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Bücher

  • Uwe Timm: Der Freund und der Fremde

    Uwe Timm: Der Freund und der Fremde
    Es geht nicht nur um den 1967 bei der Anti-Schah-Demonstration erschossenen Benno Ohnesorg, der ein Freund des Autors war. Es geht um das Gefühl einer Generation, den Gründen für die Suche nach nicht nur literarischer Befreiung. Uwe Timm hat bei uns 1995 noch in der Hersbrucker Werkstatt aus "Die Entdeckung der Curyywurst" gelesen und seitdem mögen wir ihn einfach. Seine Sprache, sein Denken und den Menschen. Das Weblog Perlentaucher hat ausführliche Rezensionen gesammelt

  • Heinz und Karl Heinlein, Dres. Andreas und Claudia Hemp, Dr. Rainer Schöller, Michael Scholz, Gerhard Schütz, Rainer Wölfel: "Hutanger Natur und Kulturerbe mit Zukunft"

    Hutanger_1

    Dieses Buch muss die Pflichtlektüre für die Bewohner der Hersbrucker Alb werden. 20 Jahre mühsame, aufreibende, engagierte und vor allem erfolgreiche Arbeit für die Lebensqualität in der Hersbrucker Alb sind ehrlich, historisch und wissenschaftlich dokumentiert. Aber das wichtigste: Zukunftspläne werden vorgestellt, die so naheliegend und logisch sind, dass man sich wundern muss, warum noch nicht alle an deren Umsetzung arbeiten. Theatralische Besprechung im Weblogbeitrag mit allen Links, zu kaufen in der Buchhandlung Lösch oder im Pfeiffer-Verlag.
  • Verlag für moderne Kunst Nürnberg: "Fußball:Kunst"

    Fussball_kuns

    Selbst für Leute, die Fußball nicht mögen ist dieser 52-seitige Kalender eine echte Freude, nicht nur wegen der Fotos, Cartoons und Bilder, sondern vor allem wegen des Vorworts und der Sprüche. Alle Infos im Weblogbeitrag
  • Stefan Münz: Professionelle Websites - Programmierung, Design und Administration von Websiten

    Ein Urvater des webdesigns hat auf knapp 1000 Seiten den aktuellen Rundumschlag über die websites gewagt und war erfolgreich. Die wichtigsten Werkzeuge und Tipps für moderne Firmenauftritte sind dort nachzulesen. Hoffentlich können wir das bald umsetzen. Die Website zum Buch

  • Kurt Albert: Fight Gravity

    Fight_gravity_buch_1Für Kletterer ein absolutes Muss, es ist in diesem Beitrag beschrieben, auch die Bezugs möglichkeiten. Ein Blogger aus der Kletterszene schrieb das dazu.

  • Robert Harris: Pompeji

    Robert Harris: Pompeji
    Umweltpolitisch, technisch und geologisch interessante Intrige und Naturkatastrophe aus dem Jahr 79. n. Christus, empfohlen - 200 Tage vor Weihnachten - von Bernd Steisslinger, Dekra Umwelt GmbH.

  • Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt

    Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt
    Wer (berufsbedingt?) "Geständnisse eines Küchenchefs" gelesen hat, will natürlich auch Anthonys Reise miterleben, aber da ist was anders: ein ganzes Kamerateam nimmt das Feeling von Abenteuer schon gewaltig zurück. Trotzdem ist das Buch nicht zuletzt wegen der (nicht ganz neuen) Erkenntnis lesenswert, dass das perfekte Essen durchaus aus dem Sternerestaurant, in passender Stimmung aber auch aus der Bauernkneipe oder sogar völlig versalzen von der neuen Freundin stammen könnte.

  • Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen

    Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen
    Gute Zusammenfassung von Nachhaltigkeitskriterien mit besonderem Focus auf der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Es ist auch eine Seite über die Möbelmacher drin, aber das Buch lohnt sich trotzdem, bzw. wegen der vielen Ideen der anderen vorgestellten Unternehmen. Beim Verlag direkt bestellen: http://www.oekom.de/verlag/german/books/zuk-unternehmen.htm wir haben glaube ich auch noch zwei ...

  • Ralf Birke und Klaus Karl-Kraus: "Der Berg - Das Phänomen Erlanger Bergkirchweih
    Das Buch zum 250. Geburtstag der Erlanger Bergkirchweih. Großformat, Festeinband, 184 Seiten, über 250 Bilder. ISBN-Nr. 3-9806982-9-7 Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellen@edition-spielbein.de zum Preis von EUR 24,90 inklusive Mehrwertsteuer. Wunderschöne Bilder von Mile Cindric und einfühlsame Texte von Ralf Birke (Des hädd I fei echd ned dacht, dass der des asu goud ko- Anm. d. Red)
  • Werner Gaede: Abweichen von der Norm

    Werner Gaede: Abweichen von der Norm
    Unglaublich ausführlicher und inspirierender Wälzer im Großformat - 750 Seiten! Wer wie wir seine eigene Werbung nicht merh sehen kann, sollte sich hier Anregungen holen. Jede Seite ist ihr Geld wert. Mehr dazu: http://www.methode.de/bu/dmb/tigaed2.htm

  • Hans-Georg Häusel: Brain Script

    Hans-Georg Häusel: Brain Script
    Geniale Pflichtlektüre für alle, die mit Kaufen, Verkaufen oder anderen Entscheidungen zu tun haben. Sogar geeignet um eigene Entscheidungen nachträglich verstehen zu können. Hirnforschung auf lesbaren Niveau.

  • PETER, Jr. JIRMANN: Xpose

    PETER, Jr. JIRMANN: Xpose
    Viele Bilder sind mit unserem Licht, unseren Möbeln und Hintergründen fotografiert worden, klar dass das Buch toll ist. Siehe auch Artikel im Weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2005/04/peter_jirmann_j.html

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MartinaloeschBücher

Was wir lesen, allerdings ohne Links zu Amazon, sondern zu unseren Buchhändlern. Denn zum nachhaltigen Wirtschaften gehört auch die Überlegung, wo das Geld für unsere Bücher am besten aufgehoben ist. Eine Buchhandlung ist einfach schöner, als eine homepage (besonders, wenn sie von uns eingerichtet wurde).
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20. Mai 08

Newsletter Nr. 38: Feiertage im Juni, jetzt anmelden!

 

Logoinfarbe500 Abbestellmail wie immer am Ende des Newsletters!

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Liebe Leute,


nur noch knapp drei Wochen sind es bis zum Jubiläumswochende am 6. bis 8. Juni. Die schriftliche Einladung per Post ist noch gar nicht raus, da freuen wir uns schon über die vielen Anmeldungen per Email über die Jubiläumssonderseite.

Wir bitten Sie ganz inständig um die verbindliche Anmeldung über unser Formular. Nachdem wir vom Bio-Bierchen (Lammsbräu) über die  erste Wildkräuter-Weißwurst (Früh-Shoppen) bis zum 5-Gangmenü (Heimatdiner unter dem Motto Geschichte, Genuss und Gwalität) nur auf freiwillige Kostenbeteiligung vertrauen, wüssten wir gerne, wie viele Menschen uns von Freitag bis Sonntag wann besuchen, welche Vorträge sie interessieren, ob sie einen Kuchen mitbringen und ob wir auch für Sie ein heimisches  Jubiläumskochmesser bestellen sollen?

Und ob Sie Lust haben, als Firma, Kunde, Freund, Promi oder Politiker die Hersbrucker-Zeitungsaktion zu unterstützen. Ab 98 Euro, bei gemeinnützigen Organisation evtl. sogar umsonst, könnten sie den Satz "Ich/Wir gratulieren den Möbelmachern, weil .." vervollständigen, was im Internet natürlich auch kostenlos möglich ist.   

In diesem Newsletter fassen wir das Programm nochmal zusammen, wir würden uns über viele Besucher, Einträge im Gästebuch und/oder viele Lieblings-Kuchenrezepte für unsere Rezeptdatenbank freuen. Und nochmal die Bitte um die Empfehlung unseres Newsletters, weil wir noch andere Dinge planen, die nicht mehr per Post kommuniziert werden können.
(Schicken Sie doch einfach diesen Link weiter: Newsletterbestellung.)

 
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Die Themen heute:

1. Jetzt bitte Anmelden und Plätze reservieren vom 6.6. bis zum 8.6.

2. Superschnäppchen unserer Ausstellungsstücke über die Submission

3. Werbemöglichkeiten für befreundete Betriebe, Menschen und Organisationen

4. Tische, Stühle und Sofas besonders günstig

5. Gitarrenfestival diesmal nicht bei uns

6. Buchtipp: Corporate Citizenship in Deutschland

7. Aus dem Nachhaltigkeitsblog

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1. Jetzt bitte Anmelden und Plätze reservieren vom 6.6. bis zum 8.6.

Wewurstmitheber Zugegeben, das Formular ist ein wenig ausführlich, aber für unsere Planung ist es einfach sehr wichtig zu wissen, ob wir für das Freitags-Diner noch Plätze frei haben, oder schon übervoll sind. Spontanität will wohlüberlegt sein, weshalb auch die Zahl der Wildkräuter-Weißwürste und Kuchen weder Mangel noch Überfluss verursachen soll. Übrigens werden die ersten Wildkräuterweißwürste für uns kreiert von Kräuterpädagogin Anita Eberhard vom Kühnhofener Grünen Baum - der auch unsere Hotelzimmer bekommt - und Harald Sperber von der gleichnamigen Metzgerei in Aspertshofen) Und wenn Sie noch lustige alte Fotos von Ihrer Einrichtung haben sollten, freuen wir uns auch darüber.

Alle Infos und warum Sie selbst bestimmen, ob Sie sich an den Kosten beteiligen wollen finden Sie auf der homepage und hier ist der Link zum Anmeldeformular.

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2. Superschnäppchen unserer Ausstellungsstücke über die erste Möbel-Submission der Welt Submissionwinterguntherweb

So wie wir einen Teil unseres Holzes kaufen, so können Sie bei uns auch Möbel erstehen. "Submission" heißt diese schriftliche "Fair-Steigerung" bei der Sie vom Schneidbrett bis zum Jorisessel supergünstig einkaufen können - wenn nicht ein anderer Besucher ei nen höheren Betrag auf sein Formular schreibt. Submission08_040 Zusätzlich zum normalen Verkaufspreis und dem Mindestgebot, ist auch noch ein Sofortkaufpreis genannt. So könnten Sie das Spielchen auch abbrechen, wie man das ja von ebay kennen könnte. Auch über das Internet kann man mitmachen, allerdings gibt es hier die Sofortkaufoption nicht. Hier ist nochmal alles erklärt.

Auf der Submissions-Sonderseite finden Sie die Produkte.

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3. Werbemöglichkeiten für befreundete Betriebe, Menschen und Organisationen

Die Geschichte der Möbelmacher ist eine Geschichte von Freundschaften. Zu Betrieben, zu Verbänden, zu Menschen, die ein ähnliches Gefühl für Qualität, Regionalität und Originalität haben.  Diese vielfältigen Beziehungen würden wir gerne zusammen mit der Hersbrucker Zeitung  auch für alle sichtbar darstellen. Ab 98 Euro kann sich jeder dran beteiligen, der den Satz: "Ich/Wir gratulieren , weil ..... " vervollständigt und ein Foto beisteuert. Aber natürlich kann jemand auch noch bessere Ideen haben, größere Anzeigen schalten oder einfach Kuchen mitbringen, die wir dann mittels Visitenkarten eindeutig dem edlen Bäcker zuordnen werde. Wer die Idee gut findet, aber kein Geld ausgeben will, kann uns auch fürs Internet Foto und Text schicken, da haben wir uns auf einen kleinen Wettstreit eingelassen, ob aus der uralten Idee des Anzeigenkollektivs doch noch etwas Interessantes werden kann, originelle Beiträge von Bloggern sind auf der Seite schon zu finden.

Farmbloggerkuh

Einige Beispielanzeigen haben wir schon mal  ins Nachhaltigkeitsblog und auf die Homepage gestellt.

Wenden Sie sich einfach an uns oder an Melanie Mikolajczak, erreichbar unter 09151 730 735 oder unter anzeigen@hersbrucker-zeitung.de.
Oder rufen Sie uns einfach an: 09151 -862 999.

Wer Lust auf was Größeres hat, könnte auch einen Gang des Heimatmenüs sponsoren, oder ganz was anderes vorschlagen. Wir freuen uns über alles, was unseren Kunden die Botschaft vermittelt, dass man regionale Wirtschaftskreisläufe nur durch partnerschaftliche Arbeit schließen kann.

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4. Tische, Stühle, Sofas, Rösle und Messer  besonders günstig

Thermoholztischninabubfreig Zusätzlich zur Submission gibt es auch noch eine Reihe von anderen Möglichkeiten günstige Möbel zu erstehen:

- die Sofas Trigo und Glove sind noch bis zum 13.6.08 in der 15% Aktion

- Die Esszimmerstühle von Jori Mikono und Enoki sind noch um 10% reduziert, wir bekommen aber für unsere Jubiläumsveranstaltung Leihstühle, die Sie 20% günstiger erstehen könnten. Sie finden dieselben auf unserer Sonderangebotsseite

- Tische werden auch ein paar übrig sein. Schnellentscheider könnten sich vielleicht sogar noch ein Modell bauen lassen

- Jubilumsmesserweb1000 Das Jubiläumsmesser von Solicut gibt es in zwei Größen und kostet 90 bzw. 75 Euro. Mehr dazu

- Eine lustige Idee ist der Röslerabatt, der sich nach der ältesten Rechnung richtet, die Sie von den Möbelmachern haben. Zwischen 20 und einem Prozent belohnen wir Ihre Firmentreue.


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5. Gitarrenfestival diesmal nicht bei uns

Weil das 9. internationale Gitarrenfestival 2008 ausnahmsweise nicht bei uns eröffnet wird, haben wir die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage und das 10-jährige Jubiläum des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb und des Tags der Regionen auf den Tag des Schreiners in der zweiten Novemberwoche verlegt.

Besuchen Sie mit uns das Festival und bitte notieren Sie sich schon mal den 7.bis 9. November im Kalender, da wird es was ganz besonderes geben.  Alle Kartenbesteller (Möbelmacherkunden sind bald dran) haben wir schon benachrichtigt und auf die homepage des Gitarrenfestivals verwiesen.


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6. Buchtipp: Corporate Citizenship in Deutschland

Corporatecitizenshipindeuts_2 Wies halt so geht: über eine nette Kundin habe ich Judith Polterauer kennen gelernt und mich mit ihr über Nachhaltigkeit unterhalten. Judith ist bei der Aktiven Bürgerschaft und hat jetzt zusammen mit Holger Backhaus-Maul, Christiane Biedermann und Stefan Nährlich das Buch herausgebracht:


Corporate Citizenship in Deutschland

Bilanz und Perspektiven
Herausgegeben von Holger Backhaus-Maul, Christiane Biedermann,
Stefan Nährlich und Judith Polterauer
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008.
541 Seiten. Broschur. EUR 39,90
ISBN 978-3-531-15959-1

Einen kleinen Beitrag haben wir auf den 541 Seiten auch leisten dürfen, die 7-seitige Darstellung des unternehmerischen Engagements am Beispiel der Möbelmacher steht neben der von Faber Castell, dem Schokoladenmacher Josef Zotter, dem Bergsportunternehmen VAUDE und dem Ölmulti BP. Für die Zielgruppe (SozialwissenschaftlerInnen, WirtschaftswissenschaftlerInnen, JournalistInnen, Führungs- und Leitungskräfte in Unternehmen und Nonprofit-Organisationen) ist das Pflichtlektüre, alle anderen dürfen den Artikel einfach auf unserer homepage lesen. 

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7. Aus dem Nachhaltigkeitsblog

Wir empfehlen ja immer das ganze Blog, aber einige Artikel ganz besonders:

Die offizielle Pressemeldung über die FeierTage FAierwöhnen und Fairwohnen


Kann eine Möbel-Submission funktionieren?


Zweite Stufe vom großen Preis des Mittelstandes erreicht


Thomas Geiger über die falsche Langsamkeit der cittaslow


Wir bauen die Zimmer für den Grünen Baum Kühnhofen


An Podiumsdiskussion als Fachmann für Dunstabzüge in Passivhäusern teilgenommen


Eva Slovic (der Rote Baron) fotografiert von Peter Jirmann jun.


Alles über unsere Hutanger von Alice Niklaus


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Gruppenbild06balkon20jahrew Besuchen Sie uns an den FeierTagen (oder davor oder danach), 

wir grüßen herzlich aus dem frühlingshaften Unterkrumbach

Ihre Möbelmacher

herwig Danzer

 

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Sollten Sie wirklich keine Mails mehr von uns wollen, mailen Sie einfach an

mailto:abbestellen@die-moebelmacher.de

Anregungen und Kommentare:
mailto:herwig.danzer@die-moebelmacher.de
website:  http://www.die-moebelmacher.de
weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/
Unterkrumbach 39
91241  Kirchensittenbach
09151 - 862 999
Geschäftsführer: herwig Danzer und Gunther Münzenberg
Amtsgericht Nürnberg HRB 14700

19. Mai 08

Corporate Citizenship in Deutschland - Bilanz und Perspektiven

Wies halt so geht: über eine nette Kundin habe ich Judith Polterauer kennen gelernt und mich mit ihr über Nachhaltigkeit unterhalten. Judith ist bei der Aktiven Bürgerschaft und hat jetzt zusammen mit Holger Backhaus-Maul, Christiane Biedermann und Stefan Nährlich das Buch herausgebracht: ...

"Corporate Citizenship in Deutschland - Bilanz und Perspektiven."

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008.
541 Seiten. Broschur. EUR 39,90
ISBN 978-3-531-15959-1

Corporatecitizenshipindeuts
Als sie mich erstmals um ein Kapitel aus der Sicht der Möbelmacher fragte, habe ich ja nicht gedacht, dass das soooo ein Wälzer wird:

Über 40 Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaftspolitik leisten eine umfassende Zwischenbilanz. Erstmals werden sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Debatten, fachliche Expertisen sowie gesellschaftspolitische Analysen zusammengeführt. Der Band lädt so zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

Konnte zunächst auch nicht verstehen, warum es sooo lange dauert ein Buch rauszubringen, als ich es in der Hand hielt, hab´ ich´s verstanden. Es ist wirklich ein Rundumschlag zum Thema Corporate Citizenship, und "es erschließt neue Sichtweisen und Perspektiven." Die unternehmerischen Beispiele im Kapitel "Engagierte Unternehmen" reichen von unserer Dorfschreinerei, über Faber Castellt, den Schokoladenmacher Josef Zotter bis zum Bergsportunternehmen VAUDE und dem Ölmulti BP. In der Einleitung heißt es:

Der vorliegende Band führt damit in Deutschland erstmals und umfassend sozial und wirtschaftswissenschaftliche Debatte, fachliche Expertisen sowie gesellschaftspolitische Analysen zum Thema "Corporate Citizenship" zusammen."

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dem Kauftipp, die nette Karte (siehe Foto) mit der ISDN-Nummer ist auch ein Hinweis darauf, das man die nette Buchhandlung in der Nachbarschaft nur durch den Kauf von Büchern erhält. Wenn man alles im Internet kauft und  dann mal nur zum Schmökern reinschauen will, könnte es schon zu spät sein.
http://www.corporate-citizenship-in-deutschland.de/

Mehr zu Corporate Citizenship auf der Nachhaltigkeitsseite der Möbelmacher


Unseren Beitrag über bürgeschaftliches Engagement kann man nach dem Klick lesen.

Mehr "Corporate Citizenship in Deutschland - Bilanz und Perspektiven" »

01. April 08

"Weidenflechtwerke" von Peter Sturm und Marion Fröhlich zeigt auch unseren Pavillion

Pavillionbuchweb In der Einladung zu unseren Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen am 1. April 2001 wird auch ein Flechtworkshop von Peter Sturm angeboten, der uns das Glück des Weidenpavillions neben der Werkstatt bescherte, sorgsam gepflegt von Helga Münzenberg.Helgapavillion1200

Sieben Jahre später bringt Peter mit seiner Partnerin Marion Fröhlich ein Buch zum gleichen Thema heraus, ein zukünftiges Standardwerk zu vielen Facetten des Flechtens. Vom wachsenden Sofa, über den lebenden Zaun bis zum schönsten Pavillion ... .Pavillionwinterguten_rutsch_kopie Die Innenarchitektin Marion Fröhlich, mit der wir schon mal einen Optikerladen einrichteten, hat alle erklärenden Zeichnungen beigesteuert, so dass das Buch auch für absolute Laien eine gelungene Einführung in dieses faszinierend vielseitige Handwerk ist.Pavillionschneevgestern361

Der Verlag Ulmer Pavillionsonnenaufgangweb hat eine ausführliche Beschreibung mit Inhaltsangabe und Klappentext zu  "Weidenflechtwerke"   geliefert, bestellen sollten Sie das Buch aber am Besten in Ihrer Buchhandlung und nicht bei Amazon, denn auch in Zukunft wollen Sie mal zum Schmökern zwischen Bücherregalen wandeln und nicht vorm Rechner sitzen. Pavillion2006sommerleute Wer es besonders eilig hat, soll es wenigstens bei Libri bestellen und an den Buchhändler liefern lassen, denn wer jetzt Amazon fröhnt, soll sich später nicht beschweren, dass es keine gemütlichen Buchhandlungen mehr gibt! Noch mehr über Peters Arbeit erfahren Sie auf Peters Homepage Weidensturm.de.

Ein paar Fotos unseres Pavillions haben wir hier eingefügt, um zu zeigen, über wie viele Jahre so ein Objekt Freude machen kann (zum Vergrößern draufklicken).

Müssen Peter und Marion unbedingt zum 20-jährigen Jubiläum am ersten Juniwochenende einladen, denn der Pavillion verlangt nach seinem Schöpfer, Gartenfreaks nach einem Fachmann und seine Bücher nach der Signatur und Ute muss ich um das Wühlen im Fotoarchiv bitten, denn am Server war kein einziges Bild dieses Workshops vor 7 Jahren (auf den Tag genau) zu finden.

Alles über unser Gelände erfährt man auf der homepage.

25. März 08

"O sole mio" - ZEIT zu reisen mit Ulrike und Martin Lösch

von Alice Niklaus

Der Hutanger kommt auch noch vor!

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20 Jahre Buchhandlung Lösch in Hersbruck  mit einer "literarischen Reise" in den Süden zu feiern war eine Glanzidee und wir reisten mit! 26 Leute hatten Zeit, in 1 1/2 Tagen mit einem Kleinbus in die Campania zu reisen und wiederum in 1 1/2 Tagen zurückzukehren. In Form von Hörbüchern begleiteten uns Jan Weilers "Maria, ihm schmeckt's nicht", Johann G. Seumes "Spaziergang nach Syrakus", Johann Wolfgang Goethes "Italienische Reise", Robert Harris' "Pompeji", Franca Magnanis "Mein Italien", Fabrizia Ramondinos "Die Katze" u.a. Die Einstimmung auf das jeweilige Reiseziel mit Hörbüchern war eine fabelhafte Idee! -P1040406 Unterwegs überwand Martin alle technischen Tücken der im Bus eingebauten Kaffeemaschine und bot uns galant eine Tasse Kaffee an. Unser Leben legten wir vertrauensvoll in die Hände unseres Chauffeurs Werner, allerdings wussten wir damals noch nicht, was uns verkehrstechnisch erwarten würde. Unsere Reiseleiterin, Ursula Wilfing - mit Wurzeln im "schönen Frankenland" (O-Ton!), in der Schweiz und in Italien - ist temperamentvoll, liebenswürdig, ein wandelndesP1040436 Nachschlagewerk, voller Witz und Charme. Das Telefonino lief heiss; ihre Verbindungen zu Restaurants, Wettergott, Taxiunternehmen, Parkplatzwächter und Verkehrspolizei liessen uns staunen. Neapel: enge Gassen, Mensch an Mensch, gedrängte Wohnungen, massig trocknende Wäsche an den Hausmauern, ja: auch Unrat, Italienisch auf Neapolitanisch (nix verstehen), Gewitter mit Platzregen, Flucht in den Innenhof eines Frauenklosters, Ursula richtet es, sogar verschwiegeneneP1040515_2 Örtchen kennt sie allüberall, Retterin in der Not. Archäologisches Nationalmuseum: ein Muss! Als erstes das Geheimkabinett der erotischen Darstellungen. Ursula hat uns angemeldet, ohne kommt man nicht hinein. Dazu kein Bild, muss ja nicht sein! Die Sammlung Farnese, die wunderschönen Mosaiken. Hunger: die einzig richtige Pizza auf der Welt, die neapolitanische, steht für uns bereit. Mit Mozzarella, die Fäden zieht, ein Gefühl wie Haare. Gewöhnungsbedürftig. Am Spätnachmittag FahrtP1040526 auf den Vesuv, im Nebel! Aufstieg zum Krater nicht möglich, weil  geschlossen, schaaade. Am 14. April 1944 brach der Vesuv das letzte mal aus. Die Lavaströme von damals werden unter der nachgewachsenen Vegetation verborgen. Dienstag halsbrecherische Fahrt der  Amalfi-Küste entlang. Steiler und enger ist kaum möglich. Hinauf nach Ravello. Die Villa Ruffolo, wo Richard Wagner Inspiration für den Parzival fand, liegt traumhaft schön hoch über dem Meer. Am Mittwoch Hochstimmung,P1040536 Paestum ist im Programm! Fahrt über die Autobahn bis zum Golf von Salerno, durch fruchtbare Landschaften der Seleebene, die die dicht besiedelten Orte am tyrrhenischen Meer und möglicherweise auch uns mit Gemüse (Artischocken z.B.)  versorgen.  Besuch eines  "Hutangers" italienischer Art, wir  befinden uns nämlich im Land  des "Mozzarella di Bufala".  Dieser Mozzarella wird aus Büffelkuhmilch hergestellt.  Mozzo = abgeschnitten, Handarbeit. Die Tiere werden hier gezüchtet. Die Rinder P1040534_2 galoppieren durch den "Anger". In der Farm gibt es Mozzarella, Joghurd und Eis aus Büffelkuhmilch. Wenig später in der "schönsten Stadt der Magna Grecia" angelangt! Erklärung: hier klicken. Eine wunderbare Ruhe liegt über der Ebene von Paestum, dahinter stehen die Berge von Capaccio und darüber dehnt  sich der strahlend blaue Himmel. Die Gruppe bestaunt den Cerere-Tempel  und zu meinen Füssen sonnt sich eine Eidechse.  Donnerstag, der Tag der hohen Wellen um Capri. Die

P1040645 Bootsfahrt war schräg, ein zweites Mal wäre ich wohl kaum mitgefahren. Bin stolz auf mich. Martin las in der Villa Axel Munthe, ich fotografierte Blumen hoch über dem Meer. Abends müde, aber doch ganz dabei bei der Lösch-Lesung. Freitag ab Mittag Rückreise. Vorher noch Pompeji. Wenig Leute im Strassengewimmel. Marianne verloren und beim Bus  wiedergefunden. Der Abschied von der Campania naht. Ein Dank ist längst fällig: lieber Martin, liebe Ulrike, es war eine Woche voller neuer An- und Aussichten. Wir wünschen euch beiden noch einmal mindestens 20 Jahre Glück, Freude und Erfolg mit Eurer Buchhandlung.

P1040684

 

Alice und Waldemar

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25. November 07

"Wir nennen es Arbeit" Das Buch von Holm Friebe und Sascha Lobo

Wirnennenesarbeit1000Zugegeben, spät entdeckt, das Buch ist nicht neu. Volkmar Lübke hat es mir beim Multistakeholderforum des Rates für nachhaltige Entwicklung empfohlen  (da muss ich morgen Nacht wieder zur 7. Jahreskonferenz hinfahren).  Ist ziemlich seltsam, aber erst an diesem Sonntag konnte ich das Buch dann lesen, seit Mitte September hatten wir auch an den Sonntagen ständig Veranstaltungen und der Kalender musste auch irgendwann geschrieben werden). "Wir nennen es Arbeit" ist die Darstellung aktueller Lebensbeispiele der digitalen Bohème, die sich jenseits der Festanstellung auch in Cafe´s  aber hauptsächlich im Internet abspielen. Das Buch schreibt locker über eine neue Generation von Selbstständigen ("im Hier und Netz"), zu denen ich mich selbst als Blogger manchmal zugehörig fühle, auch wenn ich nicht zuletzt durch unsere Kreditgeber eher in einer Festanstellung stecke. Trotzdem kann ich die Abneigung gegen den Ausdruck der Kalenderwoche statt eines konkreten Datums nachvollziehen (muss unsere Sekretärin Nina mal drauf ansprechen, aber ich glaube, sie übersetzt die KW-Termine schon automatisch in Kundensprache). Andererseits bin ich ein echter Feind der verlängerten Landenöffnungszeiten, die Bohèmes sind ja Freiberufler, die gefälligst einkaufen sollen, wenn´s was gibt und für die paar Spät- oder Sonntags-shopper-dödeln nicht den Abend und Feiertag der Verkäufer (und den eigenen) opfern.

"Und ist es auch Bullshit - so hat es doch Methode"

Überhaupt entdeckt man bei der Lektüre sehr gut seine eigenen Postion in dem Spiel um Internet, Blogs, Second Life, Google und You Tube, oder kann sich zumindest einordnen. Während wir Möbelmacher uns in Blogs halbwegs heimisch fühlen, ist die Spielwelt für uns völlig neu (weil ich den Termin des Nextpertmeetings in München zum Thema nicht wahrnehmen konnte). Wenn man dann liest, dass bei Second Life dem "Wohnen ein besonderer Stellenwert" zukommt, ärgert man sich über den  versäumten Termin. Vielleicht könnte es ja Allianzen geben, die das Know How der Möbelmacher der Einzelanfertigung im Einrichtungsbereich auch im "Spiel" vernünftig kommunizieren könnten?

Viel interessanter wird es für uns dann im Kapitel über "die parallele Gesellschaft."

Wirnennenesarbeit2_web Die Autoren zitieren den Verdacht von Holert und Terkessidis, "dass die Individualsierung ihren Namen nicht verdient, solange sie sich nur über Industrieprodukte und Konsum artikuliert."  Und wenige Zeilen später entdecken wir eine neue Formulierung für unsere Arbeit: wir müssen "identitäststiftende Konsumgüter zur Verfügung stellen," weil nur bei uns der gemeinsame Entwurf mit den Kunden und die anschließende Fertigung mit der Stückzahl 1 die Forderungen der Individualisierung ganzheitlich umsetzen kann.  "Die Beteiligung des Konsumenten an Design und Funktionalitäten eines Produkts " wird wohl nicht oft so konsequent umgesetzt, wie in Unterkrumbach, leider ist der Wert dieses Prozesses unseren Kunden erst nach der Verwirklichung des Auftrages bewusst.Im Vorfeld lässt sich dieser Mehrwert leider nicht glaubwürdig formulieren. Und als "Prosumenten" (Mischung aus Produ- und Konsument) sollten wir unsere Partner dann vielleicht auch nicht bezeichnen, auch wenn der Begriff bei uns durchaus Sinn machen würde.

Im Buch geht es um Stadtplanung (nicht zuletzt interessant für eine Slow City Hersbruck), um Bürgergeld um Solidargemeinschaften und um den "Schwarm," der nur ganz am Rande mit dem von Frank Schätzing zu tun hat.

"Das Wechselspiel aus Technologie, Stadtentwicklung, Kultur, sozialem Wandel und Politik wird Lebens- und Arbeitsformen ermöglichen und hervorbringen, die uns heute noch utopisch erscheinen. Die digitale Bòheme ist auf diesem Weg schon mal ein Stück vorgegangen, testet aus, was geht und was nicht. Ihre Subversion der Arbeitswelt ist keine destruktive, sondern eine konstruktive, indem sie die Attraktivität ihres Lebensmodells täglich neu unter Beweis stellt.

Kaufen Sie das Buch nicht bei Amazon, sondern bei Ihrem Buchhändler vor Ort, vielleicht richtet der dann auch mal ein Cafe´ mit W-LAN für die Notbookschlepper ein, denn auch wir nennen das Arbeit. 

Nachtrag: Als Referent war ich bei einer Veranstaltung über Corporate Social Responsibility der Friedrich Ebert Stiftung eingeladen, die Thomas Ramge von brandeins moderierte, der gerade mit Holm Friebe an einem neuen Buch schreibt. Auch das wird bestimmt lesenswert für Netzjunkies. 

20. November 07

Beim Kalenderschreiben entdeckt

Kartevorderseitepostkart100 Man wühlt sich ja so durch das Archiv und Emails beim Kalenderschreiben und so kam ich auch auf die nette Mail eines Empfängers unserer Einladung zur Lesung mit Christian Schüle und den Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen 07 unter dem Motto ZEIT zu leben (alle Artikel dazu sind in der Kategorie abgelegt).

Sein Schreiben:

Sehr geehrte Frau Danzer,

herzlichen Dank fuer Ihre Einladungskarte.
Moeglicherweise werde ich kommen.
Vorher werde ich jedoch als Leser der Wochenzeitschrift "Die Zeit"
Ihre Einladungskarte an die Chefredaktion "Die Zeit" senden, weil
der Druck auf Ihrer Einladungskarte genau dem geschuetzten Logo entspricht.
Mal sehen, wie die Chefredaktion in Hamburg reagiert.
Schade!!

Unsere Antwort:


Sehr geehrter Herr  ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Seitdem ich 17 bin, habe ich die Zeit abonniert, inseriere dort immer mal wieder und veranstalte eine Lesung mit einem Redaktionsmitglied der Zeit, eben Christian Schüle, ein genialer Autor, der mit uns auch zum Thema Slow City diskutieren wird. In unserem Weblog bewerben wir die Zeit ganz heftig, weshalb ich überzeugt bin, dass auch die anderen von Ihnen benachrichtigten und damit dankenswerterweise hoffentlich auch eingeladenen Redakteure der Zeit das "künstlerische" Foto mit meinem Kater so sehen, wie es gedacht ist: als Werbung für die beste Wochenzeitung die ich kenne. Sollten Sie aber gar nicht das Foto meinen, sondern den Schriftzug unseres Veranstaltungstitels "Zeit zu leben", kann ich Ihnen versichern, dass die Verwendung des Wortes "ZEIT" in der Standardschrift "Georgia" selbst von übelstgelaunten Juristen nicht beanstandet werden kann. Würde mich freuen,  Sie am nächsten Freitag begrüßen zu dürfen, das lesenswerte Buch heißt "Deutschlandvermessung" und beschäftigt sich auch sehr stark mit den Werten einer Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen aus Unterkrumbach

herwig Danzer
Das wunderbare Christian Schüle Dossier über die Zeit, Slow City und auch ein wenig Möbelmacher finden Sie übrigens hier im Weblog:
http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2006/12/mbelmacher_im_z.html

Hach ja, mit was man sich alles beschäftigen muss. Die Lesung war übrigens toll, deswegen habe ich diese Mail zufällig wiederentdeckt.

 

 

09. November 07

Farmer John erntet Wohlwollen im Hersbrucker (Slow-)Citykino

Kino Ein bisschen Bammel hatte ich schon. Klar, ich habe den Film nicht gedreht, nur bestellt, aber wenn ich einer Einladung folge, dann ist natürlich der Einladende fürs Programm zuständig. Und wenn er mir damit die Zeit stehlen würde, wäre ich sauer.

Erna War aber niemand sauer, ganz im Gegenteil, viele haben sich ausdrücklich für die Organisation der Veranstaltung bedankt. Erstens hatten wir ein mit 82 Gästen richtig volles Kino und zweitens waren dieselben recht begeistert. Nach meiner Begrüßung, in der ich auch die wichtigsten Bücher zum Thema vorstellte, spürte man gleich die gute Stimmung im Saal. Denn die Zuschauer amüsierten sich prächtig und bei mir starb die Furcht, dass mehr Menschen den Film so verreißen würden, wie die Nürnberger Nachrichten oder meine Frau. Betz Die Hoffnung, dass auch das Umfeld, also Menschen und Saal die Wirkung eines Films beeinflusst, hat sich bewahrheitet. Es blieben sogar noch fast 50 Menschen zum Diskutieren sitzen, was mich vor allem deshalb freute, weil das ja der eigentliche Zweck des Films sein soll: Ein besseres Verständnis für die Lage der Produzenten, hauptsächlich natürlich der Landwirte, aber auch des Handwerks. So hat die durchaus interessante Lebensgeschichte des Farmers John Peterson - mit und ohne Federboa - auch in der Hersbrucker Alb zum Nachdenken angeregt. Vielleicht finden wir auf diesem Weg wieder neue Autoren oder wenigstens Leser für unser Nachhaltigkeitsblog. Wär doch auch schon mal was. Img_1196

Vielen Dank an den Kinochef Jürgen Petzold, vor allem dafür, dass er mir nicht verraten hat, dass der Film erst eine Stunde vor der Aufführung ankam, Dank an Martin Lösch für den interessanten Büchertisch und die Halbierung der Kosten, an Steffen Krug fürs Fotografieren und an Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark für die Übernahme der Spendengelder von 160 Euro.

Die Einladung im Newsletter

06. September 07

Newsletter Nr. 33: Tag der Massivholzküche am Samstag

Abbestellmail wie immer am Ende des Newsletters!

 Mit eingearbeiteten Kommetaren von Manfred Lautenschlager

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Liebe Leute,

Homepagestartseite200_2 "Die Küche zum Kochen" nannte Otl Aicher - ein Freund von Gerd Bulthaup - anno 1982 sein neues Buch über die Küchenplanung. "Das Ende einer Architekturdoktrin" verkündete er seinerzeit und seit unserer ersten gelieferten Massivholzküche im Jahre 1989 arbeiten wir an diesem hehrem Ziel gemeinsam. Denn Lebensqualität in einer Küche entsteht vor allem durch eine Grundrissplanung, die nicht nur Kochen, sondern auch Leben in einer Küche erlaubt. Und natürlich durch Einzelanfertigung, das Holz aus der Heimat und gute Geräte von Miele.
An diesem Samstag (8.Sept. 07) wollen wir das mit Ihnen gemeinsam ausprobieren. "Kochen mit Freu(n)den" heißt unser Motto. Wir filetieren Saiblinge, lehren die Zwiebelschneidtechnik und testen Dampfgarer, Tepan Yaki und Induktionskochfelder. Ein paar Anmeldungen haben wir sogar schon vor der offiziellen Ankündigung erhalten, wir freuen uns auf Ihren Besuch, natürlich gibt auch nen feinen (reinen) Wein von Manfred Rothe.

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Die Themen heute:

1. Kochen mit Freu(n)den am Samstag

2. Sonderangebote Schränke, Sofas und Tische

3. Lesung und Konzert: was geschah?

4. Pro Natura mit Torf, Weide und Zirbe

5. Die gute Form mit Lob und Kritik

6. Farmer John, Grüne Lust, Bioerlebnistage und Consumenta

7. Neues Buch von Stefan Pürner, neue CD von Bluemama

8. Kurzmeldungen und Links

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1. Kochen mit Freu(n)den am Samstag

Ausstellungkochen_2 Der Tag der Küche ist deutschlandweit vom "Arbeitskreis moderne Küche" ausgerufen, wir folgtem dem Ruf, aber mit der Umwidmung auf den "Tag der Massivholzküche". Wir freuen uns einfach über alle, die mit uns gemeinsam was kochen wollen. 

Ein lustiges Problem über das "Filetieren von Massivholz" mit der Anzeige in der Pegnitz-Zeitung (in der Hersbrucker wollten wir nicht inserieren, weil dort die Gesundheitstage sind) beschreiben wir hier im Weblog.

Und natürlich finden Sie die Rezeptlinks in unsere Rezeptdatenbank und alle anderen Tipps auf der Sonderseite Tag der Küche.


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2. Sonderangebote Schränke, Sofas und Tische

Sonderangebotsschrankglas10_2 Insgesamt haben wir gerade drei Schlafzimmer übrig, vier Tische, ein Bad, zwei Wohnzimmermöbel und jede Menge Polstermöbel. Diese sind zur Zeit sogar in der 15%-Aktion. Deswegen aktualisieren wir ständig unsere beiden Sonderangebotsseiten, auf denen wir jetzt manchmal auch Kundenmöbel (nicht unbedingt von uns gefertigt) anbieten.

Sonderangebotsseite Massivholzmöbel

Sonderangebote Jori-Polstermöbel aus Ausstellung

Jori Sofa 15%Aktion

Jori Sessel15%-Aktion



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3. Lesung und Konzert Unterkrumbacher Werkstatt-Tage 07: was geschah?


Schlezimmermannstehend Die Lesung mit Christian Schüle fanden offensichtlich nicht nur wir beeindruckend, denn auf ein Schreiben von Gerda Münzenberg antwortete er (ausschnittweise):

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"Die Lesung bei den Möbelmachern war eine rundum schöne Erfahrung, die mich stolz sein lässt, dass so gebildete und interessierte Leserinnen wie Sie den einen oder anderen Gedanken der „Deutschlandvermessung“ in kleineren und größeren Kreise weiter diskutieren. Nichts wagt ein Autor mehr zu wünschen als dies (zumal er genau das als Ideal ausgegeben hat)! (...) Wann immer Hersbruck es mag, werde ich wieder zu  einer Lesung kommen, und wieder wird alles so gut organisiert und wohltuend durchgeführt sein, eine verständige Geneigtheit, von dem all die, die in den großen Städten leben und oft das Gefühl und die Leidenschaft verloren haben, nur lernen können. Darum, im übrigen, wird es in dem Roman gehen, den ich jetzt zu schreiben beginne: um den Verlust des Spürens und der Hingabe. "

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Hier können wir nur die präventive Einladung aussprechen: Sobald das Buch fertig ist, organisieren wir eine Lesung. Versprochen.
Die ganze Antwort von Christian Schüle im Blog
Alle Artikel (Anselm Stieber, Gerda Münzenberg, Alice Niklaus, Martin Lösch, Roland Zimmermann, Thomas Raum, Katja Bub) über Konzert, Lesung und die Werkstatt-Tage finden Sie unter der Rubrik ZEIT zu leben.

Nochmal Danke an alle Beteiligten, vielleicht könnte ja noch was draus entstehen.

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4. Pro Natura mit Torf, Weide und Zirbe


Fraumitsteckdoseimkissen_2 Pro Natura hat sein Programm unter dem Motto: Gesund schlafen mit der Heilkraft von Zirbe, Weide und Torf erweitert. Einige feinfühlige Menschen haben damit schon sehr positive Erfahrungen gemacht, das naturheilkundliche Wissen, ob der Heilkraft dieser Pflanzen ist schon sehr alt, die Umsetzung in den Matratzenauflagen sehr modern. Die Salicylsäure der Weidenrinde (kennen Sie vom Aspirin), die "Fango-Wirkung" des Torfs (bei Gelenkproblemen wie z.B. Rheuma) und die beruhigende Wirkung des Zirbenduftes (dessen Wirkung auf die Fruchtbarkeit ist umstritten, wenn auch rein empirisch dran gearbeitet wird) sind sicher gesünder als Tabletten, aber es gibt sie noch nicht auf Rezept. Eine Bettauflage mit verhütender Wirkung ist in Arbeit, man experimentiert mit Kuhdung (nee Vorsicht, ist ein Scherz, obwohl es wohl funktionieren würde).

Mehr dazu auf unserer Pro Naturaseite über Bettsysteme und mehr.

Weitere Informationen hat Manfred Lautenschlager wenige Stunden später beigesteuert:

Kchelautenschlagerportrait Sodann: Kuhfladen ein vielleicht wirksames aber nicht empfehlenswertes Verhütungsmittel.

Darüber schweigt sich in der Tat die alte Rezeptliteratur aus; bekannt sind dafür aus der entsprechenden Gerüchteküche des 15. Jhs. (Kloster Tegernsee) Rezepte wie diese - hier gleich aus dem gelehrten Latein übersetzt:

mag[778c] Hasenkot, über dem Bett der Frau aufgehängt, verhindert die Schwangerschaft.
mag[746] Ausgefallene Milchzähne von Knaben, in Blattsilber gewickelt, dienen als Verhütungsmittel, wenn man sie über dem Bett der Frau aufhängt.

Dies also alles weit weniger anrüchig als die Kuhfladen in der Matratze. Wer lieber etwas Verbindlicheres verwenden möchte, dem sei hingegen gedient mit:

mag[768] Der Samen von Sauerampfer, in einem Tuch über die linke Schläfe gebunden, dient der Frau als Verhütungsmittel, solange das Tuch festhält.
oder:
mag[791] Zwei Wieselhoden, an den Schenkel der Frau festgebunden, dienen als Verhütungsmittel, solange sie dort festhalten.

Wem (als Frau) das alles zu unsicher ist, kann freilich auf Nummer sicher gehen und beherzt einen kräftigen Schluck Bocks- [778a] oder Wolfsurin [783c] trinken, oder ein Stück Sigmarswurz in Mauleselinnenurin [766] schlucken, was dann sehr direkte Mittel zur gleichen Anwendung sind.

Nachlesen kann man dies alles in der "unterhaltsamen Ecke", sprich dem Anhang mit den "magischen" Rezepten unserer Publikation des "Liber Illuministarum" (ed.
Bartl, Lautenschlager et al.) Stuttgart 2005; das Buch ist im normalen Buchhandel leider schon vergriffen (ob wegen der ausnahmslos seriösen kunsttechnologischen Rezeptanweisungen, oder dem unterhaltsamen Anhang - wissen wir nicht), es sind aber noch ein paar letzte Exemplare im Buchladen des Germanischen Nationalmuseums erhältlich, dem Ort wo unser DFG-Projekt ja auch angesiedelt war.

In der anzitierten, lehrreich wie vergnüglich zu lesenden "magischen Ecke" des Buches findet man weiter Treffliches über Aphrodisiaka, gegen Sterilität, wie man Jungen bzw. Mädchen zeugt, Ehebrecherinnen überführt und überhaupt (Frauen
natürlich) nachtschlafends die ganze Wahrheit auszuplaudern veranlässt.

Wer übrigens partout nicht auf seiner umzirbelten Dungmatratze einschlafen kann, lege einfach einen Liber Illuministarum neben sich aufs Nachtkästchen, fange an im Register zu blättern .... etc.


Mit herzlichem Gruß,

Manfred

 

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5. Die gute Form mit Lob und Kritik


Img_8866 Dass unsere Lehrlinge wieder Preise eingeheimst haben, erwähnten wir ja schon im letzten Newsletter. Jetzt geht es um die Preisverleihung mit Freisprechung der Gesellen.
Es muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein (wo kommt das eigentlich her?), Prof. Klöcker kann bei der Laudatio für die Preisträger der guten Form 07 auch mit sehr kritischen Bemerkungen, nicht nur über die  unpassende Kleidung mancher Junggesellen, die Zuhörer zum Zuhören bringen. Über seine immer wiederkehrende Kritik an der Maserrichtung von Gesellenstücken haben wir als Massivholzschreiner aber einige Infos zusammengetragen und zur Diskussion gestellt. Im Weblog. 

Die Antwort auf die Frage nach der Herkunft von Manfred Lautenschlager:

Lieber herwig,
 
wo "Friede, Freude, Eierkuchen" herkommen, fragst Du Dich.
 
Frag' ich mich auch und hab' mal beim Freiburger Emeritus Lutz Röhrich in seinem "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" (1991) nachgeguckt; dem fiel leider auch nichts besonders Erhellendes ein, aber immerhin soviel:
 
(Bd. I, S. 476 s.v. Frieden)
[...] Die erst in jüngster Zeit bekannt gewordene Redensart "Friede, Freude, Eierkuchen" bezieht sich auf den von Politikern, aber auch in Familien, Vereinen etc. nicht selten unternommenen Versuch, die Dinge zu beschönigen und Harmonie vorzutäuschen. Sie bedeutet soviel wie: Dieses Schöntun mag glauben, wer will.
 
Soviel also von Röhrich; für ihn, wie für alle Professoren unserer Vätergeneration bedeutet "in jüngster Zeit" immer ab 2. Hälfte 20. Jh.
 
Die Fragwürdigkeit dieses Friedens und der dreinfahrenden Freude mag sich allenthalben in der oft prekären Stabilität eines Eierkuchens angedeutet finden, wie in dem schönen Spruch Soltaus (zitiert nach dem Grimmschen Wörterbuch, s.v.
Eierkuchen):
wer allzu schnell steigt über sich,
der felt gewis bald unter sich,
gleichwie ein eierkuchen.

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6. Farmer John, Grüne Lust, Bioerlebnistage, Tag der Regionen, Consumenta


Schon mal die Veranstaltungen der nächsten Monate zum notieren:

Ausnahmsweise nicht auf der grünen Lust, weil dort eine Modenschau stattfindet und wir die Models nicht mit Kalorien locken dürfen. (Organisiert von Glore, einem Klamottenladen in Nürnberg, der fair gehandelte und umweltbewusst produzierte Kleidungsstücke führt, wir berichteten im Blog). Wir laden Sie heftig dazu ein, denn die grüne Lust ist immer eine Reise wert, wir können uns jetzt endlich mal selbst dort umsehen.

Dafür kochen wir mit den üblichen Verdächtigen (Diana Burkel, Stefan Rottner) während der Bioerlebnistage am 5. und 6. Oktober am Hauptmarkt in Nürnberg.  Alles über die Bioerlebnistage

Außerdem gibt es am Samstag, dem 16.September noch ein paar Karten für den sehenswerten Film "Farmer John" im Cinnecitta, der die Geschichte vom Jungbauern über viele Entwicklungsstufen bis zum Biobauern beschreibt. Das historische Filmmaterial seiner Mutter ist wirklich klasse, und das Happy End motiviert glatt zum Gemüseanbau (o.k. vielleicht nicht jeden). Wir würden uns freuen Sie dort zu treffen. Vielleicht zeigen wir den Film ja auch mal im Hersbrucker Kino, dann könnten wir wieder unsere Kunden einladen, mal sehen. Ausführliches zum Film.

Auf der Consumenta (27.Oktober bis 4. November) sind wir auch, diesmal konzentrieren wir uns auf den bayerischen Rundfunk mit unseren fränkischen Spitzenköchen, wo wir uns ja sehr wohl fühlen und Sie schon jetzt zum Mitmachen beim Gewinnspiel animieren wollen: da können sie Consumentakarten und Plätze an der Testessertafel gewinnen.

Der Tag der Regionen in Henfenfeld am 30. September ist sowieso Pflichttermin für alle, wir erwarten Sie am Gemeinschaftsstand des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb oben am Schloss, vielleicht machen wir ein paar Kartoffelchips am Tepan Yaki


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7.
Neues Buch von Stefan Pürner, neue CD von Bluemama

Stefanprnerbuch2_800_2 Übrigens sind alle unsere Buchbesprechungen im Weblog in der passenden Kategorie am rechten Rand zu finden: Bücher

Vor genau einem Jahr las Stefan Pürner aus seinem Buch "Geklont", wir hoffen bald zur Lesung von seinem neuen Werk "Sgt. Pepper live" einladen zu können. Aus der Freude über eine Reise in die musikalische Vergangenheit und der Erkenntnis, dass heute schon Menschen auf dieser Erde leben, die das angeblich erste "Konzeptalbum der Popgeschichte" nicht mehr kennen, haben wir das spannende, informative und zum Schmunzeln bringende Buch für Sie gelesen: die Rezension.

Bluemama (Renate und Jochen Braun) verkörperte bei der Lesung im August 06 die geklonte Janis Joplin, jetzt haben sie ein neues Album auf den Markt gebracht (The good, the past an the present), zu bestellen über die Bluemama Seite.

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8. Kurzmeldungen und Links


Am Sonntag noch bei Dennis Scheck in "Druckfrisch" im ersten Programm, am 11. September in der Buchhandlung Lösch: Krimiautorin Maria Schenkel

+++   Mit dem Suchwort "Massivholzküche" bei Google sind wir seit gestern auf Platz eins. "Und jetzt guckt wieder kein Schwein." Tiefgründiges zur Internetarbeit im Weblog.

+++  Seltsame Anmeldeprozeduren für das Multistakeholder Forum brachten uns zur heftigen Kritik am Rat für Nachhaltige Entwicklung, aber sie haben reagiert und wir wollen eine der wenigen zukunftsgerichteten Organisationen Deutschlands nicht behindern, sondern unterstützen, auch wenn nicht alle Zweifel an der Vorgehensweise ausgeräumt sind.

+++  Wer wie wir ein faible für Extremsportarten hat, findet davon selten Berichte im Fernsehen. Halbwegs vernünftigen Ersatz findet man manchmal bei Speedup-TV im Internet. (Nachtrag: so toll sind die Sender doch nicht, lesen sie lieber ein Buch) 

+++  Immer wieder tauchen im Weblog neue Artikel über unsere Ugandareise auf. Am leichtesten zu finden über die integrierte Suchmaschine mit dem Suchwort (raten Sie mal) "Uganda." Wer sich für die noch ernsteren Dinge und die Kindersoldaten im Norden Ugandas interessiert, kann sich bei der 22-jährigen Politikstudentin Sophie Haarhaus live aus Uganda im Taz-Blog informieren: "Uganda-Schatten und Licht"

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Saiblingfiletieren_2 Jetzt wird´s Herbst, wir freuen uns auf Sie am Tag der Küche aus Massivholz am Samstag von 10 bis 17 Uhr und grüßen aus Unterkrumbach

 

Ihre Möbelmacher

 

herwig Danzer

 

Sollten Sie keine Mails mehr von uns wollen, mailen Sie einfach an

mailto:abbestellen@die-moebelmacher.de

Anregungen und Kommentare:
mailto:herwig.danzer@die-moebelmacher.de
website: http://www.die-moebelmacher.de
weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/
Unterkrumbach 39
91241  Kirchensittenbach
09151 - 862 999
Geschäftsführer: herwig Danzer und Gunther Münzenberg
Amtsgericht Nürnberg HRB 14700


Die Antwort von Manfred Lautenschlager kam wenige Stunden später, in der Zwischenzeit ist sie schon in rot an der richtigen Stelle in den Artikel eingearbeitet:


Lieber herwig,


wo "Friede, Freude, Eierkuchen" herkommen, fragst Du Dich.

Frag' ich mich auch und hab' mal beim Freiburger Emeritus Lutz Röhrich in seinem "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" (1991) nachgeguckt; dem fiel leider auch nichts besonders Erhellendes ein, aber immerhin soviel:

(Bd. I, S. 476 s.v. Frieden)
[...] Die erst in jüngster Zeit bekannt gewordene Redensart "Friede, Freude, Eierkuchen" bezieht sich auf den von Politikern, aber auch in Familien, Vereinen etc. nicht selten unternommenen Versuch, die Dinge zu beschönigen und Harmonie vorzutäuschen. Sie bedeutet soviel wie: Dieses Schöntun mag glauben, wer will.

Soviel also von Röhrich; für ihn, wie für alle Professoren unserer Vätergeneration bedeutet "in jüngster Zeit" immer ab 2. Hälfte 20. Jh.

Die Fragwürdigkeit dieses Friedens und der dreinfahrenden Freude mag sich allenthalben in der oft prekären Stabilität eines Eierkuchens angedeutet finden, wie in dem schönen Spruch Soltaus (zitiert nach dem Grimmschen Wörterbuch, s.v.
Eierkuchen):
wer allzu schnell steigt über sich,
der felt gewis bald unter sich,
gleichwie ein eierkuchen.



Sodann: Kuhfladen ein vielleicht wirksames aber nicht empfehlenswertes Verhütungsmittel.

Darüber schweigt sich in der Tat die alte Rezeptliteratur aus; bekannt sind dafür aus der entsprechenden Gerüchteküche des 15. Jhs. (Kloster Tegernsee) Rezepte wie diese - hier gleich aus dem gelehrten Latein übersetzt:

mag[778c] Hasenkot, über dem Bett der Frau aufgehängt, verhindert die Schwangerschaft.
mag[746] Ausgefallene Milchzähne von Knaben, in Blattsilber gewickelt, dienen als Verhütungsmittel, wenn man sie über dem Bett der Frau aufhängt.

Dies also alles weit weniger anrüchig als die Kuhfladen in der Matratze. Wer lieber etwas Verbindlicheres verwenden möchte, dem sei hingegen gedient mit:

mag[768] Der Samen von Sauerampfer, in einem Tuch über die linke Schläfe gebunden, dient der Frau als Verhütungsmittel, solange das Tuch festhält.
oder:
mag[791] Zwei Wieselhoden, an den Schenkel der Frau festgebunden, dienen als Verhütungsmittel, solange sie dort festhalten.

Wem (als Frau) das alles zu unsicher ist, kann freilich auf Nummer sicher gehen und beherzt einen kräftigen Schluck Bocks- [778a] oder Wolfsurin [783c] trinken, oder ein Stück Sigmarswurz in Mauleselinnenurin [766] schlucken, was dann sehr direkte Mittel zur gleichen Anwendung sind.

Nachlesen kann man dies alles in der "unterhaltsamen Ecke", sprich dem Anhang mit den "magischen" Rezepten unserer Publikation des "Liber Illuministarum" (ed.
Bartl, Lautenschlager et al.) Stuttgart 2005; das Buch ist im normalen Buchhandel leider schon vergriffen (ob wegen der ausnahmslos seriösen kunsttechnologischen Rezeptanweisungen, oder dem unterhaltsamen Anhang - wissen wir nicht), es sind aber noch ein paar letzte Exemplare im Buchladen des Germanischen Nationalmuseums erhältlich, dem Ort wo unser DFG-Projekt ja auch angesiedelt war.

In der anzitierten, lehrreich wie vergnüglich zu lesenden "magischen Ecke" des Buches findet man weiter Treffliches über Aphrodisiaka, gegen Sterilität, wie man Jungen bzw. Mädchen zeugt, Ehebrecherinnen überführt und überhaupt (Frauen
natürlich) nachtschlafends die ganze Wahrheit auszuplaudern veranlässt.

Wer übrigens partout nicht auf seiner umzirbelten Dungmatratze einschlafen kann, lege einfach einen Liber Illuministarum neben sich aufs Nachtkästchen, fange an im Register zu blättern .... etc.


Mit herzlichem Gruß,

Manfred


Sgt. Pepper Live von Stefan Pürner

Nein, eigentlich habe ich nicht die musikhistorische Kompetenz um einen Artikel über Stefan Pürners Epos „Sgt. Pepper Live“ zu schreiben. Low-level-Allgemeingut zum angeblich ersten Konzeptalbum der Popgeschichte ist bei Wikipedia zu finden, das ist aber schon fast alles, was ich fachlich dazu beisteuern könnte.Stefanprnerbuch2_800 Trotzdem: Stefan Pürner (ein Advokat, der vor allem in Sarajevo nach dem Rechten sieht) hat genau vor einem Jahr bei uns aus seinem Buch „Geklont“ gelesen (mit musikalischer Begleitung vom Janis Joplin Klon Bluemama, die grade eine neue CD herausbrachte) und außerdem ist er ein Schulfreund, dessen Vater ich als durchaus eigenwilligen Lehrer kennen lernen durfte.

Stefanprnerbluemama06 Zurück zum Buch, zu dem ich mir wieder eine schnuckelige Lesung mit Musik gut vorstellen könnte: Ich habe es neugierig, schnell, interessiert und amüsiert gelesen. Neugierig aus persönlichem Interesse, weil ich wissen wollte, was er wieder ausgeheckt hat. Schnell, weil ich es auch richtig spannend fand. Interessiert, weil es ganz viel Fachwissen zur Verfügung stellt, das ich (als Bob Dylan und Folk-Freak) nie ansammeln konnte. Amüsiert, weil an vielen Stellen so witzige Ideen, Geschichten und Formulierungen auftauchen, dass sich das Buch auch einfach zur Unterhaltung eignet, selbst wenn man mit den Beatles nicht so viel am Hut hat.

Stefanprner06Das größte Manko lässt sich leider nicht wegschaffen. Eigentlich bräuchte man zu diesem Buch eine CD, die die Erinnerung wachküsst. Vielleicht sollte man wenigstens die Links zu den Texten sammeln, die bei Wikipedia verfügbar sind, denn sie können helfen, immerhin die lyrischen Fragestellungen abzudecken:

War die hommage an die Politesse Lovely Rita wirklich sooo sexuell formuliert, dass damit ein Gerichtsverfahren 40 Jahre später beeinflusst werden kann? Ist „Within You Without You“ wirklich ein Text, der tags darauf zum Mord nach dem Beischlaf führen muss? Sind die Tierstimmen in „Good Morning, Good Morning“ wirklich in der Fressfolge der Tiere angeordnet, dient die Diskussion darüber ausschließlich der Festigung oder Neuordnung der Kompetenz-Hackordnung im Seminar an der Uni oder gar ausschließlich dem Paarungserfolg der Kommilitoninnen und -onen, der (leider) immernoch von den ergrauten Professoren dominiert wird?

Der Autor kann eine ganze Seite lang über zwei Takte, gekrönt von der Triangel schreiben, ein paar andere Takte „wie einen zögernden Orgasmus“ schildern, begründen, warum Punk die logische Antwort auf das Sgt. Pepper´s Album ist, und sogar Argumentationshilfen für unser Alter gegenüber den Enkeln liefern: Carnival of Light http://de.wikipedia.org/wiki/Carnival_of_Light war die Mutter alle Raves, leider haben das Lied nur ganz wenige Menschen jemals gehört. Er erfleht das Recht der Rentner auf Musikkritik:

„Ich aber sage Euch: Wenn wir den Rock schon demokratisieren wollen, dann haben auch die Rentner was zu sagen. (...) Schließlich haben wir den Scheiß mehrfach gekauft. Erst als Single, dann als LP, später dann als MC (Musikcasette), noch später als unbearbeitete CD, schließlich als CD mit Bonus Track. Irgendwann auch als remasterte CD.“


Ach ja, die Rentner. An vielen Stellen streitet der vermeintlich jung gebliebene Verstand mit den Lebensumständen. „Seniorendiskriminierung“ nennt er rechtzeitig (und mit vollem Recht!) das Lied „When I´m sixty-four“ und im Track 09 „Entrümpelung“ zieht sich ein Held der Kurzgeschichten auf der Flucht vor blägenden Zwillingen in den Keller zurück, um Beatles Platten zu sortieren: die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Eimerchen.

„Yellow Submarine“ „Tut mir leid, auch das kommt nach rechts.“ Das „Weiße Album“: Links, na klar.

Stefanprner Stefan reicht aber die literarisch fiktive Aufbereitung (gottseidank) nicht. Im Anhang bringt er noch sooo viele interessante Infos, die man heute wohl crossover nennen würde. In brandeinsmanier präsentiert er schmunzelige Zahlen bis zur (gigantischen) Schuhnummer des Autors, bei der Bewertung anderer Alben führt er die Kategorie „Nachhaltigkeit“ ein, weshalb ihm auch die Besprechung im Nachhaltigkeitsblog gebührt.

Nachdem nicht ganz sicher ist, ob die ersten Aufnahmen zu diesem Album am 24. oder 26. November entstanden sind, plädiere ich für den 25. November 1967, meinen fünften Geburtstag. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass der vierzigste Geburtstag des Albums die Lebensfreude namens „Summer of love“ in eine Zeit fällt, in der die LOHAS (Livestyle of Health and Sustainibility) ihre erste Kategorisierung im Zukunftsinstitut erfahren haben. Vielleicht sollte man ihnen mal das Album vorspielen? Stefans Buch lohnt sich auf jeden Fall für jedes Alter.

(Eindeutig im Vorteil sind aber die, die wissen wer das ist: Pink Floyed, Alan Parsons Project, Eric Clapton, The Shadows, Bono (U2), Chuck Berry, Kieth Richards (Rolling Stones), Peter Frampton, Bee Gees, Tina Turner, Deep Purple, Elton John, Klaus Vormann, Ian Anderson (Kansas), Crossby, Stills Nash and Young, David Gilmore, Bob Dylan, Peter Green, Thin Lizzy, Wishbone Ash, Roger Chapman, Frank Zappa, The Byrds, Roxy Music, Jose Feliciano, Wet Wet Wet, u.v.a.)

Bilder von der Lesung 2006 von Thomas Geiger

Rezension seines Buches "Geklont" von Thomas Geiger

Die Bilder der Lesung 2006

Geklontes - Erinnerung von herwig Danzer

Wenn man in seiner Buchhandlung vor Ort auch in Jahren noch Bücher in die Hand nehmen will, dann kauft man sie dort und nicht im Internet! Dort reicht auch Titel und Autor, weil die Leute Ahnung haben! Na gut, die ISBN Nummern geben wir noch durch:

  • ISBN-10: 3931624463
  • ISBN-13: 978-3931624460

 

 

04. September 07

Christian Schüle: Antwort auf die "Nachricht aus der Provinz" von Gerda Münzenberg

Christian Schüle las am 17.August 07 in unserer Werkstatt aus seinem Buch Deutschlandvermessung.
Gerda Münzenberg informierte ihn per Weblog "Nachrichten aus der Provinz" über die Eindrücke, die er hinterlassen hat und stellte noch einige Fragen. Hier seine Antwort:

Christianschle Liebe Gerda Münzenberg,

natürlich erinnere mich an Sie! Leider komme ich (das Rasen der Zeit, da haben Sie es...) erst jetzt dazu, mich sehr herzlich für Ihren öffentlichen Brief vom 23.August zu bedanken, mit dem Sie mir eine große Freude bereitet haben. Die Lesung bei den Möbelmachern war eine rundum schöne Erfahrung, die mich stolz sein lässt, dass so gebildete und interessierte Leserinnen wie Sie den einen oder anderen Gedanken der „Deutschlandvermessung“ in kleineren und größeren Kreise weiter diskutieren. Nichts wagt ein Autor mehr zu wünschen als dies (zumal er genau das als Ideal ausgegeben hat)!
Sie haben ganz recht: der von mir skizzierte Ichling ist nicht direkt die Blaupause für einen Mittdreißiger „auf dem Land“. Während der Gespräche nach der Lesung wurde mir klar, dass das sicher eine heikle Verallgemeinerung ist, und auch jene Frage bleibt, wie man eine Sprache entwickeln kann, die die Ichlinge aller Schichten, also auch der untreren. erreicht, denn darum geht es ja, um ein schichten- und generationenübergreifendes Bewusstsein. Ich denke seit meinem Besuch sehr darüber nach.
Ich habe Hersbruck am Samstag mit einem Gefühl großer Erfülltheit verlassen, einem Gefühl von Wärme und großer Sympathie, und ich bin glücklich, dass das, was ich schreibe und anzubieten habe, von solch debattierfreudigen Menschen an- und aufgenommen wird. Von nichts werde ich mich abbringen lassen, diesen Weg weiter zu gehen, und das nächste Buch, wann immer es erscheint, wird verfasst sein im Wissen darüber, dass solcherart geistige Auseinandersetzung nicht nur eine der schönsten, sondern auch eine fruchtbringende Art zwischenmenschlicher Kommunikation ist. So etwas lässt sich nicht am Markt verhandeln. So etwas ereignet sich zwischen offenen Menschen im offenen Raum im gemeinsamem Aufbegehren gegen die Kontinuität des Schwachs