Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken.
Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken. Kontakt via Email
Die Abstimmung von Terminen klappt leider nicht immer. Bei der ersten Ankündigung habe ich bemängelt, dass ausgerechnet ein Montag der Tag der Nachhaltigkeit sein soll, aber bis das Terminfenster geöffnet wurde, hatten wir schon den 22.bis 24. Juni als Werkstatt-Tage eingeplant. Macht ja nix, Nachhaltigkeit ist an keinen Termin gebunden, sondern an eine Überzeugung, was wir auf einer eigenen Seite schon seit dem Jahr 2001 kommunizieren. So wie unserer Tag der offenen Tür eigentlich albern ist, weil unsere Türen an jedem Tag für alle offen sind, so dauert auch der deutsche Aktionstag Nachhaltigkeit eigentlich ein ganzes Jahr.
Nachhaltigkeit in Unterkrumbach
Alles, was die Möbelmacher zum Thema Nachhaltigkeit schon formuliert haben, ist auf deren Nachhaltigkeitsseite der Homepage nachzulesen, alles , was tagesaktuell dazu kommt im Nachhaltigkeitsblog, in diesem Beitrag wollen wir die klassische Sichtweise anlässlich "20 Jahre Rio" um zwei für uns ganz entscheidende Punkte erweitern: Das Nachhaltigkeitsdreieck Ökologie, Ökonomie und Soziales sollte aus unserer Erfahrung durch regionale Wirtschaftskreisläufe und Kommunikation ergänzt werden.
Ökologie
Ökologie zählt zu den einfachsten Kriterien der Nachhaltigkeit. Wenn wir nur mit Massivholz und anderen ehrlichen Materialien, wie Glas, Leder oder Edelstahl arbeiten und diese wo immer möglich direkt aus der Region beziehen und das Holz auch noch mit Naturharzöl behandeln, haben wir eine Fertigungstiefe vom Wald bis zum Kunden, die auf Dauer ziemlich skandalsicher sein müsste und hier ausführlich beschrieben ist.
Ökonomisch gesehen ist ein Betrieb, der seit 24 Jahren Löhne, Kredite und Investitionen stemmen kann sicher kein Highlight für renditegierige Investoren, aber über lange Zeit immerhin ein verlässlicher Partner für Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter und Freunde. Echte Nachhaltigkeit könnten wir dann beweisen, wenn die Nachfolge geklärt wäre, aber dazu sind wir wohl noch ein wenig zu jung, auch wenn wir bei allen Führungen mit Schreinermeistern und Meisterinnen nicht müde werden darauf hinzuweisen, dass wir für alle Ideen der Weiterführung und Übernahme offen sind.
Soziales
Nachhaltigkeit im sozialen Bezug ist schon ein wenig schwerer zu formulieren, denn es geht nicht nur um eine vernünftige Beziehung zu allen Mitarbeitern und deren Familien, sondern um alle Zusammenhänge unserer Arbeit, die Menschen betreffen. Das beginnt nach unserer Überzeugung schon mit einem respektvollem Umgang mit den Menschen, die uns Pakete vom Katalog bis zum Ecksofa bringen und endet noch lange nicht mit der Zusammenarbeit mit vielen Vereinen, Organisationen und Gruppen, die sich in der Region oder global für das Gemeinwohl einsetzen.
Kommunikation und Regionalität
Zugegeben, die Erweiterung der vor 299 Jahr erstmals erwähnten, aber vor 20 Jahren in Rio ausformulierten Nachhaltigkeit kann man kontrovers diskutieren, aber für uns sind die Punkte Regionalität und Kommunikation sehr wichtig und schwer im alten Dreiklang einsortierbar, weil sie alle klassischen Kategorien gleichmäßig betreffen. So sind wir davon überzeugt, dass das Holz unserer Wälder die ökologischste und gleichzeitig die sozialste Art der Möbelherstellung ist, um aber ökonomische Anforderungen zu erfüllen, muss unsere Intention auch kommuniziert werden. Denn Holz aus der Region hatte vor 20 Jahren schlichtweg keinen Wert, heute aber schon. Deswegen halten wir unseren Einsatz für regionale Wirtschaftskreisläufe vom Hausbau bis zum Abendessen bei den Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen für einen essentiellen Teil der Nachhaltigkeit, der aber nur durch eine glaubwürdige Kommunikation - wie wir das im Nachhaltigkeitsblog und überall sonst versuchen - mit Inhalt aufgeladen werden kann.
Fazit zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit
Eine Aktion macht einen Betrieb oder eine Gruppe nicht auf einmal nachhaltig, aber wenn nachhaltig engagierte Organisationen und deren Ziele durch die Aktion des Rates für nachhaltige Entwicklung mehr Aufmerksamkeit und Verständnis ernten, wurde schon viel erreicht. Alle Aktionen in Deutschland sind hier einsehbar.
Diese Frage könnte den ein oder anderen Leser wundern, vor allem, wenn er in der Hersbrucker Zeitung las, dass ich angeblich "slow" mit "langsam" übersetzt hätte, was ich erstens nie tun würde und was auch im Original von Wolfgang Plattmeier nur ein Zitat sein sollte, aber das macht ja nix, jeder Bericht ist wichtig und das Thema ist nun mal nicht leicht.
Trotzdem müssen wir diesem Imageproblem ins Auge sehen, also versuche ich hier und jetzt, die Entstehung von Slow Food in Italien und in Nürnberg und die Entwicklung der Slow Cities in Italien und Hersbruck aus unserer Sicht Revue passieren zu lassen, wobei ich mich über jeden ergänzenden, korrigierenden oder widersprechenden Kommentar freue.
So fings 1986 an mit Slow Food Italien und Nürnberg
Man kann es überall nachlesen, 1986 gab es auf der spanischen Treppe in Rom ein Spaghetti-Protestessen gegen das erste Mc Donald´s, woraus 1989 die Slow Food Bewegung entstand. Im Jahr 1997 (als wir nach 9 Jahren in Hersbruck in Unterkrumbach bauten) hatten sie schon 60 000 Mitglieder in 35 Ländern, heute rund 100 000 in 150 Ländern.
Der Tag der Region 1998 in unserer Werkstatt
In diesem Jahr gründete in unserem Beisein meine Schulfreundin und Deutsch-Italienerin Manuela Sillius das Slow Food Convivium Nürnberg, welches sich am ersten Tag der Regionen in Unterkrumbach 1998 dank hoher Mitgliederzahlen bereits als "Hochburg im Genuß" darstellen konnte. Jetzt klingt der Begriff "Convivium" schon um einiges schicker als "Ortsgruppe" und obwohl damals Slow Food international noch die "Wahrung des Rechts auf Genuß" einforderte, gingen wir Nürnberger nicht zuletzt durch den frühen Kontakt zum Naturschutzzentrum Wengleinpark mit mehr Lehr-, denn reinen Genußveranstaltungen schon eher in die heutige philosophische Richtung, die sich mit den Schlagwörtern "gut-sauber-fair" sehr kurz und aussagekräftig beschreiben lässt.
Das Convivium schlief ein, als Manuela nach Italien ging, erst 2003 erweckte es Rudi Müller wieder zu neuem Leben und führte es einige Jahre sehr erfolgreich, bis seine Krankheit ihn zur Abgabe der Conviviumsleitung zwang, die Gerhard Tremel dankenswerterweise übernahm und dem Convivium einen Mitgliederzuwachs bescherte. Rudi Müller ist leider wenig später verstorben.
Rudi Müller rechts, Daniel Grabbe links auf der grünen Lust in Anwanden
Am 3. September 2011 übernahm Claus Fesel die Leitung des Conviviums, mit dem wir jetzt gemeinsam das schon im Jahr 1999 und 2003 abgehaltene Sommerfest wieder auferstehen lassen, diesmal zusammen mit der Cittaslow Hersbruck.
Die Entstehung der Slow Cities in Italien
Es waren fünf italienische Bürgermeister, die 1999 von der Slow Food Idee begeistert waren, dieselbe aber auf die ganze Stadt in all ihren Facetten übertragen wollten. Als intellektuelle Basis diente dazu die lokale Agenda 21 der Vereinten Nationen, was mir persönlich sehr wichtig ist. Die Vereinigung der lebenswerten Städte ist eben nicht einfach eine Weiterentwicklung der Slow Food Idee. Sie ist eine Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung, wie sie die Brundtlandkommission 1987 formuliert hat. Die Grundidee dazu lieferte bekanntlich vor genau 299 Jahren die Forstwirtschaft und sie hat sich zum Leitfaden für viele verantwortungsvoll agierende Kommunen und Betriebe entwickelt, in denen unzählige Agendagruppen und Projekte entstanden.
So wurde Hersbruck zur Cittaslow
Seinerzeit, genau am 25.Mai 2000 feierte Dr. Jörg Hahn von Original Regional seine hundertste Talkshow "Starke Köpfe" (nicht Töpfe!) und lud dazu alle ehemaligen Gäste ein, unter denen sich auch Manu Sillius und ich befanden. Seine an unserem Stehtisch beim Smalltalk eingeworfene Frage, welche Stadt sich als erste Slow City außerhalb Italiens eignen würde (so war damals die offizielle Bezeichnung der heutigen Cittaslows) brachte ich sofort Hersbruck ins Gespräch, weil durch die Vorarbeit von Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark in Sachen Regionalentwicklung schon viel erreicht war und sich auch der erste Tag der Regionen 1988 in Unterkrumbach zum Meilenstein der Regionalbewegung entwickelte.
rechts nach links: Wolfgang Plattmeier, Manuela Sillius, herwig, Rainer Wöfel, Johannes Michel in der Fuchsau
Also weihten wir Rainer Wölfel und Hersbrucks Bürgermeister Wolfgang Plattmeier in die Idee ein, und "Platti", wie er liebevoll genannt wurde, war raffiniert genug, die Bewerbung erstmal geschehen zu lassen, ohne sie mit allen Bewohnern persönlich zu diskutieren. Denn einerseits zweifelte er, ob sie überhaupt Erfolg haben würde und andererseits befürchtete er, dass eine Erklärung von "Langsamkeit" und "Entschleunigung" uns Anfänger wohl überfordert und die Idee gefährdet hätte. Gottseidank war und ist er aber selbst ein Genussmensch und so konnten wir zusammen mit dem damaligen Regionalmanager Johannes Michel eine sogar uns selbst beeindruckende Bewerbung losschicken. Denn was wir am Anfang noch für eine lustige Idee hielten, entpuppte sich beim Sammeln aller Zeitungsartikel, Plakate und Belege zu einer schlüssigen Dokumentation des bereits geleisteten aber auch über das noch Erreichbare. In unseren Augen erfüllte Hersbruck alle Kriterien und bei manchen Themen (wie zum Beispiel Abfall), war sie den Italieners sogar meilenweit voraus.
Also besuchten jene Bürgermeister uns dank der Hartnäckigkeit und des Charmes von Manuela am 18. Mai 2001 bei der Gewerbeschau auf dem Plärrer in Hersbruck und kochten gemeinsam in unserer Küche (die immernoch im regionalen Musterhaus im Einsatz ist) und zogen abends in den grünen Baum Kühnhofen, wo Hersbruck die Auszeichnung zuteil wurde. Die Bürgermeister verstanden sich untereinander so gut, dass Wolfgang Plattmeier daraufhin für viele Jahre die Cittaslowgeschicke Deutschlands leitete.
Warum gab es keine Bürgerbeteiligung beim Beitritt zur internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte?
Es taucht heute immer wieder die durchaus berechtigte Frage auf, warum Hersbruck ohne Bürgerbeteiligung zur Cittaslow geworden ist. Das erklärt sich einerseits von selbst aus der gerade beschriebenen seltsamen Entstehungsgeschichte (und weil 2001 noch niemand an sowas dachte), andererseits hat der Stadtrat der Annahme der Auszeichnung (und Verpflichtung!) dann doch weitsichtig zugestimmt. Heute würde man solche Prozesse sicher anders organisieren, aber seit dem 10 jährigen Jubiläum im Jahr 2011 steht es jedem Menschen frei, sich an der Entwicklung der Cittaslow im Rahmen der Workshops der zweiten Bürgermeisterin Brigitta Stöber zu beteiligen. Und weil wir grade bei Kritikpunkten sind: Wer glaubt, dass die erste nichtitalienische Slow City auch nur den Funken einer Chance gehabt hätte, den Namen von genau der Vereinigung zu ändern, in die sie grade aufgenommen wurde, der ...... irrt. Das "slow" gehört zur Idee einfach dazu, nicht zuletzt weil laut Satzung immer ein Vertreter von Slow Food im höchsten Organ sitzen wird. Da können alle Hersbrucker gleichzeitig den Michelsberg fürs Guinnesbuch im Purzelbaum runterrollen, das wird die internationale Vereinigung der lebenswerten Städte (mit Recht) nicht umstimmen - zumal ja erstmal ein vernünftiger Alternativvorschlag gemacht werden müsste. Die wichtigere Aufgabe besteht vielmehr darin, die "Slow-Skeptiker"dafür zu gewinnen, dass Slow eben AUCH Lebensqualität heißt, weshalb die Werkstatt-Tage 2012 just diesem Motto frönen.
Wie geht es weiter bei...
... Slow Food
Slow Food hatte bisher eine eher hierarchische Struktur, seit dem Führungswechsel 2011 leiten Claus Fesel und Peter Schubert eine ziemlich coole Gang, die via Web 2.0 vernetzt ist und bei der sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen kann. Kennenlernen kann man sie nicht nur am 22. Juni in Unterkrumbach und bei allen anderen Veranstaltungen, die auf der Website angekündigt werden, sondern auch im Slow Food Nürnberg Blog, in dem von allen Veranstaltungen und Vorhaben berichtet wird und das beweist, dass Slow Food im 340 Mitglieder zählenden Convivium Nürnberg keine elitäre SchickiMicki-Truppe ist, sondern ein Zusammenschluss von wissbegierigen und verantwortungsbewussten Menschen jeden Alters. In ganz Deutschland sind es übrigens 11 000 Mitglieder in 79 Convivien.
... Cittaslow
Für die Cittaslow Hersbruck nahm sich der neue Bürgermeister Robert Ilg den 10. Geburtstag 2011 zum Anlass, die Ideen weiter in die Bevölkerung zu tragen, was zunächst beim Kochen auf der Gewerbeschau und durch eine Ergänzung des Bürgerfestes um Interviews zur Cittaslow geschah, seither aber von regelmäßigen Arbeitskreisen verwirklicht wird, die die 2 Bürgermeisterin Brigitta Stöber moderiert. Parallel dazu haben zwei Bürgerreisen nach Italien das Slow-Bewußtsein gestärkt. Nachlesen kann man das sowohl im Nachhaltigkeitsblog unter der Kategorie Slowfood und Cittaslow, als auch in einem eigens angelegten Wiki, das aber noch ein paar kompetente Mitstreiter brauchen könnte.
Fazit
Beide Vereinigungen sind der Nachhaltigkeit verpflichtet, Cittalsow über die Agenda 21 und Slow Food über das "gut-sauber-fair" Prinzip. Beide Vereinigungen sind auf die Mitarbeit alle Mitglieder oder Mitbewohner angewiesen und beide Vereinigungen müssen deshalb nach innen und nach außen Überzeugungsarbeit leisten. Was liegt also näher, als auf Organisations- und auf Veranstaltungsebene die Gemeinsamkeiten zu pflegen und wo es Sinn macht auch zusammenzuarbeiten. Wir würden uns freuen, wenn die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage dazu einen Beitrag leisten könnten.
Im Mai 2001 wurde Hersbruck als erste deutsche Stadt Mitglied in der "Vereinigung Lebenswerter Städte". Seither darf sich Hersbruck "Slow City" oder "Citta Slow" nennen. Das Prinzip Slow City erstreckt sich nicht nur auf bewusste und nachhaltige Esskultur, sondern auch auf ein lebensfreundliches, regionaltypisches Lebensumfeld. Das beinhaltet den öffentlichen Nahverkehr ebenso wie den Umgang mit Energie und die Pflege der regionalen Kulturszene. Christina Claus hat fürs Notizbuch die erste "Citta Slow" Deutschlands, um "Nah dran" zu erfahren, was sich in Hersbruck seit 2001 verändert hat. Dieser kostenlose Download ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes Notizbuch - Nah dran - Bayern 2.
Unsere ebenso angehende wie angenehme Schreinerin Christiane Suttner arbeitet im Moment schon am Gesellenstück und sucht ab 15 Juli eine Wohnung (bis 350 € warm) in dörflicher Lage im Hersbrucker Umland. Wer eine angenehme Bleibe wüsste, möge sich per Telefon 09151 862 999 oder email info@die-moebelmacher.de bei uns melden. Als Vermittlungsprovision winkt ein Brotzeitbrettchen, auf Wunsch natürlich handsigniert ...
In Zeiten, da niemand mehr so richtig glauben will, haben wir den Beweis, dass der Pfingsthase existiert. Auf 70 Meter Entfernung genau, am Pfingstmontag um 7:30 ward er in unserem Holzlager gesehen und mit der neuen Sony DSC-WX100 (von Foto Steinbauer) durch das Badezimmerfenster hindurch festgehalten. Also dort, wo ihre neue Küche oder das Wohnzimmer noch auf Sie wartet.
Nach 24 Jahren Erfahrung könnten wir uns durchaus vorstellen, dass ein heiliger Geist auf unserem Gelände tätig ist und dass der Pfingsthase, der sonst an dieser Stelle meist dem Fuchs Gute Nacht sagt (was wir im Jahr 2007 beobachteten), sich ein wenig mit ihm austauschen wollte. Allerdings sind die Fotos vom Hasen noch schärfer, als die vom Geist, vielleicht möchten Sie sich bei den Werkstatt-Tagen vom 22. bis 24. Juni selbst ein Bild von der Lage Ihres Holzes machen? Nur zur Orientierung das Geländefoto von Stefan Harries:
Pusteblumen auf unserer Streuobstwiese, das Video dazu finden Sie weiter unten
das ist die herzliche Einladung an Sie und Ihre Freunde zu den 14. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen vom 22. bis 24. Juni. Zwei Tage der (bei uns eigentlich immer) offenen Tür in Werkstatt und Ausstellung zeigen wir Live-Schreinern und die neuesten Entwicklungen beim gesunden Schlafen, Kochen und Wohnen. Eingerahmt zwischen Freitag und Sonntagabend von einem spannenden Begleitprogramm:
Freitags trifft Slow Food auf Cittaslow, beim Werkstatt-Gespräch am Samstag mit Prof. Andreas Emminger und Viola Schulze-Dieckhoff geht es um Architektur, Stadtplanung und Lebensqualität und beim Abschlusskonzert am Sonntag gibt die Orchestergemeinschaft Hersbruck Haydn, Schubert und Ghade. Mit einer frühzeitigen Anmeldung würden Sie unsere Planung sehr erleichtern.
Als Kontrast zum Küchenarbeitsplattengewaltvideo im letzten Newsletter sehen Sie diesmal eine schöne Frau entlang der Kitschkante durch Pusteblumen laufen, unser Spezialschneidbrett (nicht nur) für Dampfgarerbesitzer kann im Moment noch zum Supersonderpreis bestellt werden, genauso wie ein Miniweinkühlschrank von Liebherr und viele andere Dinge aus unserer Ausstellung. Hätten Sie vielleicht Interesse an Möbeln aus alten Kirchenbänken oder haben Sie zufällig eine Wohnung für unsere Schreinerin frei?
Statt den Newsletter zu lesen können Sie ihn auch in 3 Minuten im Video hören und zusehen:
++++++++++
Unsere Themen heute:
1. Werkstatt-Tage mit Slow Food, Werkstattgespräch zur Lebensqualität und Abschlusskonzert
2. Rundbänke fürs Gymnasium und unser Stehpult als iPult für Tablettcomputer
4. Greenpeace und Bund Naturschutz gegen Forstbetriebsgemeinschaft und Staatsforsten?
5. Pusteblumen auf Streuobstwiese, Sofa Tigra und Birnbaumtisch in unserer Ausstellung
6. Kurznachrichten: +++ Schreinerin sucht Wohnung +++ Tatort Franken 3 +++ Sonderangebot Weinkühlschrank von Liebherr und Kaffeeautomaten von Miele +++Betriebsverführungen mit Schreinern, russischer Unternehmerin und geistig behinderten Menschen+++profane Möbel aus dem klerikalen Holz einer Kirche?+++Pinterest-Board zum Thema Füße-Beine-Schuhe+++
++++++++++
1. Werkstatt-Tage mit Slow Food, Werkstattgespräch zur Lebensqualität und Abschlusskonzert
Gunther Münzenberg zeigt auch, wie eine CNC-Maschine arbeitet
Zwei Tage der offenen Tür Am Samstag und Sonntag (23. und 24. Juni) zeigt Gunther Münzenberg anhand von aufwändigen Schneidbrettern (ideal für Besitzer eines Dampfgarers) beispielhaft, wie bei uns Möbel aus heimischem Holz hergestellt werden.
Die Spezial-Schneidbretter für das Live-Schreinern kosten nur 50 Euro für Schnellbesteller
Wer diese edlen Teile schon im Vorfeld bestellt, bekommt sie für 50 Euro (statt 150.-). Gleichzeitig geht es in unserer Ausstellung um gesundes Schlafen, Kochen und Wohnen, wobei es auch hier eine Reihe von Sonderangeboten gibt, die Sie auf der Sonderseite nachlesen können.
Wir machen es uns in der Werkstatt gemütlich, genießen das Heimat aufm Teller Menü und philosophieren über SlowFood und Cittaslow
Das Rahmenprogramm Das Rahmenprogramm beginnt am Freitag, 22.Juni mit demSlow food-Cittaslow-Sommerfest, bei dem es Feines von Heimat aufm Teller und den Miniköchen (plus Hans Peter Eberhard und Hans Heberlein) gibt und nebenbei die Philosophie beider Vereinigungen erklärt wird. Bitte rechtzeitig anmelden, am Besten auch auf der Slow Food Seite, wo man auch gleich den Menüpreis (37.- €) entrichten kann.
Prof. Andreas Emminger hält den Einstiegsvortrag für das Werkstatt-Gespräch über Architektur, Stadtplanung und Lebensqualität
Das krönende Abschlusskonzert bietet die Orchestergemeinschaft Hersbruck am Sonntag um 17 Uhr. Unter der Leitung von Friedemann Pods und dank der Organisation von Dr. Klaus Vornberger spielen die Musiker mit dem Solisten Armin Rothe das Trompetenkonzert von Haydn, die Sinfonie Nr. 83 von Haydn, das Violinkonzert von Schubert und die Serenade von Ghade.
Mit einer Anmeldung würden Sie uns einen großen Gefallen tun, denn von der Bestuhlung bis zu den Getränken sind viele Dinge von der Besucherzahl abhängig.
2. Rundbänke fürs Gymnasium und unser Stehpult als iPult für Tablettcomputer
Normalerweise bieten die zwei Rundbänke den Schülern in der Pause eine angenehme Sitzmöglichkeit, aber man kann sie auch zu ganz neuen Figuren verbinden
Die Rundbänke lassen sich ganz einfach zu raffinierten Formen verbinden
Es war ein langer Entstehungsprozess, aber jetzt haben wir gemeinsam eine Lösung erarbeitet, die allen Anforderungen des Paul Pfinzing Gymnasiums gerecht wird. Dank für die fruchtbare Zusammenarbeit an Wolfgang Pöhner, Ulf Geer und vor allem an den Förderverein. Die Entstehungsgeschichte der Möbel ist samt vieler Zeichnungen im Nachhaltigkeitsblog dokumentiert.
Weil Marmot auf Kataloge verzichtet, bekommen die digitalen Alternativen einen neuen Träger
Dort stellen wir auch den Prototyp, des speziell für das iPad entwickelten Stehpultes vor, welches deshalb eigentlich iPult heißen müsste, wenn die Firma mit dem angebissenen Apfel nicht alles abmahnen würde, was mindestens ein “Ei” trägt. Dieses Möbel bietet auf Wunsch sogar die integrierte unsichtbare Verkabelung (des W-lans, hihi) und es ist natürlich diebstahlsicher ausgerüstet (wird rund 500 Euro kosten).
++++++++++
3. Was das Pflegen von Öloberflächen mit Eishockey zu tun hat
Lackiertes Massivholz ist wie ein
Mannequin in Eishockeyausrüstung -
Verschwendete Schönheit.
Horst Hager ist unser Mann für perfekte geölte Oberflächen auf massivem Holz
Sicher wird Deutschland nicht darüber diskutieren, ob das ein grasses Gedicht oder nur platte Werbung für die Oberflächenphilosophie in Unterkrumbach sei, aber wir haben zwischen Tür und Angel mit Fotos und Zahlen – wie wir meinen – glaubwürdig belegt, warum Naturharzöl nicht nur die ökologischste, sondern auch die funktionalste Art der Oberflächenbehandlung von Massivholz ist. Und nebenbei auch noch erklärt, wie es zum Ausdruck “Fehler ausbügeln” kam. Sollten Ihre Oberflächen, ähem, also die Ihrer Möbel, mal eine Überarbeitung nötig haben, wird sich genau jener Horst Hager drum kümmern, der auch unsere 15 Jahre alten Türen wieder auf neu getrimmt hat. Die Details sind hier nachzulesen: Warum nur unsere geölten Oberflächen ein Leben lang Freude machen.
++++++++++
4. Greenpeace und Bund Naturschutz gegen Forstbetriebsgemeinschaft und Staatsforsten?
Im letzten Newsletter haben wir schon erwähnt, dass wir gerade als Fördermitglieder die aktuelle Kampagne von Greenpeace zu den alten Buchen im Spessart als nicht besonders hilfreich empfinden, weil das Ernten alter Bäume pauschal als Akt gegen die Natur dargestellt wird.
Im Jahr 2002 haben wir in Unterkrumbach zusammen mit dem Bund Naturschutz, dem Naturschutzzentrum Wengleinpark und Forstleuten das Brett einer alten rotkernigen Buche in eine Journalistenkamera gehalten, was damals alle zusammen als Symbol der vorbildlichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe bezeichneten. Hat Greenpeace daran was geändert?
Obwohl wir genau zu diesem Thema zusammen mit dem Bund Naturschutz schon vor 10 Jahren erklärten, warum die sinnvollste Nutzung wertvollen Holzes die Veredelung in langlebige Möbel ist, wird hier ein Horrorszenario aufgebaut, dass unsichere Menschen zum Kauf von Plastikmöbeln motivieren könnte, obwohl sie damit das Gegenteil von Naturschutz unterstützen würden. Ein kleiner Entwurf eines Blogbeitrags hat schon beim Verschicken an Insider im Vorfeld so viele Reaktionen ausgelöst, dass wir diese noch gar nicht einarbeiten konnten. Deshalb hier nur zum Einstieg die Reaktion von Dipl.-Forstw. (Univ.) Michael Müller, Geschäftsführer unserer Forstbetriebsgemeinschaft im Nürnberger Land. Auch er ist im Prinzip beeindruckt von der greenpeaceschen Propagandaleistung, aber abgeschreckt von vielen fachlichen und vor allem moralischen Mängeln. Aber lesen Sie selbst, im Moment diskutieren wir auch mit dem Fernsehen, auf welchem Weg wir der ebenso oberflächlichen wie spendenheischenden Kampagne objektive Informationen entgegensetzen könnten. Nicht, dass auch Greenpeace einige Argumente hätte, aber diese Art der Kommunikation ist weder für die Natur, noch für die Menschen, die mit Holz zu tun haben (wollen) hilfreich. Einen kurzen objektiven Beitrag zur verfehlten Kampagne kann man auch bei Quer ansehen.
++++++++++
5. Pusteblumen auf Streuobstwiese, Sofa Tigra und Birnbaumtisch in unserer Ausstellung
Jessica wartete im Auto auf ihren Mann, der als Mitarbeiter unseres IT-Dienstleisters innecom bei Ute Danzers Rechner etwas austauschen wollte. Als er zurück kam, war das Video schon gedreht und die Pusteblumenwiese schon fast gemäht. Hier das Video, die vollständige Geschichte im Blog.
Außergewöhnlicher Tisch aus Brinbaun bis zu den Werkstatt-Tagen in unserer Ausstellung
Die "Szenen einer Ehe" sind nur eine Fotomontage, es geht um das neue Sofa Tigra von Jori mit dem Rollhocker
Und weil wir dann schon mal dabei waren und am nächsten Tag unser neues Sofa Tigra geliefert wurde, haben wir gleich einen Fototermin ausgemacht, zu dem wir aber unbedingt auch einen Mann brauchten, denn die Forderungen einiger Mädels auf Facebook nach hübschen Männern rissen nicht ab.
Eine hochhackige (naja eher selten) Expertinnenkommission wählte unseren schönen Schreiner Nils Hager, der den begossenen Pudel nur in einer Photomontage mimte. Und weil gleichzeitig auch der Birnbaumtisch mit Glasgestell fertig wurde, haben wir das gleich zusammen erledigt.
++++++++++
6. Kurznachrichten: +++ Schreinerin sucht Wohnung +++ Tatort Franken 3 +++ Sonderangebot Weinkühlschrank von Liebherr und Kaffeeautomaten von Miele +++Betriebsverführungen mit Schreinern, russischer Unternehmerin und geistig behinderten Menschen+++profane Möbel aus dem klerikalen Holz einer Kirche?+++Pinterest-Board zum Thema Füße-Beine-Schuhe+++
+++Schreinerin sucht Wohnung+++
Ab dem 15 Juli sucht unsere Schreinerin Christiane Suttner eine Wohnung in dörflicher Lage im Hersbrucker Umland (bis 350 € warm), welche wir potentiellen Vermietern nur wärmsten als angenehme Mieterin empfehlen können. Einfach bei uns anrufen 09151 862 999, oder mailen info@die-moebelmacher.de. ++++
+++ Tatort Franken 3 +++
Unglaublich, was man in den Krimikurzgeschichten aus dem Verlag Ars Vivendi alles wiedererkennt. Wir empfehlen den Blogartikel darüber und das Buch selbst nicht minder. ++++
+++Sonderangebot Weinkühlschrank von Liebherr und Kaffeeautomaten von Miele+++
Der kleine Weinkühlschrank ist übrig
Weil wir in der Brown Sugar Küche den Mini-Weinkühlschrank FKV 502/20 wieder gegen den (eigentlich eingeplanten Einbau-Kaffeeautomaten von Miele austauschen, ist der Weinkühlschrank übrig und kostet statt knapp 700 € nur 490.- bei Selbstabholung. Ein weißer und ein schwarzer Kaffeeautomat Miele CM5000 kosten aus unserer Ausstellung nur noch 829.- Euro. Alle anderen Sonderangebote auf der Sonderseite der Homepage+++
+++Betriebsverführungen mit Schreinern, russischer Unternehmerin und geistig behinderten Menschen+++
+++profane Möbel aus dem klerikalen Holz einer Kirche?+++
Daraus könnten wir Ihre Möbel bauen
Eine Kirche sucht nach Spenden und gibt dafür einige ihre Kirchenbänke aus massiver Eiche im (vertrauten) Alter von 50 Jahren ab. Wir haben die Bänke schon besichtigt und machen gerne Möbel für Sie draus, Anruf genügt, dann sichern wir uns die edlen Zeugen der Zeitgeschichte.+++
+++Pinterest-Board zum Thema Füße-Beine-Schuhe+++
Aus Jux und Tollerei entstand das gemeinsame Pinterest-Board an der Fetisch-Grenze zu Füßen, Beinen und Schuhen mit einer nicht beabsichtigten deutlichen Tendenz zu schönen Beinen. Aber sehen Sie selbst bei Pinterest.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Besuchen Sie uns während der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 22. bis 24. Juni, hier finden Sie alle Infos dazu und hier könnten Sie sich anmelden. Muss nicht sein, wäre nur schön. Wir freuen uns immer auf Ihren Besuch und wünsche schöne Pfingtsfeiertage
Horst Hager ist der Fachmann für unsere Öloberflächen auf Massivholzmöbeln, -Küchen und Türen. Nach 15 Jahren fanden wir es an der Zeit, die im Griffbereich nicht mehr ganz sauberen Türen in Unterkrumbach wieder in ihren Ursprungszustand zurückzuversetzen.
Gleichzeitig lese ich auf der Holzwurmsseite einen Artikel von Michael Finger über die vermeintliche Pflege von Tischplatten aus Massivholz, dem ich an vielen Stellen nicht zustimmen kann. Zum einen kann man nicht oft genug richtigstellen, dass "Echtholz" einfach nur Spanplatte mit mindestens 0,7 Millimeter Furnier ist, zum anderen stört mich der vermittelte Eindruck, das Kunstharzlack eine Alternative für Holzoberflächen wäre, die noch dazu weniger Arbeit mache.
Lackiertes Massivholz ist wie ein Mannequin in Eishockeyklamotten - schade um die Schönheit
Auf diesem Foto sieht man, wie eine ungepflegte geölte Tür nach vielen Jahren verschmuddeln aussieht. Mit dem gleichen Öl, mit dem sie 1997 ursprünglich behandelt wurde, pflegt sie Horst mithilfe eines Schleifschwämmchens und ein wenig Schleifpapier für die hartnäckigen Stellen. Das dauert keine viertel Stunde, ist danach aber von einer neuen Tür nicht zu unterscheiden. Im Gegenteil, die nachgeölte Oberfläche ist noch stabiler, als sie vorher schon war. Sollten noch Macken drin sein, kann man dieselben mit Bügeleisen und nassem Lappen entfernen, weil die Hitze das Wasser in die zusammengequetschten Zellen drückt und sie wieder quellen lässt. Deswegen spricht man übrigens auch vom "Fehler ausbügeln", wirklich, das kommt von den Schreinern (die Kürschner - das sind die, die mit Pelzen arbeiten - behaupten übrigens auch das "Fehler ausbügeln" erfunden zu haben, aber die lügen natürlich). Diese Technik funktioniert genauso wie das Nachölen bei Fußböden und Küchenarbeitsplatten genauso. Wenn ein Lack die ersten Risse bekommt, das Wasser eindringt und grau wird, kann man warten bis es (man) schwarz wird, denn das eingedrungene Wasser kann nicht abdampfen und wird eben schwarz, was wir in einem anderen Beitrag am Beispiel einer Küchenschranktür schon mal anhand eindrucksvoller Fotos erklärt haben. Es ist bei uns also weder Zufall noch ökologisches Wunschdenken, sondern die Erfahrung aus mehr als zwei Jahrzehnten, dass wir unsere Massivholzmöbel, -küchen und Fußböden in einem aufwändigen Verfahren mit Naturharzöl veredeln und nicht einfach lackieren. Langlebigkeit, samtweiches Tasterlebnis und gesundes Wohnklima durch das Aufnehmen und Abgeben von Lufteuchtigkeit vermitteln ein Wohnqualität, die eine Beschichtung mit Kunstharz nicht bieten kann.
Haben wir schon erwähnt, dass wir auch immer wieder gerne schöne Türen bauen?
Die Dorfgemeinschaft Münzinghof hat 120 Bewohner, Unterkrumbach nur 106, aber das ist ja nur ein "normales Dorf", während der Münzinghof:
DIE DORFGEMEINSCHAFT MÜNZINGHOF
IST HEIMAT
FÜR
MENSCHEN
, die auf Grund ihres anders-Erscheinens daran gehindert werden, in
WÜRDE
UND
größtmöglicher Selbständigkeit zu leben,
MENSCHEN
, die durch das Stigma der "geistigen Behinderung" in ihrem
RECHT
auf freie Wahl des Lebensortes, auf Partnerschaft und Familie, auf angemessene Arbeit, auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft benachteiligt, bevormundet, behindert werden.
Als Teil der Berufsausbildung haben die beiden Betreuerinnen das große Thema Holz mit einem Besuch in einer Schreinerei ergänzt. Unsere klassische Führung vom Holzlager über die Werkstatt in die Ausstellung haben die jungen Menschen natürlich sehr unterschiedlich wahrgenommen, für mich selbst weckte es durchaus angenehme Erinnerung an die Arbeit mit Behinderten während des Zivildienstes.
Im Gespräch mit den Jugendlichen und den Pädagoginnen kamen aber auch einige Ähnlichkeiten zwischen den Ansätzen der Möbelmacher und dem Münzinghof zutage. So zum Beispiel die Ganzheitlichkeit des Anspruches nicht nur in ökologischer Hinsicht, sondern in der regionalen Waldschöpfungskette bei uns, oder dem nahezu autarken Gedanken der Gemeinschaft, der auch die eigene Herstellung von Lebensmitteln umfasst. Auch unsere Mitarbeiter lehrt eine solcher Besuch nicht nur Dankbarkeit für die Gesundheit der eigenen Familie, sondern auch Respekt vor der Arbeit der Pädagogen und der Gemeinschaft, die durch die selbstgestellte Aufgabe über die reine Betreuung hinaus diesen Menschen die "Entfaltung ihrer Persönlichkeit" und ein Leben in Würde ermöglichen.
Vielleicht haben wir sogar mehr von unseren Besuchern gelernt, als andersrum, vielen Dank dafür.
Von Linz in Österreich nach Schwanenstadt sind es nur 30 km, wohin die gesamte Produktion der Pro Natura Bettwaren umgezogen ist, weil JOKA Pro Natura quasi als Tochter adoptiert hat. 16 Pro Natura Fachhändler waren der Einladung zum ersten Workshop gefolgt, der im Joka Showroom aber auch in der Fertigung stattfand (und zwei weitere Workshops werden mit den anderen Kollegen folgen).
Schon in der Vorstellungsrunde wurde klar, dass alle Beteiligten nicht nur daran interessiert sind, dass das Pro Natura Produktprogramm wie bisher auf absolute Reinheit der Materialien achtet, dass die lebenslange Ergänzungs- und Austauschbarkeit der Systeme gewährleistet bleibt und dass auch in Zukunft die "Pro Natura Familie" mit regelmäßigen Treffen die Kompetenz der Händler und deren Zusammenhalt stärkt. Genauso wichtig, wie das Fortführen des Bewährten war den Händlern auch eine Weiterentwicklung zu einem modernen, emotionalen Markenauftritt und die bestmögliche Nutzung der Synergieeffekte.
JOKA ist ein Spezialist für Polsterbetten und Verwandlungssofas, Pro Natura für gesunde Naturmaterialien. Wir haben schon 2009 in Larasloft ein Polsterkopfteil mit einer Liege aus Massivholz kombiniert, jetzt geht es darum, die durchaus beliebte Optik der Polsterbetten in gesunden Materialien und perfekter Ergonomie umzusetzen und das in die Premiummarke Pro Natura sinnvoll zu integrieren.
In der Einführung des engagierten Geschäftsführers Gerold Fallend (Bild 1) hat er genau diese Perspektive der Synergien herausgestellt, auch wenn es im Moment zunächst darum geht, die Umstellung so reibungslos wie möglich zu organisieren. Das sollte für den seit 1921 bestehenden Familienbetrieb mit rund 20 Millionen Umsatz eigentlich kein Problem sein, wovon wir uns bei einer Führung durch die Fertigungshalle überzeugen konnten. Aber auch die Fertigung der Polstermöbel in einer großen Schreinerei und Polsterei war beeindruckend und weist nicht nur in der Brikettierung und Nutzung der Holzabfälle für die Heizung des ganzen Geländes einige Parallelen zu den Möbelmachern auf. So ganz nebenbei: die Schlafsofas von Joka sind preislich sehr attraktiv, was trotz deutlicher Preiserhöhung in einer ökologischen Variante immernoch preiswert sein wird. Ich freue mich nicht zuletzt für unser eigenes Gästezimmer darauf.
Firmenchef Johann Kapsamer (im Anzug neben seinem Produktionsleiter Markus Köstl) schaffte in seiner Vorstellung viel Vertrauen, seine Tochter Anna nahm als ebenso frischgebackene wie sympathische Mitarbeiterin in der Geschäftsleitung am Pro Naturaseminar teil und begeisterte sich für Naturprodukte und eine Firmenkultur, die nur über geschulte Fachhändler so gelebt werden kann. Eine Konsequenz, die Joka in ihren Showrooms (die man heute Flagshipstores nennen würde) in Österreich ähnlich umsetzt, denn auch dort wird nur der Fachhändler unterstützt und kein Factory Outlet für schnäppchengierige Billigkäufer errichtet, wie das in Deutschland leider in vielen Branchen Mode ist.
Die Pro Natura Händler waren trotz einiger Spanplatten und Polyesterpolster von Jokas Familientradition und Philosophie schwer beeindruckt. Auch wenn die Pro Natura Produkt Schulung aufgrund der neuen Umstände vor allem für Neueinsteiger etwas zu kurz kam, hoffen alle Teilnehmer auf die von Gerold Fallend skizzierten neuen Horizonte. Wie immer, war der Abend vor der Schulung, an dem man sich mit vielen Kolleginnen und Kollegen austauschen konnte, ein ganz wichtiger Teil der Reise, denn eine Familie wächst am besten bei zwanglosen Gesprächen am vollzählig besetzten Tisch zusammen.
Vielleicht können wir die besten Erfahrungen der Firma Joka und Pro Natura zusammenbringen, dann würden vor allem unsere Kunden von ganz neuen Möglichkeiten profitieren. Wir Möbelmacher freuen uns auf jeden Fall auf eine freundschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit und stehen gerne hilfreich zur Seite.
Wer noch mher Fotos sehen will, schickt uns eine Mail an herwig.danzer@die-moebelmacher.de und bekommt den Zugang in die Dropbox.
Weil via Facebook und Twitter von unseren 10 Sonderangebotsbrettern für die Werkstatt-Tage schon einige weg sind, schnell noch der Artikel ins Blog, dass auch "normale" Internetnutzer und anständige Blogleser in den Genuss des günstigen Preises kommen können.
Wir brauchen wieder was Kleines zum Live-Schreinern und da werden wir in diesem Jahr unser beliebtes Schneidbrett mittels handwerklichen klassischen Gratleisten so weit erhöhen, dass Sie erstens eine angenehme Höhe zum Schneiden haben und zweitens ein Teller oder Garbehälter der Dampfgarer drunter passt. So kann man nämlich schneiden und das Ergebnis gleich in den Behälter fallen lassen (natürlich ohne die Rille an der Bedienseite). Das von uns vorgeschlagene Maß ist 46 mal 35 cm, aber es gehen natürlich auf Wunsch auch alle anderen Maße. Das am Bild gezeigte Brett ist nur eine gemogelte Fotomontage, sobald der Prototyp gemacht ist, schieben wird das Originalfoto nach.
Bis dahin sind die 10 Sonderangebote für 50 € (statt kalkulierter 150€) hoffentlich schon weg, aber vielleicht fällt uns ja noch was ein, wie wir danach weitermachen. Denkbar wäre auch ein Kombiset mit unseren Messern von Solicut (ehemals Goldhamster), auf dass wir Brett und 95 Euro Messer zusammen für 150 anbieten, oder eine Kombination mit den Edelstahlgarbehältern (gelocht oder ungelocht) von denen man auch nie genug haben kann (wenn jemnd daran Interese anmeldet). Wer Ideen hat, möge diese bitte im Kommentar oder per Mail oder Telefon einbringen.
Natürlich kann man sich auch unsere "normalen" Schneidbretter und die kleine Brotzeitbrettchen im Vorfeld bestellen, dass solche Entscheidungen aber nicht einfach sind, beweist Renate Künast auf dem Foto, dass man sich aber sehr drüber freut beweist Amelie.
+++++++++++++++
Die Sonderseite der Werkstatt-Tage ist zwar noch nicht fertig, aber hoffentlich bald:
Einer unserer Kunden stellt ganz auf digital um, will aber für seine Läden und Veranstaltungen auch ohne gedruckten Katalog trotzdem alle Infos verfügbar halten. Auf der Basis unserers bekannten Stehpults hat Gunther Münzenberg dann ein Konzept und einen Prototypen entwickelt, der das iPad in verschiedenen Höhen angenehm bedienbar macht, gut aussieht und nochdazu absolut sicher vor Diebstahl schützt. Als Alternative zu unserem Fuß aus Edelstahl kam mal wieder mehr Holz zum Einsatz, ebenfalls mit einer ganz raffinierten Verbindungstechnik für die CNC-Fräse optimiert.
Wer an solchen edlen Teilen aus dem Holz der Hersbrucker Alb (werden wohl wie die Stehpulte auch bei rund 500 Euro liegen) Interesse hat, kann sich gerne an uns wenden.
Die Idee ist, man wünscht sich ein Möbel, geht zu den Möbelmachern und die machen das.
Ist im Prinzip auch so, nur sind zwischen erstem Gedanken und der Umsetzung häufig noch viele Zwischenschritte.
Denn meist hat man eine Kombination von Wünschen an die Funktion der Einrichtung und eine vage Idee vom Aussehen, die man im ersten Gespräch anhand des Grundrisses und vielleicht ein paar Fotos des einzurichtenden Raumes austauscht und aus dem ein erstes Skribble entsteht.
Gymnasium Hersbruck
Der in diesem Fall einzurichtende Raum musste nicht per Grundriss oder Fotos kommuniziert werden, denn die Aula des Hersbrucker Gymnasiums kennt herwig Danzer anlässlich vieler zu Schülerzeiten geschleppten Bühnen und Stühlen immernoch ziemlich auswendig, trotzdem war der Prozess bis zur Fertigstellung der Bänke ein kreativer Austausch aus Schulleitung, Einrichtern, Kunstlehrern, Meistern und Schreinern, den wir hier beispielhaft dokumentieren möchten.
Der erste Gedanke war das Pendant zu den vor 6 Jahren gefertigten Bänken für die Aula, die nach dem Auseinandernehmen eine Menge Stühle bei Aufführungen in der Aula in der letzten Reihe ersparen würden. (Auf dem Foto der damals scheidende beliebte Kunst und Vertrauenslehrer Walter Plank und sein Nachfolger Ulf Geer).
Im Fluchtraum darf es nicht so viel Platz brauchen
Aber so eine Schulaula darf nicht nur gut aussehen und nebenbei Platz für eine ziemlich große Zahl von Schülern bieten, sie muss auch sämtliche rechtliche Auflagen erfüllen, denn die Möbel dürfen den Fluchtweg zum Beispiel im Brandfall nicht einschränken. So kam der Gedanke, die Bänke kürzer, aber vierseitig nutzbar zu machen, was allerdings vier Bänke und eine aufwändige (auch finanziell) Lehnenkonstruktion bedeutet hätte.
Also kam der Gedanke wieder nur zwei Bänke ohne Rückenlehne zu bauen und dieselben mit Zwischenstücken zu verbinden.
All diese Konstruktionen hätte man noch als Reserveplätze in der Aula bei Aufführungen verwenden können, aber der Reiz des Runden wurde stärker, zunächst planerisch mit zwei Bänken umgesetzt, dann aber in die endgültige Form mit drei Bänken gebracht. Diese lassen sich im Original beliebig - auch als Schlange -zusammenstellen und verbinden. Jetzt hoffen wir, dass davon auch rege Gebrauch gemacht wird.
6. Klasse als Empfangskommitee
Eine ganz nette Klasse nahm die Bänke in Empfang, trug sie rein und testete sie gleich ausgiebig. Der initiierende stellvtr. Schulleiter Wolfgang Pöhner und der ebenfalls planerisch aktive Kunstlehrer Ulf Geer waren von der Umsetzung der Zeichnungen beeindruckt, die mein Kompagnon Gunther Münzenberg raffiniert in Edelstahl und Holz verwirklichte. An der handwerklichen Ausführung waren dann unser Schlosser Robert Lindner und unser Schreiner Nils Hager beteiligt. Ich habs nur zufällig geliefert, weil bei uns wegen der mobilen Säge wichtige Leute nicht weg konnten.
Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit an alle Beteiligten und vor allem den Förderverein des Gymnasiums für die Finanzierung, denn leider gibt "so etwas" der normale Schuletat nicht her. Es ist immer wieder ein schönes Gefühl in der Schulaula zu stehen und viele noch bekannte Lehrer zu treffen, auch wenn in diesem Jahr schon unser 30-jähriges Abitur gefeiert werden wird.
Vereinfacht ausgedrückt ist es ja so, dass wir von den Bäumen, die uns die Waldschöpfungskette der Frankenalb beschert, alles wegschneiden, was nicht nach Küche oder Schlafzimmer aussieht. Die Waldarbeiter sorgen schon mal dafür, dass wir uns nicht auch noch mit Ästen beschäftigen müssen, und so wird ab Dezember das Rundholz bei uns angeliefert. Im ersten Schritt wird meist im April von den Stämmen (wir sind nämlich Stammkunden) die Rinde entfernt, weil sich darin Tierchen aufhalten, die sich als Vegetarier über unsere Holzvorräte hermachen wollen. Das kostet pro Jahr Lagerzeit ein paar Zentimeter Material und gleichzeitig sind in der an sich schon sehr harten Rinde neben den Tierchen manchmal auch noch Steinchen. Das Sägeblatt der mobilen Säge in der Woche darauf bleibt dank der Entrindung also wesentlich länger scharf.
Die Monstermaschine der Brüder Feulner haben wir schon einige Male hier beschrieben, deswegen gibt es in diesem Jahr mal ein ausführliches Video dazu.
+++++++++
Die ganze Waldschöpfungskette (mit Videos) auf der Sonderseite "Vom Baum zu Tisch."
Nicht alle unserer Kunden wissen, dass wir uns auch gerne um die Fensterdekoration unserer Kunden kümmern. Meist eine moderne Gestaltung, zusätzlich zu den Holzjalousien und Flächenvorhängen von Ann Idstein, zu der die Stoffe von Kinnasand hervorragend passen, weshalb deren Zusammenarbeit auch sehr eng ist.
Der Stoff-Frühling in München ist eine tolle Veranstaltung, bei der fast alle Stoffhersteller zur Hausmesse in der Münchner Innenstadt einladen und die Wege zwischen den einzelnen Showrooms mit einem Taxishuttle verbinden.
Das ist für Raumausstatter, die mit 20 Stoffherstellern zusammenarbeiten super, wir versuchen unsere Umsätze auf ein, maximal zwei Hersteller zu bündeln, denn wir wollen ein langlebiges Angebot und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Trotzdem nutzen wir den Münchner Stoff-Frühling, um auch mal um bei anderen Herstellern, aber auch an der Münchner Luft zu schnuppern, die wir während unseres Studentenlebens so schätzten.
Die Raumausstatterin Lydia Dorn ist seit vielen Jahren für Franken und uns zuständig und es macht immer wieder Freude, ihrer engagierten optischen und technischen Beschreibung der neusten Kreationen der Designer zu hören.
Selbst völlig abgefahrene Themen, wie die, der alten Teppiche aus Hanf, die man Nomaden abgekauft und mit modernster Technik zu zeitgemäßen Teppichen umgestaltet hat, nimmt man der sympathischen jungen Frau ab. Auch wenn man nicht glauben kann, dass man in Unterkrumbach für dieses Thema Kunden fände, aber wer weiß das schon im Vorfeld?
In Patchworkarbeit entstehen aus bis zu 60 Jahre alten gebrauchten Teppichen neue Unikate, die nach bestimmten Farbschemen neu gefärbt und vernäht werden. Nicht unattraktiv, aber für unsere Ausstellung vielleicht eine Nummer zu exotisch? Denn wir entwerfen die Teppiche mit unseren Kunden gemeinsam und freuen uns über die passende Größe, die passenden Farben und das individuelle Design.
In drei Wochen sind bei uns wieder die - nach unserer Meinung - attraktivsten neuen Stoffe zu bewundern, gerne bauen wir auch die Schlaf-, Wohn-, Arbeitszimmer oder Küchen für Sie passend dazu.
+++++++++++++++
Nach der Veranstaltung und unserem Münchenbummel haben wir noch beim Aufbau der Küchentrends und Michael Rambach im MOC Freimann vorbeigeschaut.
Ist natürlich seltsam, ein Bericht über eine Messe, die man nur beim Aufbau erlebt hat, aber wir haben Organisator Michael Rambach in der Früh gefragt und hatten als Blogger die offizielle Erlaubnis dazu. Interessant, mal zu sehen, ob es bei Fachmessen anders ist, als bei den Publikumsmessen, bei denen wir zu dieser Zeit am Aufbauen sind. War natürlich tragisch, das die Segways noch nicht da waren, mit denen wir in den letzten Jahren die Videos drehten, aber es hätte auch noch nicht wirklich gut ausgesehen.
Dies beste Nachricht von Miele ist übrigens, dass der Druckdampfgarer nicht nur im Programm bleibt, sondern sogar weiterentwickelt wird, woran vielleicht auch die Kommentare zu unserem offenen Brief an die Herren Miele und Zinkann einen kleinen Anteil haben, den größten haben aber die belgische Mielehändler, die dieses Gerät nicht nur lieben, sondern auch in großer Stückzahl verkaufen.
Eigentlich haben wir mit den üblichen Verdächtigen gesprochen, wie auf der normalen Messe auch, aber natürlich nicht lange, denn wir wollten ja niemand aufhalten.
Neu ist im diesem Jahr, dass auch Stuhl und Tischhersteller ausstellen, was die Ausstellungsfläche erstmals vollständig belegt. Michael rechnet aufgrund der Onlineanmeldungen mit einer Besuchersteigerung von 15 bis 20 Prozent, was ich der Messe mit der angenehmen Erreichbarkeit und entspannten Atmosphäre auch wünsche. Leider ist sie nur für Fachbesucher zugänglich, aber für genau die lohnt sich die Veranstaltung wirklich.
Die anderen Artikel im Nachhaltigkeitsblog über die Küchentrends ab 2008:
Zwei Workshops zur Weiterentwicklung der Cittaslow mit Brigitta Stöber gab es schon, der dritte wird im April stattfinden. Ein kleine Splittergruppe, die man besser Arbeitskreis nennen sollte, hat von der großen Gruppe den Auftrag bekommen, "die Basics" auszuarbeiten, was natürlich erstmal zu der Frage führt: "Was sind die Basics der Cittaslowbewegung Allgemein und was im Besonderen für Hersbruck, wozu natürlich unsere Linksammlung wichtige Daten lieferte.
Und weil ein wichtiger Part der sieben Cittaslow Kernthemen auch die Gastfreundschaft ist, haben wir es uns mit Flammkuchen (das gewünschte Rezept weiter unten, bei uns war er aber mit Speck, nicht vegetarisch)), Wein und Wasser nebenbei auch gut gehen lassen. Klaus Rostek arbeitet bereits an einem Wiki, in dem die Ergebnisse des anregenden Gesprächs zusammengefasst werden, auf dass auf dieser Basis alle Aktionen darauf abgestimmt werden könnten, wenn sich denn genügend Menschen dafür finden lassen.
Wer mitarbeiten möchte, ist jederzeit dazu eingeladen mit Brigittas Stöber Kontakt aufzunehmen: brigitta.stoeber@stadtrat-hersbruck.de
Im Mai 2001 wurde Hersbruck als erste deutsche Stadt Mitglied in der "Vereinigung Lebenswerter Städte". Seither darf sich Hersbruck "Slow City" oder "Citta Slow" nennen. Das Prinzip Slow City erstreckt sich nicht nur auf bewusste und nachhaltige Esskultur, sondern auch auf ein lebensfreundliches, regionaltypisches Lebensumfeld. Das beeinhaltet den öffentlichen Nahverkehr ebenso wie den Umgang mit Energie und die Pflege der regionalen Kulturszene. Christina Claus hat fürs Notizbuch die erste "Citta Slow" Deutschlands, um "Nah dran" zu erfahren, was sich in Hersbruck seit 2001 verändert hat. Dieser kostenlose Download ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes Notizbuch - Nah dran - Bayern 2.
Nachdem es für Männer nicht ganz leicht ist, gleichzeitig zu kochen und über die Cittaslow Hersbruck zu diskutieren, haben sich der Hersbrucker Bürgermeister Robert Ilg und Küchenspezialist (Ernährungsexperte, Möbelmacher-Geschäftsführer, Moderattor) herwig Danzer für ein einfaches Rezept entschieden. Weil der Flammkuchen leider viel zu häufig als Fertiggericht gekauft wird, zeigten sie auch, wie leicht sich der Teig herstellen lässt. Hier ist statt des klassischen Specks ein Vorschlag als vegetarische Variante mit getrockneten Tomaten.
Rezept:
Flammkuchen vegetarisch
Rezept Kategorie:
Vorspeisen und Snacks
Zutaten:
500 g Mehl 2,5 TL Salz 3 EL Olivenöl evtl. ein Päckchen Trockenhefe 250 ml lauwarmes Wasser 400 g Schmand Salz und Pfeffer, Muskat 5 Stück Zwiebeln 1 Glas getrocknete Tomaten
Beschreibung:
Als Vorspeise für 10 Leute, Hauptgericht für 4
Anweisungen:
In der Küchemaschine aus Mehl, Salz, Öl und Wasser einen Teig herstellen, wer will kann auch ein Päckchen Hefe zugeben, dann stehen die Ränder auf, ohne Hefe bleibt er flacher. Teig solange kneten, bis dieser nicht mehr klebt. Teig mind. 30 Minuten ruhen oder mit Hefe auch aufgehen lassen.
Schmand mit Ölivenöl glatt rühren und mit Mineral- oder Meersalz, Pfeffer und Muskat würzen.
Zwiebel abziehen, halbieren und in dünne Streifen hobeln, oder Würfel schneiden, so isst er sich leichter.
Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen und mit Schmand bestreichen, Zwiebel darauf verteilen und klein geschnittene getrocknete Tomaten zugeben. Im Ofen mindestens 30 Minuten bei 280 Grad den Miele Backstein vorheizen (irgendeine andere Steinplatte geht auch, wird aber nicht mehr richtig sauber). Wer für Gäste vorbereiten will, bäckt den Teig ca 30 Sekunden auf dem Backstein vor, dann braucht der fertig belegte Flammkuchen nur noch ein paar Minuten.
+++++++++++++++++++++
Rezept ist aus dem Buch Lebensart Genießen von Oliver van Essenberg, das erstens sehr gut ist und das man zweitens bei uns kaufen kann.
Dies ist der Artikel, auf den der QR-Code in der Anzeige der WiP (Woche im Pegnitztal am Mittwoch) der Hersbrucker Zeitung via App im Smartphone verlinkt.
Herzlich willkommen, Sie sind hier goldrichtig, denn wir haben hier alle Infos für Sie zusammengetragen:
Die günstigen Ausstellungsstücke unserer Jori Polstermöbel, die es jetzt auch in Stoff gibt, sind zum Beispiel auf einer Sonderangebotsseite, die neuen Wohnzimmer auf der Wohnzimmerseite und das "volle Programm" finden Sie immer in Unterkrumbach. Dieses Sofa Longueville auf dem Foto mit Nina ist zum Beispiel mit einem Leder bezogen, das nicht mehr im Programm ist, weshalb es statt 5800 nur 4000 Euro kosten würde.
Ein Artikel über die langjährige Zusammenarbeit mit Jori ist übrigens hier zu finden.
Am besten kurz telefonisch anmelden und Grundriss mitbringen, oder vorab Grundriss und ein paar Fotos schicken (09151-862 999). Alle Polstermöbel von Jori sehen Sie unter Jori.com .
Der Pressetext über nachhaltige Möbel und Küchen in Einzelanfertigung ist ein eigener Blogbeitrag.
Gleichzeitig kam gestern die Nachricht über die Seite in der Abendzeitung und im Trialog Kundenmagazin der Datev, das wir jetzt auch digital vorliegen haben DATEV_TRIALOG_01_12_Seite 22_23_ herunterladen. Vielen Dank an die Autorin Pia Weber, und natürlich machen wir ein Suchspiel. Wer als erster den netten Fehler auf der Seite findet, bekommt mal wieder ein Brotzeitbrettchen.
AZ-Chefreporter Winfried Vennemann und der Fotograf Udo Dreier haben uns vor zwei Wochen besucht und heute ist der liebenswürdige Artikel in der Abendzeitung Nürnberg erschienen. Wir konnten noch eine kleine Besonderheit einbauen, nämlich ein Kästchen mit einem QR-Code und der Internetadresse unserer Sonderseite, auf der wir den Artikel mit zusätzlichen Links ergänzen. Jetzt wird es interessant, ob Nürnberg schon so digital drauf ist, oder ob der Aufwand überflüssig war. Wir werden berichten und freuen uns im Moment einfach über den sympathischen Artikel. Unsere Balletteinlage auf dem Titelbild wurde übrigens inspiriert von unserem Ballettunterricht bei Larissa Kühnhackl.
Udo Dreier hat noch viele andere Fotos in der Werkstatt und mit Mitarbeitern gemacht, die wir auf unserer Facebookseite zeigen.
Seit rund 19 Jahren arbeiten wir mit unserem belgischen Polstermöbelhersteller Jori zusammen und dieses langjährige Vertrauensverhältnis pflegen wir weiterhin, auch wenn wir uns in anderen Zusammenhängen für total regionale Wirtschaftskreisläufe einsetzen. Denn Nachhaltigkeit hat auch mit langen Zeiträumen und mit gewachsenen Freundschaften und Strukturen zu tun, aber (moralisches Geplänke beiseite) es geht um Qualität. Unsere Kunden kennen seit vielen Jahren unser Programm an Sofas und Relaxsesseln und viele sparen sogar drauf.
Ergonomie und Freundschaft
Die ergonomische Qualität der Sessel haben wir aber noch bei keinem regionalen Hersteller entdeckt und deshalb freuen wir uns immer, wenn der Jori-Showcar zu uns kommt, im Grünen Baum übernachtet (ja, nicht der Bus, sondern die Besatzung) und belgische Pralinen mitbringt.
Diesmal war neben unserem ebenso langjährigen wie angenehmen Partner Wolfgang Schön auch Vincent Govaert aus der Geschäftsleitung dabei, den wir vom ersten Kontakt in Belgien an, als Förderer einer neuen offeneren Firmenkultur bei Jori kennen lernten. Knapp 50 cm größer als Ute Danzer ist er nicht nur die leibhaftige Begründung, warum Jori die Polstermöbel immer konsequenter und individueller auf persönliche Körpergrößen abstimmt, sondern auch ein Mensch, der zuhören kann und will.
Zwar haben wir eine der größten Jori Ausstellungen Frankens (größer als die von Lutz einfach, weil wir NUR Jori Polstermöbel ausstellen), aber trotzdem ist es schwer, die neuen Modelle auszuwählen, weil wir uns in Unterkrumbach nur bedingt an den Erfahrungswerten einer europäischen Marke orientieren können oder wollen.
Denn wir wissen zum Beispiel, dass wir bis vor zwei Jahren nicht jene bedienen konnten, die stoffbezogene Polstermöbel bevorzugen, was wir heute - wie immer unter Vorstellung aller Vor- und Nachteile - gottseidank können.
Fast niemand kann einschätzen, wieviel Aufwand es bedeutet, gerade für eine kleine Ausstellung das neue Modell auszuwählen. Nimmt man eine Sofaecke, die sich angeblich gut verkauft, andererseits unserer Einrichtungsphilosophie der Einfachheit und vielseitigen Funktionalität widerspricht, oder findet man Lösungen, mit denen sich die Vor- und Nachteile von Sofaecken glaubwürdig demonstrieren lassen?
Und dann, wenn dieses existentielle Problem gelöst sein sollte, bleibt die Frage nach den richtigen Bezügen. Ist der Stoffsucher nur enttäuscht von schlechten Lederqualitäten und deren Kalt- oder Schwitzgefühl, oder lehnt er Leder als Produkt ab? Wir haben jetzt zusätzlich zu unserem Sofaeck Shiva in Stoff ein Modell in ganz Leder gewählt, aber mit Stoffkissen ergänzt und ein zusätzliche Lederkissen geordert, auf dass der Lederfreak und der Stoffkunde beide Varianten testen kann. Das Quietschgrün, das Wolfgang vorschlug, wurde verworfen (das kommt in unserer neuen Showküche), wieder haben die Mädels die eher zurückhaltenden Variante in schwarzem Leder und grauem Stoff gewählt, weil unsere Massivholzmöbel schon genug Leben in ein Wohnzimmer bringen.
Der Showcar und der Beruf
Seit 24 Jahren versuchen wir Mitarbeitern, Kunden und dem Rest der Welt zu vermitteln, dass das Besuchen von Betrieben in berechtigter Verkaufsabsicht kein leichter Job ist. Der Vertreter bekommt alles ab, was die ganze Firma in letzter Zeit versemmelt hat, Lob ist nicht gerade die Stärke der Franken und wenn dann auch noch nichts gekauft wird, ist dieser Beruf, je nach vertretener oder besuchter Firma, nicht ganz leicht.
Die Möbelmacher haben seit ihrem Bestehen zu vielen Firmen Beziehungen aufgebaut, die eher als Freundschaften zu bezeichnen sind und so haben wir einen gemeinsamen Abend im Grünen Baum genossen, der neben der Arbeit auch deutsche vs. belgische Vorurteile thematisierte und der sich auch um die aus belgischer Sicht belächelte Skandalgröße unseres ehemaligen Bundespräsidenten drehte.
Das Jubiläumsmodell Farfalla
Weil ein früher Termin tags darauf ausfiel, konnte auch unsere Sekretärin und Allroundmanagerin Nina Brunner den neuen Jubiläumssessel Farfalla testen (heißt Schmetterling und ist bald in unserer Ausstellung) und mit Ute Danzer die Leder und Stoffe auswählen. Jetzt vertrauen wir darauf, dass unsere Kunden auch in den nächsten Jahren Qualität zu schätzen wissen und die gleiche Freude mit Jori Polstermöbeln haben werden, wie wir.
Das muss man den Leuten von Greenpeace ja zugestehen, in Sachen Propaganda sind sie nicht schlecht – fast BILD-Zeitungsniveau! Wenn man dann aber genauer hinschaut bzw. versucht die tatsächlichen Fakten und Wahrheiten hinter der Geschichte zu finden, lösen sich einige Anschuldigungen und wissenschaftliche Erkenntnisse in Luft auf.
Fakt ist, dass Bayern ohne Einfluss des Menschen außerhalb der Hochlagen der Gebirge weitgehend von Buchenwäldern der verschiedensten Ausprägungen bedeckt wäre. Fakt ist auch, dass dieses Naturerbe seit Jahrtausenden durch menschliche Eingriffe stark zurückgedrängt wurde, sowohl durch Rodungen für Siedlungen und Landwirtschaft als auch durch Umwandlung in Nadelholzforste. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch die Erkenntnis - zumindest in der Forstwirtschaft - gewachsen, dass ein Wirtschaften mit der Natur nachhaltiger und somit langfristig auch gewinnbringender ist, als ein aktives Bekämpfen natürlicher Prozesse.
Doch nun zu den Vorwürfen im Einzelnen: Schon in der fettgedruckten Einleitung mit der Beschreibung des Holzerntevorgangs hat sich ein schwerwiegender Fehler eingeschlichen. Die Holzindustrie des 21. Jahrhunderts ist aus verarbeitungstechnischen Gründen überhaupt nicht interessiert an meterdicken Buchenstämmen, ganz im Gegenteil sind diese starken Stämme eher Ladenhüter und verbleiben deshalb oft als Totholzanwärter im Wald, wie nicht nur von Greenpeace gefordert.
Es kann durchaus sein, dass in einigen Regionen Deutschlands sich der Holzeinschlag seit 1992 (20 Jahre) verdoppelt hat, dazu muss man jedoch wissen, dass im Jahr 1990 zwei Stürme über unser Land gezogen sind, die teilweise zu Schäden in Höhe eines vielfachen regulären Einschlages geführt haben. Jeder nachhaltig denkende Waldbesitzer senkt dann natürlich in den Folgejahren seinen Einschlag, bzw. ist noch mit dem Aufarbeiten oder einer Wiederaufforstung beschäftigt. Dass in dem angesprochenen Zeitraum in ganzen Regionen mehr gefällt wurde als nachwachsen konnte, gilt sicher nicht für Deutschland sondern bezieht sich wohl eher auf tropische Regenwälder.
Jeder halbwegs informierte Brennholznutzer sollte eigentlich wissen, dass Buchenholz seinen Nadelholzkollegen Fichte oder Kiefer bezogen auf das Volumen im Heizwert deutlich überlegen ist. Das wussten schon unsere Vorfahren seit dem Mittelalter (Köhlerei). Was nun daran verwerflich sein soll dieses Holz in Zeiten der Energiewende (z.B. in dezentralen Heizkraftwerken, wie derzeit eines in Hersbruck entsteht) zu verfeuern ist mir rätselhaft. Gleiches gilt für den Handel nach Fernost, wo ein rohstoffhungriges Land wie China versucht seinen bisher betriebenen Raubbau an den dortigen Wäldern durch Einschlagsreduktionen in den Griff zu bekommen und deshalb auf nachhaltig genutzte Buche aus Deutschland zurückgreift. Wer diesen Fernhandel anprangert, möge mal die Herkunft seines Mobiltelefons, seiner Photovoltaikanlage auf dem Dach oder seines fahrbaren Untersatzes kritisch hinterfragen.
Der Buchenanteil am deutschen Wald beträgt derzeit 14,8 % und nimmt ständig zu. Im Nürnberger Land dürfte die Buche etwa ein Viertel bis ein Drittel der Waldfläche einnehmen auch hier mit stark zunehmender Tendenz.
Fachlich total verquer wird es dann im Abschnitt Klimaschutz. Warum sollten alte Bäume der Luft besonders viel CO2 entziehen??? Das Einlagern von Co2 generiert sich aus dem Wachstum der Bäume, es entsteht Holzmasse. Die Buche ist zwar in Sachen Massenzunahme ein Spätzünder und erreicht den Höhepunkt der Zuwachsleistung erst im Alter 100, danach ist jedenfalls eine Verminderung der Holzproduktion zu verzeichnen, somit sinkt auch der Entzug von CO2 aus der Atmosphäre.
Soll der Wald einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, und das kann er sehr wohl, dann geht das langfristig nur über die Nutzung und das Verwenden von langlebigen Holzprodukten wie ein Holzhaus oder hochwertige Möbelstücke bzw. dem Ersatz von fossilen Energieträgern durch Heizen mit Holz. Ja, auch das Verbrennen von Restholz aus nachhaltiger Nutzung trägt zum Klimaschutz bei, wenn bisher Öl oder Gas zum Einsatz kam.
Ein ungenutzter Wald dagegen erreicht irgendwann ein Gleichgewicht zwischen Zuwachs und Zerfall und kann dann kein zusätzliches CO2 mehr aufnehmen. Ein steter Entzug von Holz mit anschließender sinnvoller Verwendung ist jedoch eine dauerhafte CO2-Senke. Das Entstehen der Vergleichszahlen aus dem Artikel von 1990 mit 80 Mio Tonnen CO2 und heute nur noch zwei Mio Tonnen würde mich brennend interessieren!!!!
Die Bundesregierung hat tatsächlich eine Stilllegung von zehn Prozent der öffentlichen Waldflächen versprochen. Warum es jetzt mit der Umsetzung hapert entzieht sich meiner Kenntnis, meiner Meinung nach ist dieses Ziel auch deutlich zu hoch gegriffen. Wir können uns in Zeiten der Energiewende und unseren Klimaschutzbemühungen ein Aus-der-Nutzung-Nehmen von Wäldern in dieser Größenordnung nicht leisten. Es würden auch etwa zwei-fünf Prozent reichen. Der Vergleich unserer alten Buchenwälder mit dem Amazonas-Regenwald ehrt mich als Waldbesitzer und Förster, heißt das doch, dass unsere Vorfahren mit ihrem Erbe trotz intensiver Nutzung so sensibel umgegangen sind, dass nach wie vor eine sehr hohe Schutzwürdigkeit gegeben ist. Persönlich halte ich den Vergleich allerdings für deutlich überzogen. Nirgendwo sonst in Wäldern ist die Artenvielfalt so hoch wie im tropischen Regenwald und diese Vielfalt werden wir unter unseren klimatischen Bedingungen auch nie erreichen können.
Trotz aller Halbwahrheiten in diesem Spendenaufruf, und darum geht es Greenpeace in erster Linie, sind die grundsätzlichen Ziele nicht ganz daneben. Wir müssen uns unseres Naturerbes bewusst werden und geeignete Schutzmaßnahmen installieren. Es ist im weltweiten Vergleich nicht immer fair von Ländern in den Tropen einen Totalschutz großflächiger Wälder einzufordern mit dem Wissen, dass wir in Deutschland dieses Ziel bereits vor Jahrhunderten unmöglich gemacht haben.
Wer jedoch mit offenen Augen und mit etwas Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur bzw. den Notwendigkeiten einer hoch zivilisierten Gesellschaft durch unsere Wälder wandert, wird erkennen, dass wir hier in Bayern und auch gerade im Nürnberger Land auf einem guten und richtigem Weg sind. Die Wälder sind bei ihren Besitzern und den zuständigen Förstern in guten Händen und nachhaltige Forstwirtschaft bzw. sinnvolle Holzverwendung ist nicht verwerflich, sondern klima- und resourcenschonend und somit absolut notwendig.
Liebe Greenpeace-Leute, kümmert euch bitte um die Regenwälder, Weltmeere und Wale, das ist wirklich notwendig und lasst den deutschen Wald in unseren Händen, da ist er gut aufgehoben. Das sagt euch ein ehemaliges Fördermitglied.
Übrigens, der Schwarzspecht ist ein häufiger Vogel in unseren Wäldern und niemand muss ein schlechtes Gewissen dabei haben, wenn er sich demnächst ein Möbelstück aus regionaler, rotkerniger Buche anschafft oder in einem Holzhaus gebaut mit Leimbindern aus Buchenholz wohnen will.
++++++++++++++++++++++
Michael Müller
Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land w.V. Am Schloß 14 91239 Henfenfeld
Heute (für viele Morgenmuffel SEHR) früh trafen sich erstaunlich viele Menschen, um die Eröffnung des neuen BIO-Supermarktes zu feiern und das ist wirklich ein Grund zum Feiern.
Mitten in der Stadt, direkt über dem Parkhaus ein wirklich einladendes Geschäft mit ganz kompetenten und sympathischen Mitarbeiterinnen. Erika Vogel leitet den BioMarkt in Lauf, ihre Tochter Sofie-Kristin Schuster wird das Geschäft in Hersbruck führen. Ein Glücksfall ist sicher, dass die Besitzerin des bisherigen Bioladens und einige ihrer ehemaligen Mitarbeiterinnen in Altensittenbach mit im Boot, äh Laden sind, denn Erna Pörner kennt aus langer Erfahrung die Wünsche aller Hersbrucker Biokunden.
So wurden dann auch die beiden Bürgermeister Robert Ilg (Hersbruck) und Benedikt Bisping (Lauf) nicht müde, Bio an sich, den Laden und seine Lage und die Zusammenarbeit Lauf-Hersbruck zu loben, was rein geschichtlich gesehen durchaus neu ist.
Der Laden ist in aktuellem Grün sehr einladend und freundlich (für unseren Geschmack würde ein wenig Massivholz gut zur Philosophie passen), er großzügig und das Programm ist ebenso vielseitig, wie sorgfältig ausgewählt.
Gesuino von Il Nuraghe war angereist, die Bäckerei Wehr, der Reimehof, im Bioladen finden auch einige unserer Direktvermarkter einen guten Partner. Wir wünschen allen zusammen viel Erfolg und freuen uns, dass die Cittaslow Hersbruck um einen neuen Anziehungspunkt reicher ist.
++++++++++
Hier ist der Beitrag über unsere Einrichtung im Biomarkt Lauf.
Alle Fotos sind auf unserer FacebookFanseite, wo Sie gerne auf "Gefällt mir" klicken können.
Weil in der Ausstellung ein neuer Boden verlegt wird, musste die Garderobe ins Freie, naja, zumindest haben wir sie da mit Matthias Becker fotografiert.
in diesem Newsletter verraten wir warum unsere Garderobe im Freien steht, wer fürs Mitmachen beim Kalender Preise gewonnen hat und warum wir grade Sonderangebote für Tische, Kugelgrills und Relaxsessel haben. Und wir zeigen das erste Musik-Möbel-Video, aber auch Profiarbeit über die Möbelmacher im Bayerischen Rundfunk und bei der Telekom.
Statt zu lesen auch in 3 Minuten im Video zu hören und zu sehen:
++++++++++
Unsere Themen heute:
1. Preise fürs Mitmachen beim Jahrbuch gehen an …
2. Wunsch-Esstisch für Werkstatt-Tage jetzt günstig bestellen
3. 40 Jahre Jori-Relax-Sessel-Sondermodell und Möbelmesse
4. Zweiter Workshop und Radiobeitrag über Cittaslow mit Möbelmachern
5. Der neue Grill von Rösle zum Testen mit Frühbucherrabatt
6. Erstes Schlafzimmermusikvideo und schöne neue Küchen
7. Video der Telekom über Möbelmachers Social Media
8. Was unser neuer Fußboden mit Ballett zu tun hat
9. Kurznachrichten: +++erste digitale Möbelreparatur+++ Pinterest und GooglePlus+++Was Agenda 21 mit Cittaslow zu tun hat+++Cittslow-Bürgerreise
++++++++++
1. Preise fürs Mitmachen beim Jahrbuch gehen an …
Das erste Mal haben unsere Kunden sich beim Raussuchen der Fotos via Nachhaltigkeitsblog und Facebook beteiligt, vielen Dank dafür. Diese hilfreichen Menschen dürfen sich bei uns die Preise raussuchen: Kristian Biss, Jutta Scholten, Sabrina Reidinger, Andreas Ditze, Karlheinz Lindner.
Im Fragebogen ging es diesmal nicht nur um Lob und Tadel für das aktuelle Jahrbuch und die Suche nach den besten Fotos, sondern auch um Ideen für das 25-jährige Jubiläum, das im Jahr 2013 ansteht. Wir bedanken uns bei ALLEN Ausfüllern mit einem 25%-Gutschein für Rösleprodukte, weil wir für Ihre Meinung dankbar sind. Die verlosten Hauptpreise liegen zur Auswahl und Abholung bereit für:
Famile Dressel aus Obertrubach, Familie Höllerer aus Osternohe und Familie Netta aus Amberg
2. Wunsch-Esstisch für Werkstatt-Tage jetzt günstig bestellen
Wir brauchen originelle Massivholztische für die Werkstatt-Tage und Sie könnten davon profitieren
Die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage 2012 beginnen am Freitag, den 22.Juni mit einer gemeinsamen Veranstaltung des Slow Food Conviviums Nürnberg und der Cittaslow Hersbruck. Tagsüber zeigen wir in unserer Werkstatt alle Details der Möbelfertigung “vom Baum zu Tisch” und in unserer Ausstellung gesundes Schlafen, Sitzen und Wohnen. Den krönenden Abschluss am Sonntag bietet die Orchestergemeinschaft Hersbruck e.V. am Sonntag Nachmittag.
Für diese drei Tage brauchen wir einige Tische und am liebsten würden wir uns Ihren Wunschtisch ausleihen, den Sie dann – sorgfältig nachgeölt – in der Woche darauf geliefert bekommen. Rufen sie uns einfach an und lassen Sie uns Ihren Essplatz anhand des Grundrisses gemeinsam entwerfen, Sie könnten dabei richtig Geld sparen.
Achja und aktuell haben wir Superschnäppchen für 8 Jori-Stühle Mikono in grau.
3. 40 Jahre Jori-Relax-Sessel-Sondermodell und Möbelmesse
Dieser Sessel ist eine "limited Edition," ist doch auch mal cool.
Das Modell Farfalla (heißt Schmetterling und ist eine Schwester von Yoga) wird zur Feier des vierzigjährigen Jubiläums nur im Jahr 2012 gefertigt werden und ein Nackenkissen ist kostenlos dabei (Preis in Celia, ab ca. 2700). Alle Details dazu auf der Sonderseite.
Das Foto mit Ute Danzer und Jori-Geschäftsführer Wim Vantomme erklärt eindrucksvoll, warum Jori Sessel in unterschiedlichen Größen baut.
Alle Neuigkeiten von der Möbelmesse Köln haben wir im Nachhaltigkeitsblog zusammengefasst.
4. Zweites Treffen und Radiobeitrag über Cittaslow mit Möbelmachern
Der Workshop zum Thema Cittaslow wird fortgesetzt, auch Neueinsteiger sind willkommen
Der zweite Workshop, den Brigitta Stöber rund um die Cittaslow Hersbruck organisiert, war am 23. Februar um 19 Uhr im Stadthaus. Alle Infos im Nachhaltigkeitsblog und zwar immer unter der Kategorie “Cittaslow und Slowfood”: http://www.nachhaltigkeitsblog.de/cittaslow-und-slowfood/
Einen absolut hörenswerten Radiobeitrag über 10 Jahre Cittaslow Herssbruck hat Christina Claus in der Sendung Notizbuch für Bayern 2 erstellt (einfach drauf klicken und Lautsprecher an, dann hört man Stimmen): CittaslowBR27_10_2011
5. Der neue Grill von Rösle zum Testen mit Frühbucherrabatt
Eine erste Vorstellung des genialen neuen Kugelgrills von Rösle und warum wir ihn für eine konsequente Verbesserung des Weber-Grills halten, haben wir schon vor ein paar Wochen im Blog veröffentlicht, jetzt haben wir ihn auf der Messe im Original in Augenschein genommen. Wer ihn testen will, wenn er da ist, meldet sich bei uns. Hier haben wir schon mal ein Video von der Messe:
6. Erstes Schlafzimmermusikvideo und schöne neue Küchen
Weil wir das Glück hatten, dass eine befreundete Musikerin für uns als Model arbeitete, haben wir natürlich auch die Videokamera eingesetzt. Leider mussten wir trotz aller Versuche statt meines Lieblingsstückes “Take Five” von Dave Brubeck dann doch Bach verwenden, weil die anfallenden Kosten der GEMA in keiner vernünftigen Relation gestanden wären. (Kleine Info über die ursprünglich sinnvolle Aufgabe der Unterstützung der Musiker, ihren falschen Umgang damit und warum DIE WELT (!) die GEMA als Totengräber der Musik bezeichnet.)
Ganz schnell sind wir in diesem Jahr. Wir haben sogar schon neue Küchen fotografiert, eine in Eslbeere und eine in Buche. Auf der Homepage sind dazu sogar schon Sonderseiten angelegt.
7. Video der Telekom über Möbelmachers Social Media
Barbara Zimmermann dreht für DreiSechsNull, das Businessportal der Telekom
Das Businessportal der Telekom DreiSechsNull hat einen langen und schön gemachten Beitrag über unsere Web 2.0 Aktivitäten gesendet. Barbara Zimmermann und Michael Kloss haben sich einen ganzen Tag mit dem Thema in Unterkrumbach beschäftigt. Hier ist der Eintrag im Blog mit ein paar Fotos.
8. Was unser neuer Fußboden mit Ballett zu tun hat
+++Bei der cittalsow Reise im Mai 2012 sind noch einige Plätze frei, alle Infos im Blog+++
+++++++++++++++++++++++
Wir wünschen noch einen schönen Restwinter und freuen uns auf Ihren Anruf oder Besuch, wir sind auch am Samstag für Sie da und natürlich “immer” nach Vereinbarung
Ursula Wilfing (besser bekannt unter ihrem Ehrentitel für Reiseführer "Ulla aus Italien") hat als kompetente Fachfrau für Italien zwei Bürgerreisen organisiert, die die Teilnehmer auch zu anderen Cittaslows in Italien führt (auf dem Foto mit Waldemar Bogner, unserem Schäufelekönig). Das spannende Programm und alle Details erfährt man in den Einladungen für die erste Reise vom 4-11mai herunterladen (noch 12 Plätze frei) und die zweite Reise vom 18-25mai herunterladen (noch 4 Plätze frei).
Ganz viele nette Menschen aus Hersbruck und der Umgebung haben sich schon angemeldet, aber natürlich sind alle Menschen, die sich für Cittalsow und Slow Food interessieren, herzlich willkommen.
+++++++++
Für weitere Informationen oder Rückfragen zu dieser Reise stehen Ihnen von der Stadt Hersbruck Frau Cornelia Szymczak oder die Damen vom Bürgerbüro/Tourismusbüro zur Verfügung.
Kurze Erklärung des Begriffs „Citta-Slow“:
Cittaslow steht für eine Bewegung, die 1999 in Italien begann. Vorläufer von Cittaslow ist die Slow Food-Vereinigung. Slow Food richtet sich gegen Verluste an Esskultur. Inzwischen hat sich neben der weltweit erfolgreichen „Slow – Food „- Bewegung die „Cittaslow- Bewegung als internationale Vereinigung lebenswerter Städte entwickelt zu denen auch Hersbruck und Positano/Amalfiküste gehören. Somit steht „ slow“ für die Erkenntnis, dass Hast und Hetze dem Zusammenleben der Menschen abträglich sind. Aus diesem Grund fahren wir auch mit einem einheimischen Reisebus um besser anzukommen, und um die Landschaft unseres Reisezieles intensiver kennen zu lernen. „ Slow Food“ ist die beste Bewegung seit es „Fast Food“ gibt! ( Michael Prinz Salm zu Salm)
Die Geschichte des Fussbodenlegens in unserer Ausstellung haben wir hier schon mit vielen Fotos erzählt und gleichzeitig die Fortsetzung mit den Fotos der Tänzerin versprochen.
Und hier ist sie:
Natürlich kennen wir Larissa Kühnhakl schon seit 90 Zentimetern, wie das in der Region halt so üblich ist, aber ihre Kompetenz als Chefin der Tanzschule Tanzimpuls lernten wir erst auf der Hersbrucker Gewerbeschau 2011 zu schätzen, wo sie ob des Gewitters nicht im Freien, sondern in unserer Showküche im Zelt (lustigerweise und zufällig die Küche ihrer Tante) ganz souverän ihre Tänzerinnen und die Philosophie ihrer Tanzschule vorstellte.
Das Zeitfenster zwischen Ölen des Fussbodens mit Trocknungszeit und neu einräumen war sehr klein, weshalb Larissa trotz Erkältung nach dem Studio mit ihrer Mutter Sonngard anreiste, die wir sofort als Fotoassistentin einsetzten und die auch viele der Aufnahmen per Fernauslöser machte.
Weil für Fotos und Videos durchaus gelenkige Posen angestrebt waren, stand erstmal das Warmmachen auf dem Programm:
Zunächst mal in Richtung klassisches Ballet mit Tutu in blau und mit Bodenkontakt, um die Fotos für die Fußbodenwerbung abzudecken:
Gleichzeitig war es natürlich reizvoll auch einige Möbel von Jori einzubinden, so zum Beispiel den Icecube in grellem grün:
Wobei nicht alle Posen wirklich funktionierten:
Außerdem haben wir auf ein paar "Aktionfotos mit unseren Giovannis, den stummen Dienern gehofft:
Nach dem Umziehen und dem Training als Atlas, der das Gebäude trägt ...
setzten wir noch die Jori-Sessel Idaho
... und Mensana in Szene
Für das alles vielen Dank an Larissa und wir wünschen, dass ihr auch weiterhin alle am Tanz interessierten Menschen die Bude bei Tanzimpuls-Larissa einrennen.
Vier neue Mitstreiter waren gewonnen, die der Einladung der zweiten Bürgermeisterin von Hersbruck zum Workshop Cittaslow folgten, zu dem hier eingeladen wurde. Wieder stellte sich heraus, dass vor der Verwirklichung aller guten Ideen erstmal die Basics erledigt werden müssen. Die Marke Cittaslow existiert bereits, aber welche Kriterien wollen wir in Hersbruck für welche Zielgruppe, an welcher Stelle mit welchen Werkszeugen kommunizieren?
Ein zweiter Diskussionsstrang war die Marktforschung zum Thema, noch wichtiger für mich empfand ich die gewünschte Recherche bei allen anderen deutschen Cittaslows, ob die nicht schon Probleme gelöst, Lösungen formuliert oder Aufgaben schon erledigt haben, die wir vielleicht noch gar nicht kennen.
Brigitta Stöber, zweite Bürgermeisterin von Hersbruck wurde von kompetenten Fachleuten für ihren Workshop gelobt. Bis zum nächsten Treffen müssen noch einige Hausaufgaben gemacht werden.
Außerdem suchen wir noch einen ebenso kompetenten, wie netten Menschen, der uns für diesen Prozess ein Wiki aufsetzen könnte, weil alle Erkenntnisse auf diesem Weg untereinander, aber auch mit anderen Cittaslows diskutiert werden sollten.
Wer mit uns an den Basics arbeiten möchte, schickt mir einfach eine Email (herwig.danzer@die-moebelmacher.de), dann folgt eine Einladung via Doodle. Diese Basics sind eine Komprimierung sämtlicher historischer Daten zum Thema Cittaslow, die wir speziell für Hersbruck aufarbeiten und der Zeit entsprechend anpassen müssen. Danach kann man aus dieser Quelle alle Aktionen speisen von der Kindergartenversion mit Handpuppe bis zur Altenheimversion mit Roland Kaiser oder andersrum. Also kommet zuhauf und arbeitet euch ein, ich stell nicht nur alle Links zur Verfügung, sondern koch auch was.
Im Mai 2001 wurde Hersbruck als erste deutsche Stadt Mitglied in der "Vereinigung Lebenswerter Städte". Seither darf sich Hersbruck "Slow City" oder "Citta Slow" nennen. Das Prinzip Slow City erstreckt sich nicht nur auf bewusste und nachhaltige Esskultur, sondern auch auf ein lebensfreundliches, regionaltypisches Lebensumfeld. Das beeinhaltet den öffentlichen Nahverkehr ebenso wie den Umgang mit Energie und die Pflege der regionalen Kulturszene. Christina Claus hat fürs Notizbuch die erste "Citta Slow" Deutschlands, um "Nah dran" zu erfahren, was sich in Hersbruck seit 2001 verändert hat. Dieser kostenlose Download ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes Notizbuch - Nah dran - Bayern 2.
Manchmal dauert es ein wenig länger: 1997 haben wir unser Firmengebäude in Unterkrumbach gebaut und schon machen wir den Fußboden in der Ausstellung im ersten Stock fertig. Wenn man ihn jetzt sieht, fragt man sich natürlich "warum nicht früher" aber das geht nach unseren Kenntnissen ganz vielen Kunden ähnlich.
So sah es nach dem Ausräumen noch aus, die Lignaturplatten sind sowohl Decke, als auch Fußboden:
In der Zwischenzeit haben unsere Jungs und Mädels aus unserem Holz an der Längsschnittsäge und dem Vierseitenhobel die Dielen mit Nut und Feder gesägt und gehobelt:
Christiane Suttner, Matthias Becker und Nils Hager haben die Stapel nach Breite und auch Auffälligkeiten in der Maserung sortiert:
Eine geniale Idee war es, unsere Ausstellungstür am Boden zu befestigen und die Zwischenräume mit Folie staubdicht abzudecken, denn ein Dielenboden wird nach dem Verlegen noch fein geschliffen.
Die originell montierte Tür mussten wir natürlich gleich nutzen und haben mit unserer Sekretärin Nina Brunner gleich Fotos mit Tür gemacht.
Dann ging das Verlegen los, eine echte Knochenarbeit:
Und weil das auch noch mit Lärm verbunden ist, ist Nina zum Telefonieren in unsere Sozialküche geflüchtet, denn das Hämmern ist wirklich laut.
Nach dem Verlegen kommt das Schleifen, was bei uns Claus Rossmann besonders gut kann. Auch das bietet einen gewissen Geräuschpegel, der das Telefonieren nicht leicht macht.
Die große Maschine kann nur die Fläche bearbeiten, für die Ränder gibt es spezielle Kantenschleif-maschinen, mit der sich Christiane hier beschäftigt:
Nach dem Schleifen und dem Absaugen des Staubs wird schon das Naturharzöl aufgetragen, nach unserer Überzeugung die einzige Methode, wie man Fußböden ein Leben lang gepflegt halten kann.
Dabei muss man schnell sein und gut darauf achten, dass sich das Holz auch wirklich bis zur Sättigung vollsaugt. Und das überall:
Nach dem Fertigölen mit der Tellerschleifmaschine war der Buchenboden sooo schön, dass wir uns vornahmen, die ausgeräumte Ausstellung auch zum Fotografieren zu nutzen und so haben wir die Leiterin der Tanzschule Tanzimpuls-Larissa um Hilfe gebeten, was wir im nächsten Blogbeitrag zeigen.
In der Zwischenzeit gibt es sogar Fußbodenleisten und bald noch einen neue Teppich für den Ausgang von der Absauganlage und heute sieht die Ausstellung so aus:
Und von der anderen Seite so:
Die Vorher-NachherMontage zeigt die Entwicklung. Im nächsten Blogeintrag zeigen wir die Fotostrecken mit Larissa.
Jan Niessen von Bioland bat uns (auf den Tipp von Micha Wenzl hin) eine Podiumsdiskussion auf dem Biofach-Kongress zu moderieren:
Social Media und Kommunikations-potenziale für die Bio-Branche
Bedeutung, Möglichkeiten und Potenziale von Social Media und Smartphones für die Nachhaltigkeitskommunikation
Am Podium waren:
Oliver Scheiner (Speaker) Bioland e.V.
Hannah Winkler von Mohrenfels (Speaker) GoetheUniversität, Frankfurt
Kirsten Brodde (Speaker) Grüne Mode Blog
Pieter van Midwoud (Speaker) ecoScan
Michael Wenzl (Speaker) remtene.net
Es mögen andere schreiben, wie sie die 90 Minuten erlebten, ich selbst war von den Podiumsteilnehmern begeistert, die sich aktiv einbrachten und einem Publikum, das sich davon mitreißen ließ. Damit wurde das Moderieren zum Kinderspiel, hoffentlich hat das niemand gemerkt. Vermutlich haben wir nicht allen die Angst vor Social Media nehmen können, aber wenigstens eine Reihe von sehr vernünftigen Ratschlägen jenseits der berüchtigten Social Media Berater vermittelt.
Danach haben wir Kirsten Brodde (die Grande Dame der Ökomode) auf ihrem "Grünen Sofa" besucht. Das war zwar grau und von Ikea, aber sie diskutierte mit Renate Künast sehr kompetent über die Frage, wie wir die Selbstverständlichkeit der Frage nach der Herkunft bei Lebensmitteln, auch auf Kleidung übertragen könnten.
Diesen Ball nahm ich bei der Begrüßung zum Bloggertreffen auf, denn wir Möbelmacher fragen uns, wann die Menschheit anfängt, sich über die Herkunft und sozialen Umstände von Möbeln zu kümmern. Vom Grünen Sofa bis zum Chefbüro sollte man überall nachfragen, welche Materialien unter welchen Arbeitsbedingungen von wem verwendet werden. Aber dieser Weg ist sicher noch weiter, als der der Kleidung. Und er ist mühsam und nicht frei von Rückschlägen.
Zurück zum Bloggertreffen, das fünfte seiner Art, also ein Jubiläum, juhu.
Zusammen mit Micha Wenzl und Manja Rupprecht von der Nünbergmesse gelang es wieder 44 Blogger zusammenzubringen und die vielen virtuellen Kontakte ins Real Life zu übertragen. Das ebenso überschaubare, wie bewährte Programm sah nach der Begrüßung die Vorstellungsrunde und das gemeinsame Essen vor. Und es gelang uns sogar, das abzuarbeiten, dank des köstlichen Buffets, des freundlichen Services des Restaurants Vasco da Gama (Lehrieder) und der Unterstützung von Sonnentor und der Neumarkter Lammsbäu machte das richtig Freude. Messechef Peter Ottmann und Mitglied der Geschäftsleitung Claus Rättich statteten uns auch einen Besuch ab, eine gute Gelegenheit, sich bei den beiden und Manja nochmal für die Gastfreundschaft, die Organisation und - nicht zuletzt - die Übernahme der Kosten zu bedanken.
+++++++++++++++++++
Die Teilnehmerliste ist auf bloggertreffen.org veröffentlicht, andere Artikel über das Bloggertreffen sind:
Vom Röslestand und dem neuen Kugelgrill haben wir ja hier schon ausführlich berichtet, aber es gab auf der der Ambiente auch noch ein paar andere interessante Dinge zu entdecken. Zuerst einmal alles, was grün ist, denn meine nächste Showküche trägt quietschgrünes Leder und dazu könnte man ja ein paar Accessoires brauchen. Zum Beispiel die Gießflaschen für Salatdressing oder Öl oder was man will von Auerhahn oder die Schale von Wesco, deren Mikrosite man sogar über den QR-Code aufrufen kann.
Ganz nette Kollegen aus Südtirol bauen geniale Küchenelemente aus Edelstahl für den Garten, in die man verbindende Arbeitsplatten - ebenfalls aus Edelstahl - einhängen kann. Außerdem bauen sie wie wir den Tepan Yaki von Jaksch ein, beschäftigen sich also auch ernsthaft mit dem Kochen. Wer mal im Garten vernünftige Küchenmöbel braucht, kann die gerne von uns bekommen.
Bei unserem Gläserhersteller Stoelzle haben wir besprochen, wie wir unsere Jubiläumssektgläser gestalten und nebenbei einen schönen Cocktail geschlürft, während die Konkurrenz eine Karaffe in Schneckenform anbietet, die weder schön noch funktional ist, aber eben zur Cittaslow passen könnte.
Unser Lieferant Gastroback hat im Moment die genialsten Espressomaschinen mit Siebträgertechnik (Automaten haben wir ja von Miele) und einen Teeautomaten, der den Tee in das perfekt temperierte Wasser einfährt und nach der progammierten Ziehzeit auch wieder heraus. Der Wahnsinn funktioniert über ein im Rohr bewegtes Magnet und ist echt beeindruckend.
Alles in allem ein inspirierender Ausflug nach Frankfurt, von dem man viele Anregungen und Informationen mit nach Hause nimmt.
Am meisten Zeit haben wir auf der Haushaltsmesse Ambiente in Frankfurt am Stand von Rösle verbracht, für den sich die Firma aus Marktoberndorf im Allgäu extra eine komplette Berghütte gekauft hatte. Anlass war der neue Grill und das Werbekonzept dazu, dass drei mittelalterliche Männer beim Grillen ohne Frauen zeigt. Aber egal, ob einem die Bilder oder leicht mitschwingende Macho-Untertöne gefallen, der Grill ist der Hit, wie unser jahrzehntelanger Partner, (der leider in Ruhestand geht) im Video eindrucksvoll erklärt:
Während ich bisher statt des Grillens im Freien lieber am Tepan Yaki drinnen gearbeitet habe (oder einen oder zwei Mobile Tapan Yakis auf den Gartentisch stellte), kann ich mir durchaus vorstellen, mit diesem Gerät öfter zu grillen. Durch die Kugelform deckt der Grill eben auch Backofenfunktionen ab, ich kann in den dazugehörigen Schalen auch das Gemüse garen und ich könnte sogar 3 Hähnchen gleichzeitig grillen. Auch wenn ich noch nicht selbst drauf Grillen konnte, fasst sich der Röslegrill deutlich stabiler an, als der Marktführer Weber, hat bessere Rollen und er ist vor allem höher und damit angenehmer zu bedienen. Auch dass der Deckel ein Scharnier hat, dass nochdazu so raffiniert angebracht ist, dass man mit dem Arm nicht über die Kohle greifen muss, ist eine echte Weiterentwicklung. Preislich liegt der 50er Grill, der deutlich mehr Grill-Platz bietet, als der mit gleichen Angaben verkaufte Konkurrent bei 279 Euro, der 60-ger kostet 359.-Euro.
Ziemlich abgefahren ist das reichhaltige Zubehör von der Marinierspritze (hat schon mal jemand mit sowas gearbeitet?) für 14,95 bis zum Pizzabackstein (49,95), der Grillplatte zum Beispiel für Scampis (69,95). Die Schaschlikspieße haben zwei Achsen, die ein Verdrehen verhindern und lassen sich auf dem Halter in 45 Grad Winkel einhängen, was ich für ziemlich genial halte (49,95). Der Fischhalter kann den gefüllten Fisch aufnehmen, oder man dreht die V-Halter um und steckt ihn mit dem Bauch drauf, dann wird er von innen gegart. Den Barbecue Fischheber (34,95) halte ich für einen Blödsinn, aber Sigi Wagner erklärte mir, dass das Werkzeug für einen Amerikaner nicht groß genug sein kann, die Schaufel mit knapp 30 cm Breit würde sich mit längerem Stil auch zum Ausmisten von Pferden eignen.
Uns wurde versichert, dass wir bei den ersten sind, die die Lieferung mit den erstmal fünf bestellten bekommen, wer Lust zum Testen hat, soll sich bei uns melden und wer ihn gleich kaufen will, natürlich auch.
Und dann hat Rösle für die klassischen Edelstahlschüsseln einen neuen Deckel aus Glas und Silkon, der auch richtig Spaßmacht, denn endlich kann man in die Schüsseln auch reinschauen und sie sind trotzdem ziemlich dicht.
Ein Kunde schickt das Foto eines Stuhles, bei dem durch die extreme Trockenheit der Kälte ein Riß zu sehen ist zusammen mit der Frage "Was können Sie in so einem Fall machen?"
Wir reparieren digital und schicken des Foto des so reparierten Stuhls zurück mit den Worten:
"Schon mal repariert, Rechnung kommt."
Kunde versteht Spaß und antwortet: "Danke, mit euch kann man arbeiten."
+++++++++++++++++++
Nachtrag: Zwei Tage später kam seine Frau im RL (RL=Real Life=echtes Leben) mit einem gerissenen Stuhl, dann haben wir halt doch mit Weißleim geholfen, aber das ändert nix an der kommunikativen Pionierarbeit für die digitale Möbelreparatur, auch wenn wir an der Tiefe noch arbeiten müssen.
+++++++++++++
Wie unsere Möbel wirklich entstehen, zeigen wir übrigens auf der Sonderseite "Vom Baum zu Tisch."
Letzte Kommentare