aber keinen mit Soldaten, die freundlich ankündigten den Film rauszunehmen. "Geht ja gar nicht, is ja ne digitale!" "Dann nehmen wir halt die ganze Kamera."  "Ok, eigentlich will ich euch gar nicht fotografieren. Die nette Hochzeit mit der Mini-Karawane hat dann die letzten freien Minuten geraubt,Zypern06minihochzeit als wieder zurück zu Bus, aber jetzt zum Essen beim Japaner mit Sushi und Tepan Yaki (natürlich nicht auf EU-Kosten, sondern ganz privat).

Zypern06samstagnachttepanfe Vor lauter Fotografieren und Filmen des artistisch genialen philipinischen Japanischkochs auf Cypern (June R. Bautista, wer einen genialen Tepan Yaki Showman für ein Restaurant sucht wählt 00357-99757280) hätte ich fast das Essen vergessen, das Gespräch sowieso, aber er war einfach so geschickt und sympathisch, dass mir die Kochshow wichtiger war als das Essen, was aber auch ganz fein geschmeckt hat.Sabineherwig_1

In jedem Hotel der Welt gibt es ältere Männer, die gerne Lebensweiheit weitergeben, meiste sehr reich, meist very britisch und ausgerüstet mit der passenden Philosophie dazu. Bei aller Kritik, die wir an der Konferenz übten, war seine ebenso generelle wie arrogante Ablehnung ein guter Anlass nach dem Besuch der Bar richtig zu streiten, der lustigerweise aber auch zu einem interessanten Austausch von Argument führte, die uns danach Zypern06samstagnachtbar dazu bewegten, die wichtigsten Verbesserungsvorschläge gleich schriftlich festzuhalten (wers lesen will, soll mailen). 

Vielleicht sind die Verbesserungsvorschläge ja zusätzlich zur investierten Zeit von vier Tagen der Gegenwert für das Geld, das die EU in uns investiert hat. Jedenfalls waren danach noch zwei Stunden Nachtschwimmen angesagt.Herwigjetski

Ökologische Verbrecher fahren an ruhigen Stränden Jetski, eine völlig abartige und laute Sportart, die ebensoviel Spaß, wie Muskelkater macht. Gottseidank ist auf dem Foto niemand zu erkennen.  Danach packen, mal schnell hundertfünzig von 550 Fotos löschen und heimfliegen.

Die nächsten Treffen sollen auf nationaler Ebene stattfinden, mal sehen.

DasteambeimjapanerVier Tage mal was anderes gesehen (der höchste Frauenanteil, den ich jemals bei einer Konferenz gesehen habe), in der Ägäis geschwommen, ganz nette Menschen kennengelernt und ein paar kleine Denkhilfen für den eigenen Betrieb mitgenommen. Dank an unser Team.

Teil 1 des Artikels

Die homepage zur Konferenz

400 unsortierte Fotos bei sevenload

Die Abmeldung vor dem Abflug am Donnerstag

Homepage der Future Fair

Future Fair-Kategorie im Nachhaltigkeitsweblog
 
Die Seite auf unsere homepage zum Thema Diversity und Inclusion bzw. für Gleichberechtigung und Vielfalt und gegen Diskriminierung.

03. Oktober 06

EU-Konferenz auf Zypern: The Benefits of Diversity and Inclusion for SMEs" For Diversity against Diskrimination

Zypern06titelbild Teil 1

400 unsortierte Fotos bei sevenload

Zunächst die Übersetzung des Konferenztitels: "Geschäftsnutzen von Vielfalt und gleichberechtigter Teilhabe für KMUs (kleine und mittelgroße Unternehmen)." Limassol, Zypern vom 29.-30.Oktober 2006.

Genaugenommen geht es um Chancengleicheit und gegen Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Religion und Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung. Das Anti-Diskriminierungsgesetz macht daraus eine Straftat, das definierte Hauptziel der Konferenz war "...auf die Bedürfnisse von KMUs in den Bereichen Sensibilisierung, Information und Training zu reagiern."  (Nicolaus van der Pas, Generaldirektor für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission).

Allevonvorne

Wenn man nach vier (wegen Consumenta, Kalender und homepage nur schwer freizuschaufelnden)  Tagen zurückkommt, fragt die Familie, die Belegschaft und jeder vernüntige Mensch: "Was hat´s gebracht?" Das lässt sich nur schwer beantworten und vielleicht helfen mir deutschsprachige Teilnehmer bei der Ergebnisfindung in den Kommentaren (Dolmetscher so schwierige Themen kann ich auf Englisch nicht ohne Peinlichkeiten formulieren, aber Übersetzungsprobleme sind sicher eines der großen Probleme der ganzen EU trotz genialer Simultanübersetzerinnen). Also was hat´s gebracht zusammen mit 50 Unternehmern und 80 Mitgliedern von Verbänden, Vereinen, Kammern , NGOs (Nicht Regierungs Organisationen). 

Nur ganz kleine Denkanstöße für die eigene Firma, dafür war die Vielfalt  von 130 Teilnehmern aus 25 Ländern einfach zu groß. (Die Konferenz war die erste ihrer Art und der Unternehmeranteil war angeblich noch nie so hoch wie auf Zypern). Die meisten Unternehmer waren ja auch eingeladen, weil sie in Richtung Gleichberechtigung und Anti-Diskriminierung schon etwas geleistet hatten (wir wurden wegen des Handwerkspreises 2005 und dem hohen Frauenanteil in der Ausbildung vom Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH vorgeschlagen).

Trotzdem war es eine Bereicherung und einfach schön dabeigesen zu sein, weil man einen winzigen Einblick in die Schwierigkeiten der Arbeit der EU erhaschen konnte, weil man einige interessante, nette, und aktive Menschen kennen gelernt hat und weil man ganz am Rande dank der engagierten Organisatoren auch ein wenig von Zypern mitbekommen hat

Meerum7farbe Schwimmen in der Ägäis
fei schee is.
Achtung fränkisch, für andere Konferenzteilnehmer wohl nur schwer zu verstehen.

Es ist keine Frage, Antidiskriminierung ist ein wichtiges Thema und ich bin fest überzeugt, das engagierte Nachhaltigkeits-EFQM Assessoren auch in den nach Besitzerangaben "Diskrimierungs-problemfreien" Betrieben noch Verbesserungspotentiale finden könnten.  Trotzdem ist die Forderung der Veranstalter nach einem eigenen Diversity Managementsystem nach dem Vorbild der Großen mal wieder "eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird" (nach ISO, Benchmarking, Emas, Balanced Scorecard, CRM, CSR oder wie modische Managementmethoden heute heißen). Diesen schweinischen Lieblingsausdruck von Thomas Merten aus unserer Sustainable Excellence Group konnten mir leider nichtmal die beiden Simultanübersetzerinnen vernünftig ins Englische übertragen. Denn es geht ja im Kleinbetrieb nicht wirklich um Managementsysteme oder Prozesse, sondern um Werte. Diese zu verändern, ist nun mal einer der schwierigsten Aufgaben der Didaktik, nicht nur der europäischen. Erst vor wenigen Tagen haben wir an unserem Brotzeitisch die Aussagekraft von "Hose unterm Arsch" für die Arbeitsmotivation ebenso heftig wie kontrovers diskutiert.

Vor ca 7 Jahren, als alle Welt versuchte Nachhaltigkeitsanalysen, Nachhaltigkeitsmanagementsysteme und andere beratungsintensive Prozesse einzuführen, kam die Sustainable Excellence Group zu dem Schluss, dass sich Nachhaltigkeit am besten im Rahmen eines EFQM-Qualtitätsmangamentsystems einbinden lässt. Seitdem arbeiten wir gemeinsam an den Formulierungen die bereits im Jahr 2004 Einlass in die Brüsseler Neufassung gefunden haben. Wir bekamen von der deutschen Bundestiftung Umwelt 50 000 Euro, um das EFQM-System auch für kleine und mittlere Betriebe interessant zu machen. Und wer sich mit Nachhaltigkeitsthemen ernsthaft auseinandersetzt, oder einfach mit zukunftsorientiertem, verantwortungsvollem Führungsstil, bei dem dürfte Diskriminierung eigentlich keine große Rolle spielen. 


Sabinegesrprch Wer zum Beispiel das Glück hat, die die Geschäftsführerin des zum familienfreundlichsten Betrieb Deutschlands gekürten Metallbauers Schönberger, Sabine Schönberger kennenzulernen, der glaubt ihr auch ohne Zertifizierungsgedönse, dass in Ihrem Betrieb Werte vor- und gemeinsam gelebt werden. Der versteht auch, dass Familienfreundlichkeit, Gleichberechtigung und ein vernünftiger Umgang mit Mitarbeitern ein Weg des Erfolgs ist, den sie nach der Krankheit ihres Vaters kurzerhand mit ihrer Schwester und ihrem Mann gehen musste. (Es versteht sich von selbst, dass sie den von der Handwerkskammer vorgeschlagenen Weg des Konkurses und Neuaufbaus auf Kosten der Lieferanten und Mitarbeiter ausgeschlagen hat).   

In diesem Zusammenhang fanden es einige deutsche Konferenzteilnehmer tragisch, dass nicht (wie ursprünglich mit ihr und auch uns ausgemacht) die kleinen Betriebe referierten und ihre konkreten, (an-)greifbaren Massnahmen dem Rest der europäischen Welt zur Diskussion, sondern Berater. Die wollen das Thema natürlich theoretisch, wisenschaftlich aufarbeiten, die  (im Anschluss vieldiskutierte) im Nebsensatz erwähnte Praxis eines Bäckers blieb die Ausnahme.

Aber es geht eigentlich schon nicht mehr um die Konferenz auf Zypern, es geht streng nach EFQM-Methodik um Verbesserungspotenzial, um kleine Anregungen und Vorschläge, die weitere eher national geplante Veranstaltungen, ein bisschen konkreter machen könnten. 

Lustigerweise entstand unsere Vorschlagsammlung nach einer heftigen nächtlichen Diskussion  von Sabine und mir mit einem reichen britischen Hotelgast, der solche Veranstaltungen generell für überflüssig erklärte. Natürlich wissen wir nicht, ob unsere Vorschläge die Veranstalter interessieren, oder ob sie jemand um- oder sogar übersetzt, aber wir glauben, dass diese Arbeit das Verhältnis von dem in uns investierten Geld und der von uns investierten Zeit in ein noch besseres Verhältnis bringt.


Workshop Eine andere Erkenntnis war, dass es viele Teilnehmer gab, die von den Ergebnissen der Konferenz hochgradig begeistert waren und die sogar die schon so oft gespielten Spielchen (Auswahl von zwölf aus 20 Berufgruppen, die eine neue Gesellschaft auf einer Insel aufbauen sollen; Namenschildtausch und Blindcharakterisierung nur aufgrund des Namens und des Herkunftslandes) als erkenntnisreich einstuften. 25 Länder, 130 verschiedene Erwartungshaltungen, Praktiker und Theoretiker, Zeithaber und Wichtigereszutunhaber, Lobbyisten und Unternehmer sind nun mal nicht so einfach unter einen Hut zu bringen. Trotzdem muss etwas getan werden um das Arbeitsleben in Europa in die richtige Richtung weiterzuentwickeln. Dafür ist der eigene Betrieb und das eigene Team zunächst das wichtigste Werkzeug, aber die Weitergabe dieser Erkenntnisse für andere ist wichtiges Symbol für europäische Verantwortung.

Truckrede Leider ist der Diversity Truck, der durch ganz Europa fährt, schon auf lange Zeit ausgebucht, denn die Stop-Diskrimination Kampagne sollte unbedingt auch auf der Future Fair Nachhaltigkeitsmesse in Frankfurt im Mai 2007 vor Ort sein. Denn genauer kann man seine Zielgruppe gar nicht treffen.

In den nächsten Tagen kommt noch ein weniger theoretischer Bericht von Diversity über Tepan Yaki bis Jetski nach.

Die homepage zur Konferenz

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Die Abmeldung vor dem Abflug am Donnerstag

Homepage der Future Fair

Future Fair-Kategorie im Nachhaltigkeitsweblog

Die Seite auf unsere homepage zum Thema Diversity und Inclusion bzw. für Gleichberechtigung und Vielfalt und gegen Diskriminierung.

21. September 06

Miele Möbelmacher Titan Ahorn Küche: der erste Prospekt der Select Edition 2007 ist aufgetaucht

Helmutplaung Na es ist schon nicht ganz einfach mit einer Küchenplanung, deren Geräte man noch nie gesehen hat. Helmut hat dafür sogar seinen wohlverdienten Urlaub zwei Tage später angetreten, quasi vom Zeichenbrett in den Flieger. Aber die Vorbereitung für die Consumenta und anschließend für den Future Fair Auftritt konnte nicht warten, bis er in drei Wochen wieder zurück ist.

Jetzt ist der Küchschrank, den ich auf der grünen Lust als Fingerabdrucksicher angepriesen habe doch in Edelstahl, dafür hat der Druckdampfgarer eine schwarze Glasfront und nur einen Titangriff und der Dunstabzug kann bis zur Consumenta nicht geliefert werden. Macht nix.Trotzdem freuen wir uns, als erste diese Titanserie dem geneigten Publikum präsentieren zu können (heißt nicht auch Oliver Kahn "der Titan" und ist der nicht grade zurückgetreten, so ist jetzt also Platz für einen neuen Titan - auweh und das im eigentlich fussballfreien Blog?).

Prospekttitel Dafür ist der Prospekt, den Marc heute mitgebracht hat ganz nett, Nina hat ihn kopiert und ein paar Fotos gemacht, weil leider sind das alles noch Dummies, die von der MOW Möbelmesse gerettet wurden. Prospektbackofensteamerkaff Endlich haben wir die genauen Maße und Preise (ob der schicke Kühlschrank mit Weinlagerschrank Prospektkhlschrank zum Preis von 6999.- Euro der Verkaufsschlager wird, bleibt abzuwarten) und wir haben als erster Händler den Miele Select Edition 2007 Vertrag unterschrieben. Prospektdunstabzug Das steht drin, dass Miele alles darf und wir gar nix, und dass wir alles loben müssen (Ha, wenn da Schrott käme, würden wir das auch blogggen!)  und dass wir als edler Miele Select Edition Händler an keine anderen Händler verkaufen dürfen, weils ja dann nicht mehr die Select Edition der Miele Nobelhobel wäre. Nee, nee, ganz so schlimm ist es gar nicht und es ist auch gut, dass Miele vertraglich  die Preise festlegt, dass nicht irgendwelche dunklen Typen übers Internet die Kisten zu Dumpingpreisen verklopfen können.  Wir freuen uns, dass wir die Dinger nach der Consumenta in unserer Ausstellung mit Kunden weitertesten können und im Mai auf der Future Fair präsentieren, weshalb wir sogar auf der homepage eine eigene Miele-Titanseite eingerichtet haben, mit Tagebuch und Geräteinfos, weil es die noch nirgends anders gibt.

Wer auf der Consumenta in dieser Küche von unseren Spitzenköchen (Diana Burkel, Fabian Feldmann, Christian Wonka, Uli Endner, Jürgen Beyer, Erich Weichlein, Marco Altmann, Peter Bauer, Hansi Heberlein),  bekocht werden will, kann diese Plätze mit Eintrittskarten bei uns auf der homepage gewinnen, oder uns auf der Consumenta ganz bald bescheidsagen.
Die Consumentaseite mit Kartengewinnchance
Die Miele Titan Möbelmacher Seite
Das titanische Tagebuch
Die Titangeräte
Die homepage der Future Fair Nachhaltigkeitsmesse in Frankfurt, für die wir uns noch viele Mitstreiter erhoffen
Erster Artikel im Weblog über die Miele Titan-Küche

17. September 06

Neue Autorin Nicola Polterauer

Das erste mal trafen wir Nicola als 22-jährige Studentin während wir die Küche Ihrer Mutter geplant und montiert haben.Nicolapolterauerkorrigiert Im April 2006 hat die diplomierte Betriebswirtin in den Schwerpunktfächern Umweltmanagement und Außenwirtschaft ihr Studium an der Georg-Simon-Ohm Fachhochschule in Nürnberg mit einem beeindruckendem Ergebnis abgeschlossen (1,6 Boah ey).

Grundstudium in Kiel im Studiengang Internationale Betriebswirtschaft, danach aufgrund ihres Interesses am Umweltmanagement zurück in die fränkische Heimat nach Nürnberg zu Prof. Stahlmann, Prof. Wild und den üblichen fränkischen Umweltverdächtigen. Bei verschiedenen Tätigkeiten und Praktika sammelte sie im Inland und in Taiwan Arbeitserfahrung im Projektmanagement. Personalwesen und internationale Finanzierung immer mit ihrem persönlichen Focus auf ökologische Fragestellungen. Ihre Diplomarbeit behandelte die Übertragung von EU- Umweltstandards auf Länder der EU Ost- Erweiterungsrunde 2004 in Kofinanzierungsmodellen und die damit einher gehenden Auswirkungen.

Im Moment sucht sie nach der großen beruflichen Chance, bei der sie alles einbringen kann: ihr Know- How, ihr Engagement und die Begeisterung für das betriebswirtschaftliches Umweltmanagement und die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in ökonomischen Entscheidungen.

Im Nachhaltigkeitsblog und auf der Möbelmacherhomepage (Nachhaltigkeitsseite) wird Nicola als neutrale und glaubwürdige Beobachterin unsere Betreibsführung und Arbeitsweise unter die Lupe nehmen und in eine für die Öffentlichkeit verständliche Form bringen. Dass sie das natürlich auch im Kalender veröffentlichen soll, habe ich aber noch nicht verraten.

Wer also freie Stellen bei nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen kennt - zum Beispiel solche die wir auch gerne zur Future Fair Nachhaltigkeitsmesse nach Frankfurt einladen würden - der schreibe doch flugs eine Mail an Nicola.

03. September 06

Die Miele Titan Küche zeigt sich erstmals auf der Consumenta

Für das Programmheft des Dehnberger Hof Theaters haben wir die erste Anzeige geschaltet, die die neuen Miele Geräte auf der Consumenta (28.10. bis 5. 11.) ankündigt. Wir sind nämlich der erste Küchenhersteller und Miele Fachhändler mit Ernährungsexperten, der sie der Öffentlichkeit präsentiert.  Das geniale an der Titanfront: sie kennt kein Fingerabdruckproblem mehr. Das ist schlecht für die Spurensicherung aber gut für die Hausfrau.

Anzeigedht06_sept Massivholz-Tisch und Lederstuhl Sonderangebote

Für diese erste Miele-Titan-Küche auf der Showbühne an unserem Original-Regional-Stand machen wir außerdem noch 6 Tische und kaufen ca. 40 Vollpolsterstühle von Jori, die wir nach der Messe wieder günstig weitergeben. In den nächsten zwei Wochen kann man also noch günstige Tische bekommen.

Eintrittskarten und Testesserplätze gewinnen

Wir verlosen in der Woche vorher aus allen eingegangenen Mails (Betreff Consumenta, Adresse und Telnummer nicht vergessen) Eintrittskarten und Plätze an der Testessertafel des Bayerischen Fernsehens, bisher waren die Gewinnchancen immer ganz gut.
(Nebenbei: wer für die Grüne Lustt noch Karten gewinnen will, macht beim Gewinnspiel mit).

Danach landet die Küche (wenn sie kein militanter Kunde unter Gewaltandrohung gleich bei sich einbauen lässt) wieder in unserer Ausstellung und geht von 19. bis 22. Mai auf die Future Fair, wo wir die Zusammenarbeit mit dem Vorzeigehersteller Miele weiter intensivieren werden und wie immer Kochshows.

Alles über unsere Messen auf der Möbelmacher Aktuellseite.

 

05. August 06

Die grüne Lust bringt Lachssteak mit Risotto und Zabaione nach Unterkrumbach

Joprmermmak2 Seit dem Herbst 2002 sind wir für die Kochshows auf der grünen Lust organisatorisch und moderierend zuständig. Ein Wochenende im 1 1/2 Stundentakt, in dem wir mit ganz interessanten Menschen kochen und nebenbei versuchen, die Vorteile unserer Massivholzküchen be-greifbar zu machen. Und wer nach einer Show zum Beispiel mit Spitzenkoch Jürgen Beyer in nur 10 Minuten die saubere Küche an den nächsten Koch weiterreichen kann, der hat dafür gewichtige Argumente.

Das schönste an der Grünen Lust ist neben dem Werbeeffekt für die Möbelmacher die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit mit Hubert und Stefan Rottner und den vielen interessanten Köchen und Normalsterblichen, die wir in diesen Jahr kennen lernen durften.Joprmermmak5
(Exkurs: Was ist der Unterschied zwischen einem Koch und dem lieben Gott? Gott glaubt nicht, dass er ein Koch sei. Fairerweise gleich noch einen Geschäftsführerwitz hinterher: Was ist der Unterschied zwischen einem Geschäftsführer und einem Zitronenfalter? Der Zitronenfalter faltet Zitronen. Exkurs Ende.)

Joprmermmak3Letzte Woche lernten wir Jo Prümen und Marcus Paweletz kennen, die in Diebach bei Rothenburg ein sehr erfolgreiches Restaurant (www.die-krone.com) fast ausschließlich mit Bioprodukten betreiben. Jo (hat Kunst studiert) ist eine Kochquereinsteigerin aus Leidenschaft, Markus (Germanistik und Theologie) hat Koch gelernt und übernimmt kompetent beratend den Service, beide haben auch ein Faible für die mittelalterliche Küche (die Küchenmaistrey). Weil das „life auf der Bühne kochen“ leichter fällt, wenn man wenigstens die Küche und den Moderator kennt, kam Jo und Markus zum Küchentesten, was uns einen köstlichen Lachs mit Risotto und Weinschaumcreme bescherte, die man auch Zabaione nennen könnte. (Noch ein Exkurs: dazu schlug sie vier Eigelb mit ein wenig Weißwein, würzte mit Salz und Pfeffer und gab nach und nach Olivenöl dazu. Das ganze wurde während des Schlagens im Wasserbad erwärmt und bekam eine wunderbar cremige Konsistenz, die den am Tepan yaki gebratenen Lachs gut zu Gesicht äh, eher zu Steak stand und auch zum Risotto hervorragend passte. Ende zweiter Exkurs)

Joprmermmak4Grüne Lust Veranstalter Hubert Rottner war ebenfalls vertreten – er ist ja soo stolz, dass er die Köchinnenqoute wieder verbessern konnte -  und so fachsimpelten wir über die Entwicklung von „Bio“ in der Gastro, im Supermarkt und in den Köpfen. Und natürlich musste ich wieder alle auf die Future Fair nach Frankfurt einladen, Hubert hat mit Greencooking.de gerade einen großen Preis gewonnen, von dem ich hier noch nichts verraten darf, aber das wäre natürlich interessanter, in der Kategorie "Preisträger" in Frankfurt anzutreten, als als normaler Sterblicher. Zum Espresso verwertete ich noch zwei rumliegende Pfirsiche (weil so ein Pfirsich hat ja auch was pfür sich) am Tepan mit karamellisiertem Zucker und satt Amaretto zum Vanilleeis.

Joprmermmak6Es war eine wunderschöne bekochte Mittagspause, wir haben wieder ein Haus auf der Liste dass wir (und sie auch) unbedingt mal besuchen müssen. Außerdem machte das gemeinsame Kochen wieder tierisch Lust auf die Grüne Lust. Hier können sie die Eintrittskarten und die Plätze an den Testessertafeln gewinnen.

Jo Prümen + Marcus Paweletz
Untere Straße 3
91583 Diebach
Telefon: 09868 - 93 36 93
E-Mail: info@die-krone.com
www.die-krone.com

Alles über die grüne Lust auf unserer homepage

Die homepage des Veranstalters


01. August 06

Interview über Corporate Social Responsibility in Unterkrumbach

Melanie_krell_herwig Normalerweise kriegen wir bei Diplom- oder Magisterarbeiten ja nur Fragebögen zugeschickt. Eigentlich fast wöchentlich, die Internetpräsenz hat also nicht nur Vorteile. Andererseits ist die Abschlussarbeit eines Studiums ja auch etwas, das junge Menschen in Richtung echtes Leben bringen soll und nicht nur eine Note produzieren.

Von Melanie Krell bekam ich sogar einen richtigen Brief, so nennt man die Sätze, die man auf echtem Papier ausdruckt, in gelbe Kästen wirft und die von gelben Autos gebracht werden. Sie bat um ein Interview zum Thema CSR, was Corporate Social Responsibility bedeutet und in Wikipedia so erklärt wird:

Als Corporate Social Responsibility (CSR) wird unternehmerisches Handeln bezeichnet, welches über die eigentliche Geschäftstätigkeit eines Unternehmens hinaus geht.

Vermutlicht haben die Möbelmacher da ein wenig enttäuscht. Auf der Suche nach CSR-Konzepten, -Strategien und CSR-Fünfjahresplänen, hatten wir nur langjährige Zusammenarbeit mit ganz vielen Gruppen, Verbänden oder Initativen zu bieten. Statt aufwändiger CSR-Erfolgsmessinstrumentarien, nur das Gefühl, dass unsere Kunden und die berühmten Stakeholder (das sind eigentlich alle, außer Mitarbeitern und Kunden, sogar die, die erst noch geboren werden) spätestens beim Lesen des Kalenders schon beurteilen können, ob unser Engagement für die Region glaubwürdig rüberkommt oder nicht.

Eine interessantes Thema war auch die Geschichte mit der Zielgruppe, deren Existenz wir ja schon seit 10 Jahren bestreien (damals mithilfe von Gerd Gerken heute mit Bernd Röthlingshöfer). Konsequente Ausrichtung auf eine Zielgruppe heißt auch Formulierungen für diesselbe zurechtzubiegen, einer zusätzlichen Zielgruppe müsste man dann ja wieder eine andere Wahrheit präsentieren und so weiter. Dass sich das Produzieren von unterschiedlichen Wahrheiten nicht ganz einfach in einen Prozess der Erzielung von Glaubwürdigkeit  integrieren lässt, ist dabei nach meiner Meinung nicht schwer zu erkennen.

Immerhin haben wir als Kundenbefragungsfeigenblatt einen Kalenderfragebogen vorzuweisen, mit dem wir schon seit 10 Jahren unsere Kunden nach deren Meinung befragen. Aber damals wussten noch weniger Menschen, was CSR eigentlich bedeutet, vermutlich sogar gar keiner. Damals war auch die Nachhaltigkeit nur über die Forstwirtschaft definiert und unsere Ziele waren in ein ökologisches Konzept eingebettet. Dass aber alle Ökos damals natürlich auch die anderen Kriterien der Nachhaltigkeit wie Ökonomie und Soziales als wichtige Kriterien betrachteten, gerät heute ein wenig in Vergessenheit.

Die Pioniere dieser Zeit sollten sich auch ab und zu um Diplomarbeiten kümmern (viele, wie zum Beispiel die Lammsbräu tun das sogar ständig), denn es besteht die Gefahr, dass nächste Generationen Nachhaltigkeit mit Ikea und Mac Donald´s in Verbindung bringen, und nicht mehr mit den Konzepten von Claus Hipp, der Lammsbräu, Weleda oder Livos. Während viele große Firmen heute darin ein Instrument zur Gewinnmaximierung durch vermeintliche Glaubwürdigkeit sehen, war es bei den Vorreitern noch echtes Engagement für eine bessere Welt. Aber der Ikeakatalog hat nun mal eine größere Auflage als das alternative Branchenbuch.

Bin gespannt, was Melanie Krell alles über CSR rausfindet und werde hier drüber berichten, nicht zuletzt ist dieses Thema ja auch für die Future Fair von großer Bedeutung.

 

29. Juli 06

Future Fair ist online unter futurefair.eu

Futurefairscreenshot Wir können ein Lied von den Problemen der Content Management Webseiten singen, ist doch unsere eigene halbfertige versehentlich schon am Netz. Aber davon mehr in einem anderen Beitrag. Hier geht es um die gerade ans Netz gegangene Homepage der Future Fair, der Frankfurter Nachhaltigkeitsmesse 2007. Uns liegt die Messe sehr am Herzen, weil sie einerseits ein Plattform bietet, auf der vernünftig und verantwortungsvoll arbeitende Betriebe interessiertes Publikum finden können und andererseits auch auf die Verantwortung des Verbrauchers hinweist. (Schon hundertmal zu diesem Thema empfohlen: Bernhard Pötters "König Kunde ruiniert sein Land"). Das Konzept der Messe haben wir schon im April ins Blog gesetzt und schon am 25. August 05 haben wir uns mit Isabell Jahn und Andreas Pipperek in Unterkrumbach getroffen, am Donnerstag, 27.7. ging es um erste konkrete Gedanken zur Standgestaltung, die wir gerne mit der Lammsbräu verbinden würden, weil wir gemeinsam zu den Nachhaltigkeitspreisträgern der Stadt Nürnberg zählen.

Futurefair062Natürlich ist noch nichts entschieden, aber einen Themenpark rund um unsere Showküche, vielleicht einer Bäckerei, unserer Ausstellung vom Baum zu Tisch und ein paar Wohnbeispielen könnte nahtlos in den Themanpark Wohnen übergehen. Wir würden dann Kochshows zum Thema Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Brauern, Bäckern und vielleicht ein paar Spitzenköchen veranstalten und jeden Tag ein paar Küchen verkaufen und Verbraucher zum genussvollen, nachhaltigen Konsum anhalten. Marketingmann Berthold Winkler von der Lammsbräu bot spontan die Minibrauerei der Lammsbräu an, was sicher ein Publikumsmagnet werden könnte. So entstand während des Gesprächs das erste Skribble zur Messe.Entwurffuturefair06

Was uns hoffentlich nicht passsiert:
so eine Messe zieht auch Betriebe an, die Nachhaltigkeit als Marketinggag entdeckt haben. Deshalb suchen wir dringend Mitstreiter, die schon nachhaltig wirtschafteten, als das Wort aus der Forstwirtschaft noch gar nicht zum Unwort für Journalisten wurde.
Gleichzeitig bieten wir mit der Sustainable Excellence Group ein Mini-Selbstbewertung (nach dem NachhaltkeitsEFQM-Modell) an, deren Ergbnisse die Betriebe auch im Katalog vorstellen können (aber nicht müssen). So hat der Besucher einen kleinen Anhaltspunkt, wer schon wie lange etwas sinnvolles tut und wer erst auf dem Weg dorthin ist, was ja auch lobens- und berichtenswert ist.

Lammsbrustand Ein wenig hoffen wir auch darauf, unsere Kompetenz beim nachhaltigen Messebau einzubringen, dessen bestes Beispiel die Lammsbräu selbst ist. Mein Kompagnon Gunther Münzenberg hat aber schon lange vor den Möbelmachern viel Erfahrung im Messebau gesammelt, die unsere Messekunden jetzt für vorbildliche Stände auf der Future Fair nutzen können.

Es waren sehr fruchtbare Gespräche und alle zwei Minuten mussten wir uns wieder Wunschkandidaten aufschreiben: Oliver Heinz Borongo, dessen Rindentuch gerade von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde, alle Umweltbotschafter Bayerns, die ich schon während der letzten Tagung in München dazu einlud, Slow City Deutschland, Thoma Holzbau, Weleda, Livos Naturfarben und ganz viele andere alte Mitstreiter. Als Medienpartner sind neben dem Hessischen Rundfunk auch das ZDF im Gespräch und mein Wunschpartner wäre natürlich das genialste Wirtschaftsmagazin brandeins.

Futurefair065saibling Jedenfalls haben wir so lange diskutiert und gearbeitet bis wir Hunger bekamen, dann haben wir uns auf die Saiblinge der Fischzüchterei Rau aus Simmelsdorf gestürtzt, filetiert, im Druckdampfgarer einen Fond angesetzt und mit Safran und gegen die Regeln des Ernährungsexperten mit unverschämt viel kalter Butter zur Soße verfeinert, ein paar Baggers (Reibekuchen) am Tepan Yaki rausgebraten (darüber bald mehr in der Kategorie "die Küche zum Kochen) und einen wunderschönen Abend verbracht.

Hompage der futurefair.eu
Werbung für die Future Fair bei der Umweltbotschaftertagung
Beiträge rund um die Future Fair vom:
13.Mai
28. April
17.April
11.Februar
Sustainable Excellence Group
Die neue Nachhaltigkeitsseite der Möbelmacher

18. Juli 06

Erfahrungsaustausch Umweltbotschafter - Einladung zur Future Fair

Umweltbotschafterjungs 20 von aktuell 28 Umweltbotschaftern trafen sich im Bayerischen Umweltministerium zum Erfahrungsaustausch (angeblich gibt es einen neuen Internetauftritt, aber wenn ich bei Google "umweltministerium bayern umweltbotschafter"eingebe, kommt das Nachhaltigkeitsweblog auf Platz eins???). Gute Berater, wie man  Suchmaschinen optimiert, gibt es in Münschen zuhauf. Seltsam, dass keine weiblichen Botschafter dabei sind, könnte auch es auch an der Auswahl gelegen haben?  Vorzeigebotschafter Rummenigge war mal wieder wie immer nicht dabei, so ist das halt mit Vorzeigeleuten. Der Umweltpakt Bayern hat für den Zeitraum 2005 bis 2010 alle bisherigen Mitgliedschaften gelöscht und einen Neuanfang gestartet, der in der Zwischenzeit auch schon wieder 3800 Betriebe beherbergt, mit mehr oder weniger Grund.

Haben ja erst im letzten Bericht über das Treffen in Kulmbach erklärt, dass wir auf abgefragten Kundenwunsch Umweltbotschafter geblieben sind, obwohl der stolz verkündete Beitritt von Ikea (so kompetent und nett die Umweltverantwortlichen von dort auch sind, siehe hier) und Mac Donalds uns nicht gerade Freude gemacht hat. Der Mac Donalds Vertreter ist mittlerweile selbstständiger Berater im Umweltbereich (ach was?!) und diesmal wurde immer noch stolz verkündet, dass auch Lidl dem Umweltpakt beitreten wird. Wenn bei der Aufnahme mal ein paar Leute kritisch nach Sozialstandards nachfragen würden, wäre das vielleicht kein Fehler, die Auswahl der Umweltpaktmitglieder ist nicht gerade elitär, eher im Gegenteil (zum Lidl-Schwarzbuch mit allen Infos über deren soziales Engagement  klicken Sie hier).

Frauwagner Über den aktuellen Stand des Umweltpaktes berichteten die Jungs vom Ministerium, Frau Wagner über den aktuellen Stand des für Betriebe nicht ganz uninteressanten IZU-Internetportals, in dem sie aufgrund meines gemeinen Zurufs sogar die aktuellen Gesetze für Holzstaub gefunden hat. Souveräner Auftritt mit einem Quäntchen Glück, was allen Vortragenden dieser Welt von Herzen gegönnt sei.

Michaelheidrich06 Der ständig aktive Michael Heidrich (Webloglesern bekannt durch diesen Artikel über seinen Rosegardens-Beitritt zum Umweltpakt) berichtete über seinen Erfolg bei der erstaunlich flotten Erstellung eines Fragebogens für Einzelhändler, die jetzt ohne größeren Aufwand über ein paar Kreuzchen auf zwei Seiten Mitglied im Umweltpakt werden können. Gleichzeitig unterstützt er die Idee des Umweltpaktes auch nach Sachsen, wo er als aktiver internationaler Umweltbotschafter in Vorträgen die Vorteile des bayerischen Umweltpaktes schilderte. Respekt, der tut was.

Mein eigener Beitrag (höchst innovativ, weil ich nur der aktuellen Vortragsmode wegen, weniger aus Zeitmangel) auf alle modernen Kommunikationsmittel wie Beamer und Folien verzichtete) drehte sich um das Nachhaltigkeits EFQM, das wir zusammen mit der Sustainable Excellence Group vorangebracht haben.

Der Übergang zur Future Fair Nachhaltigkeitsmesse in Frankfurt war halbwegs schlüssig, denn unser Aufwand für das EFQM-Managementsystem hängt eng mit der Arbeit für die Future Fair zusammen. In beiden Fällen wollen wir erreichen, dass ehrliches Engagement belohnt wird, und nicht zuletzt dafür sorgen, dass Nachhaltigkeitstrittbrettfahrer von kompetenten Verbrauchern entlarvt werden. Die sollen keinen Preis bzw Award beim EFQM gewinnen und keine falschen Lorbeeren auf der Future Fair, was nicht heißen soll, dass es nicht besser wäre, wenn diese Untenehmen so langsam für diese Themen ein Bewusstsein entwickeln.

Aber unsere Hoffnung ist, dass Pioniere nach Frankfurt kommen, zum Vorreiter Hofpfisterei konnte ich durch den Vortrag Kontakt aufnehmen. Messepartner sind wir ja vor allem, weil wir ein erweitertes Bewusstsein für „nachhaltige“ Messestände erreichen wollen, und dieselben sogar verkaufen.

Umweltminsiteriumbayernschi Das Amt des Umweltbotschafters ist aus der Sicht der ökologischen Vorreiter durchaus kontrovers zu diskutieren, aber die positiven Diskussionen und das ehrliche Engagement aus unterschiedlichsten Branchen ist dann doch etwas, was mitreisen kann.. Auch wenn ich wegen ein paar Terminproblemen und Zeitplanüberschreitungen bald aufbrechen musste, war ich doch froh, dabei gewesen zu sein.

13. Juni 06

Alter Freund Max Atzinger zu Besuch - von der Öko-Matratze zum Holzhaus

Utemaxatzinger_1Max Atzinger ist der Gründer unseres Bettpartners, na ja, vielleicht sollte man besser Betten- oder Matratzenlieferanten sagen,bevor es Missverständnisse gibt. 1990 war er das erste mal bei uns und seitdem haben wir schon ganz viele Dinge bewegt und auch ganz viel zusammen gelacht (hat er nicht verlernt, wie auf dem Bild zu sehen ist). Bettsysteme weiterentwickelt, gemeinsam auf Messen gearbeitet, jede Menge Veranstaltungen und viel ehrlicher Meinungsaustausch. Vor zwei Jahren ca. hat er die Firma nach ersten gemeinsamen Jahren mit der Firma Fehrer dann komplett weitergegeben und seit einiger Zeit ist er einer der Geschäftsführer der Firma Thoma, die Holzhäuser baut. Leider hat die Zusammenarbeit mit dem Initiativkreis Holz aus der Frankenalb nicht geklappt, weil wir die Verwendung des Holzes aus unserer Region garantieren, was bei Thoma nur schwer möglich gewesen wäre. Vielleicht schaffen wir es ja mal in so ein Holzhaus eine Küche von uns zu bauen, dann könnten wir kreativ weiter zusammenarbeiten. Um so mehr freut es mich und Ute, dass er uns besucht, weil in der Nähe und uns dran erinnert, dass wir eigentlich schon seit 10 Jahren mal bei ihm vorbeischauen wollten. Versprochen. Foto 2 zeigt eine Schulung im  Jahr 1999.Maxatzinger98

Und vielleicht geht er mit seiner Firma Thomas ja auch mit auf die Frankfurter Nachhaltigkeitsmesse Future Fair. Würde mich freuen, hoffe aber, dass er auch an Messe-Kondition verloren hat, sonst steh ich die vier Tage nicht durch. Die Future Fair Messe hat übrigens jetzt auch ein Logo:Futurefair_logo

Pro Natura Bettsysteme

Möbelmacher-Schlafzimmer-Seite

Initiativkreis Holz aus der Frankenalb

14. Mai 06

the design annual inside urban - elitäre Designmesse in Frankfurt überzeugt das Publikum

Halle Die Messehomepage thedesignannual.de ist furchtbar schwer zu finden, weder über dieEingang Messe Frankfurt noch über Google (nach meinem Online Suchmaschinenworkshop müsste ich sogar wissen an was es liegt, kann aber auch sein, dass ich mich doof angstellt habe) aber Design hat es noch nie gemocht, wenn es von jedermann gefunden wird. Deswegen unser Link als Sonderservice.Chef Aber genug gelästert, es war eine beeindruckende Veranstaltung, die ich durch ein paar Zufälle nur vom Sicherheitsdienst begleitet erleben durfte.

Wir vereinbarten mit Isabell Jahn und Andreas Pipperek einen Termin wegen der Future Fair, der Frankfurter Nachhaltigkeitsmesse 2007, um 13 Uhr, weil ich irgendwo von der Design Annual gelesen hatte und sie in meinen Psion (Dinosaurier der PDAs) eingetragen war. Vorher wollte ich unbedingt die Messe sehen, weiß ja nicht, wie lange der Termin dauert. Normale Messen in Frankfurt öffnen um 9:00 Uhr, durch ein wenig Stau und die Aufbauarbeiten einer anderen Messe kam ich aber erst um 9:30 an der Festhalle an, zu der ich mich durchgefragt hatte. MetropolparasolDie war abgesperrt, aber irgendwo kamen Leute raus und da kam ich auch rein, ein kleiner Irrgarten führte mich dann doch in die Halle, wo ich irgendwann einen regen WalkyTalkyFunkverkehr wahrnahm, die Sicherheitsleute wunderten sich über den Eindringling, der davon ausging, dass die Messe in ein paar Minuten um 10 öffnet, aber just diese noch in Ruhe nutzen wollte. Pustekuchen, die beginnt erst um 12, dauert bis 22 Uhr, aber die Jungs hatten ein Einsehen und warfen mich nicht raus, sondern ließen mich die Messe im Alleingang genießen, nicht ohne aus mir rauszukitzeln, durch welche Tür ich reingekommen  bin, was ich ehrlich nur schwer beschreiben konnte.

WilkhahnNoch´n Glück. Gegen 11 kamen immer mehr Leute, ausschließlich Aussteller, die sich ein köstliches Frühstücksbuffet gönnten, dem ich mich aus Höflichkeit auch nicht verweigern konnte. Der Boss, Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt,  beendete das Frühstück und begann die Abschlussbesprechung, denn es war der letzte (Messe)Tag und man wollte die Weichen für die Zukunft stellen.

Rund 10 000 Menschen haben die Design Annual besucht, in einer alten Pressemeldung fand ich die Hoffnung  auf 12 000, aber wie soll ein Mensch vorher schon wissen, wie viele Menschen eine Messe besuchen werden. GaggenauWichtig ist die Begeisterung der Dagewesenen und die hat anscheinend gepasst. Der Vortrag, die Diskussion und die Atmosphäre  waren so beieindruckend, dass ich mir so ein Ergebnis auch gleich für die Future Fair wünschte. Auf die Frage, wer im nächsten Jahr wiederkommen will, hoben fast alle die Hand, die Zusammenarbeit wurde gelobt und man vereinbarte ein zeitnahes Treffen, an dem die Konzeption der nächsten Veranstaltung vereinbart werden wird. Respekt.

BadewanneDazu muss man wissen, dass das nicht irgendwelche Aussteller waren, sonder die von einem Beirat auserwählten. 250 wurden ausgewählt, rund 80  waren da, eine Messe der Superlative, obwohl  oder weil sie sehr klein war.

KuechenarmaturenDie Fotos mit mehr Menschen drauf sind nach unserem Treffen entstanden, denn  ich wollte sogar nochmal hin um mit einigen wenigen Ausstellern persönlich zu reden und sie auf die Future Fair einzuladen. Design schließt Nachhaltigkeit nicht aus, hat aber leider noch weniger direkte Zusammenhänge als allgemein postuliert wird. Nächstes Jahr bin ich wieder da, aber erst zum offiziellen Einlass. Wer gute Augen hat, und hochintellektuell veranlagt ist, sollte sich den LumasAusstellungskatalog für 20 Euro gönnen (ISBN 978-3-935647-92-2), aber nur dann, denn Schriftkleine und -Satz sind wie in Kindlers Literaturlexikon, aber da muss man immer nur den einen Artikel füs Referat lesen.

Bildunterschriften:

Bild 1: Die Festhalle. Beeindruckende Architektur.

Bild 2: Der Eingang in das Stadtbild inside urban

Bild 3: Metropol Parasol Sevillia:Jürgen Mayer H.

Bild 4: Das absolute Highlight der Messe. Zwei Beamer präsntieren den Nutzen der Wilhahn Produkte mit dem Schatten-Film (Scherenschnitt) einer genialen Schauspielerin. Umwerfend!

Bild 5: Man schaut zu den Köchen, selbst wenn die für Gaggenau arbeiten und nicht für Miele, denn meist sind´s nette Leute

Bild 6: Die Scheußlichkeit der Messe. Design kann auch anders.

Bild 7: Die neuen Küchenarmaturen von Hansgrohe. Freue mich sehr auf die erste Lieferung.

Bild 8: Gesamtkunstwerk Lumas: Anette Krutzik passt telefonierend  zu meiner Lieblingsgalerie Lumas wie ein Bild. Kennengelernt durch die Werbung in brand eins.

FAZ-Online

13. Mai 06

Future Fair in Frankfurt - die Nachhaltigkeitsmesse im Mai 2007 nimmt Gestalt an

Messeturmflugzeug Geschickt verbunden haben wir am Mittwoch, 10. Mai 06 die Termine der Designmesse "Design Annual" (Bericht folgt) und einem Planungstreffen für die Future Fair, wie die Nachhaltigkeitsmesse Frankfurt seit Dienstag offiziell heißt. Die Namensfindung war nicht leicht, weil Nachhaltigkeit ein echtes Anti-Wort für (die meisten) Journalisten ist, andererseits Anglizismen ziemlich verpönt sind, nicht nur bei Gerda Münzenberg, (die unsere eigene Kommunikation immer wieder kritisch hinterfragt und in dankenswerter Weise auch korrigiert, leider nicht im Weblog, dann gäb´s dort nicht so viele Fehler). Aber Future zählt wenigstens zu den eher leicht verständlichen englischen Wörtern und Fair ist nicht nur das Gegenteil von fies, es bedeutet netterweise auch noch Messe. Für die geplante internationale Ausrichtung der Messe ist es wohl auch keine Fehler, wenn der Titel in vielen Ländern verständlich ist.

Jahn_1 Isabelle Jahn (Projektleitung/Project Manager Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH ), Andreas   Pipperek (Fachleiter Innovationsmanagement Messe Frankfurt GmbH), Thomas Merten (unseren Lesern bekannt als EFQM-Spezialist und Inhaber der Domain www.nachhaltigkeit.de  ) und herwig Danzer (meist Möbelmacher, aber mit Thomas auch Mitglied der Sustainable Excellence Group) diskutierten über die  Nachhaltigkeitsmesse. Vom 19. bis zum 22. Mai 2007 will sie Besuchern und Firmen die Vorteile des nachhaltigen Wirtschaftens und Einkaufens deutlich machen. Für die Glaubwürdigkeit der Veranstaltung halten wir es für wichtig, dass allseits bekannte Pioniere anwesend sind (Claus Hipp, Dr. Franz Erhnsperger von der Lammsbräu, Graf von Faber Castell, Karl Ludwig Schweißfurth) , aber weil engagierte Mittelständler, ganz zu schweigen von Dorfschreinereien, nicht die Werbetats bewegen, die eine Messe erfolgreich machen, Pipperekwären ein paar Große Aussteller natürlich auch kein Fehler. Schafft man die Symbiose von den ganzheitlichen Philosophien der Pioniere und den respektablen Erfolgen der Großen? Der Pflanzenölkocher von Siemens für Entwicklungsländer oder der Einsatz für Biolebensmittel bei Ikea sind zweifelsohne nachahmenswerte Beispiele für jede Betriebsgröße. Fairerweise muss man auch zugeben, dass eine kleine Verbesserung bei den Großen  klimatechnisch mehr bringen kann, als wenn unsere Mitarbeiter löblich mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren (Julia, Erhard und Stefan).

Die Frage "Wer darf ausstellen?" ist schwierig, weil man sich bei eMerteninem Messestart ja erstmal fragt "Wer will ausstellen?" Auf die Veranstalter wirken unsere Vorschläge eines Workshops oder einer  Fragebogenbewertung erstmal, wie wenn unsere Kunden erst Vorkochen müssten, um eine Möbelmacher-Massivholzküche kaufen z