Mein Foto

Bücher

  • Uwe Timm: Der Freund und der Fremde

    Uwe Timm: Der Freund und der Fremde
    Es geht nicht nur um den 1967 bei der Anti-Schah-Demonstration erschossenen Benno Ohnesorg, der ein Freund des Autors war. Es geht um das Gefühl einer Generation, den Gründen für die Suche nach nicht nur literarischer Befreiung. Uwe Timm hat bei uns 1995 noch in der Hersbrucker Werkstatt aus "Die Entdeckung der Curyywurst" gelesen und seitdem mögen wir ihn einfach. Seine Sprache, sein Denken und den Menschen. Das Weblog Perlentaucher hat ausführliche Rezensionen gesammelt

  • Heinz und Karl Heinlein, Dres. Andreas und Claudia Hemp, Dr. Rainer Schöller, Michael Scholz, Gerhard Schütz, Rainer Wölfel: "Hutanger Natur und Kulturerbe mit Zukunft"

    Hutanger_1

    Dieses Buch muss die Pflichtlektüre für die Bewohner der Hersbrucker Alb werden. 20 Jahre mühsame, aufreibende, engagierte und vor allem erfolgreiche Arbeit für die Lebensqualität in der Hersbrucker Alb sind ehrlich, historisch und wissenschaftlich dokumentiert. Aber das wichtigste: Zukunftspläne werden vorgestellt, die so naheliegend und logisch sind, dass man sich wundern muss, warum noch nicht alle an deren Umsetzung arbeiten. Theatralische Besprechung im Weblogbeitrag mit allen Links, zu kaufen in der Buchhandlung Lösch oder im Pfeiffer-Verlag.
  • Verlag für moderne Kunst Nürnberg: "Fußball:Kunst"

    Fussball_kuns

    Selbst für Leute, die Fußball nicht mögen ist dieser 52-seitige Kalender eine echte Freude, nicht nur wegen der Fotos, Cartoons und Bilder, sondern vor allem wegen des Vorworts und der Sprüche. Alle Infos im Weblogbeitrag
  • Stefan Münz: Professionelle Websites - Programmierung, Design und Administration von Websiten

    Ein Urvater des webdesigns hat auf knapp 1000 Seiten den aktuellen Rundumschlag über die websites gewagt und war erfolgreich. Die wichtigsten Werkzeuge und Tipps für moderne Firmenauftritte sind dort nachzulesen. Hoffentlich können wir das bald umsetzen. Die Website zum Buch

  • Kurt Albert: Fight Gravity

    Fight_gravity_buch_1Für Kletterer ein absolutes Muss, es ist in diesem Beitrag beschrieben, auch die Bezugs möglichkeiten. Ein Blogger aus der Kletterszene schrieb das dazu.

  • Robert Harris: Pompeji

    Robert Harris: Pompeji
    Umweltpolitisch, technisch und geologisch interessante Intrige und Naturkatastrophe aus dem Jahr 79. n. Christus, empfohlen - 200 Tage vor Weihnachten - von Bernd Steisslinger, Dekra Umwelt GmbH.

  • Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt

    Anthony Bourdain: Ein Küchenchef reist um die Welt
    Wer (berufsbedingt?) "Geständnisse eines Küchenchefs" gelesen hat, will natürlich auch Anthonys Reise miterleben, aber da ist was anders: ein ganzes Kamerateam nimmt das Feeling von Abenteuer schon gewaltig zurück. Trotzdem ist das Buch nicht zuletzt wegen der (nicht ganz neuen) Erkenntnis lesenswert, dass das perfekte Essen durchaus aus dem Sternerestaurant, in passender Stimmung aber auch aus der Bauernkneipe oder sogar völlig versalzen von der neuen Freundin stammen könnte.

  • Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen

    Oekom Verlag und Unternehmensgrün: Zukunftsfähige Unternehmen
    Gute Zusammenfassung von Nachhaltigkeitskriterien mit besonderem Focus auf der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Es ist auch eine Seite über die Möbelmacher drin, aber das Buch lohnt sich trotzdem, bzw. wegen der vielen Ideen der anderen vorgestellten Unternehmen. Beim Verlag direkt bestellen: http://www.oekom.de/verlag/german/books/zuk-unternehmen.htm wir haben glaube ich auch noch zwei ...

  • Ralf Birke und Klaus Karl-Kraus: "Der Berg - Das Phänomen Erlanger Bergkirchweih
    Das Buch zum 250. Geburtstag der Erlanger Bergkirchweih. Großformat, Festeinband, 184 Seiten, über 250 Bilder. ISBN-Nr. 3-9806982-9-7 Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellen@edition-spielbein.de zum Preis von EUR 24,90 inklusive Mehrwertsteuer. Wunderschöne Bilder von Mile Cindric und einfühlsame Texte von Ralf Birke (Des hädd I fei echd ned dacht, dass der des asu goud ko- Anm. d. Red)
  • Werner Gaede: Abweichen von der Norm

    Werner Gaede: Abweichen von der Norm
    Unglaublich ausführlicher und inspirierender Wälzer im Großformat - 750 Seiten! Wer wie wir seine eigene Werbung nicht merh sehen kann, sollte sich hier Anregungen holen. Jede Seite ist ihr Geld wert. Mehr dazu: http://www.methode.de/bu/dmb/tigaed2.htm

  • Hans-Georg Häusel: Brain Script

    Hans-Georg Häusel: Brain Script
    Geniale Pflichtlektüre für alle, die mit Kaufen, Verkaufen oder anderen Entscheidungen zu tun haben. Sogar geeignet um eigene Entscheidungen nachträglich verstehen zu können. Hirnforschung auf lesbaren Niveau.

  • PETER, Jr. JIRMANN: Xpose

    PETER, Jr. JIRMANN: Xpose
    Viele Bilder sind mit unserem Licht, unseren Möbeln und Hintergründen fotografiert worden, klar dass das Buch toll ist. Siehe auch Artikel im Weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2005/04/peter_jirmann_j.html

Powered by TypePad
Mitglied seit 03/2005

« Oktober 2007 | Start | Dezember 2007 »

29. November 07

Massivholz gegen Tischlerplatte: Arroganz auf der Massivholzseite der Möbelmacher?

Tischlerplatteweb_2 Eine Besucherin unserer Website fragte (zusätzlich zu einer anderen technischen Frage) nach:

Guten Tag,

weshalb taugt Küchenmöbel-Korpus aus Tischlerplatte nicht?

Mit freundlichen Grüßen
Silke Pukropski

Ohne mich daran zu erinnern, wo die Formulierung herkommt habe ich folgende Antwort geschrieben:

Zur Tischlerplatte:

Die Tischlerplatte besteht aus einem Kern aus WEICH-Holz (meist Fichte) und zwei Furnierlagen. Die Platte ist deswegen sehr weich, hält die Schrauben nicht so gut und kann bei Macken nicht mehr repariert werden. Vorne muss ein Anleimer drauf, der das Innenleben versteckt, der sich auch gerne wieder löst. Das Öl kann nicht eindringen, weil das Deckfurnier maximal 0,7, Millimeter dünn ist und das Öl nicht weiter eindringen und härten kann. Die Materialien, sind (abgesehen vom Leim, der nicht ganz ohne ist - im Gegensatz zum Leim, den man für unser Massivholz verwendet) ganz o.k., aber es ist halt eine Mogelpackung. Für unsere Philosophie kommt aus Qualitäts-- und optischen Gründen (Tischlerplatten passen nur selten gut zur massiven Front) nur das Massivholz in Frage. Nachdem wir in der Zwischenzeit schon viele unserer Küchen umgezogen haben, wissen wir auch die Vorteile der Änderungsmöglichkeiten zu schätzen. Und außerdem gibts die Tischlerplatte nicht aus heimischem Holz, sondern man muss das Zeug von irgendwo kaufen und unsere Waldbauern haben dann nichts davon.

Rufen Sie mich bei weiteren Fragen doch einfach kurz an.
Wir bauen übrigens die schönsten und besten Küchen nicht nur für Deutschland sondern auch im Ausland.

Gruß

herwig Danzer



Massivholzweb

Ihre Antwort kam heute früh:

Hallo Herr Danzer,

vielen Dank für Ihre ausführliche und freundliche Antwort. Die Bemerkung auf der Homepage "Tischlerplatte taugt nicht" ohne Erklärungen hatte auf mich sehr arrogant gewirkt.

Durch Ihre Antwort kenne ich nun den genauen Unterschied. Meine neue Küche kann ich nicht mehr umbestellen. Sie wurde letzte Woche aufgebaut, aber mit dem Wissen, wie die Möbel aufgebaut sind. Für das richtige "Massivholz" war nun sicher mein Budget zu klein. Aber schon der Wechsel von der Pressspahn/Plastikfrontküche zur geölten Tischlerplatten-Küche ist für mich eine Verbesserung auch des Raumklimas. Für die nächste Küche weiß ich dann mit Ihrem Unternehmen einen kompetenten Ansprechpartner.

Mit freundlichen Grüßen
Silke Pukropski

Oha, arrogante Formulierungen auf einer homepage versuchen wir normalerweise zu vermeiden, also schnell in die Homepage-Suchmaschine Tischlerplatte eingegeben und einen Eintrag bei den Häufig gestellten Fragen entdeckt und einen auf der Sonderseite Massivholzmöbelseite   gefunden. Irgendeinem arroganten Schnösel muss diese Formulierung hier ausgerutscht sein:

Nix gegen Korpusse aus Tischlerplatten, die taugen halt nix, aber das ist ja nicht so schlimm, wenn sich der Kunde bewusst dafür entscheidet.

Obwohl es dem ganzen Beitrag eher um den Etikettenschwindel bei Vollholzmöbeln geht, hat Frau Pukropski natürlich recht und ich werde diese Formulierung bald ändern oder einfach als Link ausführen und die Tischlerplattenerklärung bei den Häufig gestellten Fragen reinstellen. Ich gehe auf jeden Fall spätestens zur Weihnachtszeit in mich und versuche Formulierungen zu finden, die Nicht-Massivholzkunden nicht beleidigen, denn das kann´s ja nicht sein.

Und noch ein Argument für das Massivholz aus der Region hat mir grade unser Küchenbauer Peter Britting gezeigt. So schöne Späne bekommt man nicht, wenn man Platten kauft und zusammennagelt:

Hobelspneweb Hobelspnevierseiterweb Haben schon überlegt, ob wir ein Ratebild draus machen, aber jetzt muss erst mal der Kalender fertig werden, deswegen gleich die Auflösung mit dem Bild vom Vierseiter Holbelautomat von Weinig. Zum Vergrößern Draufklicken. Wenn jemand die Holzarten erkennt, bekommt er ein schönes Schneidbrett.

Ausführlich zu unserer Massivholzverarbeitung

"Vom Baum zu Tisch" Wie wir mit Holz umgehen

26. November 07

Der Hut auf dem Anger

von Alice Niklaus

P1020720_2

In einem Faltblatt aus dem Jahr 1992 des Bund Naturschutz steht ein Hinweis auf den Anger "Vogelherd" bei Kirchensittenbach. Ein Blick in die topografische Karte lehrt uns, dass es im Wald bei Unterkrumbach einen Vogelherd gibt. Und da Unterkrumbach zu Kirchensittenbach gehört, machten wir uns auf, den  Anger in diesem Gebiet  zu suchen. Ein zweistündiger Fussmarsch hin und her, links und rechts, rauf und runter brachte uns zur Erkenntnis, dass der gesuchte Anger nicht im "Vogelherd" liegt. Und doch, da weiden doch auf dem höchsten Punkt zwei Kühe und ein Kalb!

Vielleicht gibt es zwei Flurbezeichnungen "Vogelherd"? Abbruch. - Neuerliche erfolglose Suche Tage später am Hummelberg. In Aspertshofen bekommen wir die Auskunft, dass es hier wohl einen Vogelherd gäbe, der sei aber in Kirchensittenbach zu finden. Auf nach KS! Ein anderer freundlicher Mensch weist uns den Weg zum Vogelherd, es handelt sich um einen Strassennamen! Mittlerweile war die Sonne weg. Heimkehr.

Deshalb stelle ich den Hutanger wortgerecht als Hut auf dem Anger vor. Der nächste Anlauf wird uns zum richtigen Hutanger bringen!

Lohas ein Fremdwort

Vortraglandratsamt07web_2Habe am letzten Donnerstag ein Referat für´s  Landratsamt gehalten, so steht es auf der Landkreisseite:

„Kundenbindung durch erfolgreiche Unternehmenspräsentation“

120 Teilnehmer sind der Einladung der Wirtschaftsförderung Nürnberger Land zu einer Unternehmerveranstaltung am 22. Nov. 07 in den Raiffeisensaal nach Lauf gefolgt. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für den Elektronischen Geschäftsverkehr KEGOM haben die Referenten über professionelles Kundenbeziehungsmanagement informiert.

In einer turbulenten Umwelt verändern sich Märkte und Kundenwünsche sehr schnell und erschweren dadurch die optimale Kundenansprache. Die Kunden sind aber die Basis eines jeden erfolgreichen Unternehmens. In den Vorträgen ist darüber informiert worden, wie man den Kunden im Internet optimal anspricht und wie man neue Kommunikationsmedien richtig und effektiv nutzt. Ergänzt wurden die Vorträge durch einen Praxisbericht von herwig Danzer von den Möbelmachern aus Unterkrumbach/Kirchensittenbach.

Die Vorträge der Referenten stehen hier zum download bereit.

Alle Vorträge zum Customer Relationship Management und Tipps für den Internetauftritt sind genauso wie unser Vortrag dort abrufbar. Ich fand vor allem die Tatsache interessant, dass das jetzt schon der dritte Vortrag war, bei dem fast keiner den Ausdruck "Lohas" schon mal gehört hat (CSR in Berlin bei der Friedrich Ebert-Stiftung, Ende Oktober in Tauberbischoffsheim für die Firma Weinig, beim Nextpertsmeeting in München war´s allerdings anders, das heiß der Vortrag ja auch "Lohas, Blogs und Nachhaltigkeit".). Livestyle of Health and Sustainibility soll ja niemand auswendig vorbeten, aber  wenigstens schon mal gehört haben? Offensichtlich habe wir hier durchs Internet, wo sich ständig alles um Lohas dreht eine völlig falsche Wahrnehmung. Nicht, dass das schlimm wäre, aber man wundert sich, dass einem die Leute heute aufmerksam zuhören, wenn man die 10 Jahre alte Geschichte von Regionalität oder Nachhaltigkeit erzählt, von den aktuellen Themen aber nicht mal den Namen kennen. Kann es also sein, dass wir noch 10 Jahre die Geschichte der Lohas, bzw. deren Ziele erklären müssen? Am aktuellen Kalender haben wir ein wenig drüber nachgedacht, ist bei unseren 5000 Kunden in wenigen Wochen im Briefkasten. Natürlich bekommen ihn auch (Noch-)Nichtkunden auf Anfrage.

Zukunft der Lohas?

Im Radiointerview während der Consumenta 07 (anhörbar im NHB vom 30.10.07) haben wir erwähnt, dass wir nicht sehr viel Wert auf den   B e g r i f f  der Lohas (Lifestyle of Health and Sustainibility) legen, gleichwohl aber auf die M e n s c h e n, die deren Anschauung teilen (wer will schon ein "Lohas" sein, lieber noch ein Lohäschen?). Nach unserer Überzeugung ist die Definition der Lohas treffend mit dem Begriff des "gesunden Menschenverstands" übersetzbar. Denn es macht Sinn drüber nachzudenken, ob man der Organisation, der man sein Geld für Lebensmittel, Klamotten oder Einrichtungsgegenstände anvertraut, auch wirklich unterstützen möchte, oder nur deren billiges Produkt nutzen will. Weg vom unreflektierten Konsumdenken hin zur qualitätsbewussten Lebensart ist keine Utopie, sondern eine logische Denkweise. Und es ist auch nicht ganz doof drüber nachzudenken, ob mir "bio" in Neuseeland wichtiger ist, als unzertifizierter, aber rechtschaffener Umgang mit Mutter Erde in der Nachbarschaft.

Bevor ein echter Lohas mit den weniger engagiert denkenden Menschen im selben Boot sitzen bleibt, wird er lieber schwimmen oder wenigstens versuchen ans Ruder zu kommen.

Wir erhoffen uns ganz viele Lohas oder nachhaltig denkende Menschen nicht nur für die Akzeptanz unserer eigenen Arbeitsweise seit 20 Jahren, sondern vor allem, weil das Leben angenehmer würde. Man müsste nicht mehr bei jedem teuren Produkt erklären, warum man nicht das billige gekauft hat (zum Beispiel die Socken von Falke, statt dem anfänglich genauso schwarzem Import) Wie die persönliche Sockenerfahrung bestätigt, sind erstere ihr Geld alleine ob der "Lebenserwartung" wert.
Weil Geiz eben nicht geil ist, sondern doof. 

Lohas-Links
lohas.de von Peter Parwan
lohas-blog.de von Det Müller
karmakonsum.de von Christoph Harrach
nachhaltigbeobachtet.ch von Reto Stauss

25. November 07

"Wir nennen es Arbeit" Das Buch von Holm Friebe und Sascha Lobo

Wirnennenesarbeit1000Zugegeben, spät entdeckt, das Buch ist nicht neu. Volkmar Lübke hat es mir beim Multistakeholderforum des Rates für nachhaltige Entwicklung empfohlen  (da muss ich morgen Nacht wieder zur 7. Jahreskonferenz hinfahren).  Ist ziemlich seltsam, aber erst an diesem Sonntag konnte ich das Buch dann lesen, seit Mitte September hatten wir auch an den Sonntagen ständig Veranstaltungen und der Kalender musste auch irgendwann geschrieben werden). "Wir nennen es Arbeit" ist die Darstellung aktueller Lebensbeispiele der digitalen Bohème, die sich jenseits der Festanstellung auch in Cafe´s  aber hauptsächlich im Internet abspielen. Das Buch schreibt locker über eine neue Generation von Selbstständigen ("im Hier und Netz"), zu denen ich mich selbst als Blogger manchmal zugehörig fühle, auch wenn ich nicht zuletzt durch unsere Kreditgeber eher in einer Festanstellung stecke. Trotzdem kann ich die Abneigung gegen den Ausdruck der Kalenderwoche statt eines konkreten Datums nachvollziehen (muss unsere Sekretärin Nina mal drauf ansprechen, aber ich glaube, sie übersetzt die KW-Termine schon automatisch in Kundensprache). Andererseits bin ich ein echter Feind der verlängerten Landenöffnungszeiten, die Bohèmes sind ja Freiberufler, die gefälligst einkaufen sollen, wenn´s was gibt und für die paar Spät- oder Sonntags-shopper-dödeln nicht den Abend und Feiertag der Verkäufer (und den eigenen) opfern.

"Und ist es auch Bullshit - so hat es doch Methode"

Überhaupt entdeckt man bei der Lektüre sehr gut seine eigenen Postion in dem Spiel um Internet, Blogs, Second Life, Google und You Tube, oder kann sich zumindest einordnen. Während wir Möbelmacher uns in Blogs halbwegs heimisch fühlen, ist die Spielwelt für uns völlig neu (weil ich den Termin des Nextpertmeetings in München zum Thema nicht wahrnehmen konnte). Wenn man dann liest, dass bei Second Life dem "Wohnen ein besonderer Stellenwert" zukommt, ärgert man sich über den  versäumten Termin. Vielleicht könnte es ja Allianzen geben, die das Know How der Möbelmacher der Einzelanfertigung im Einrichtungsbereich auch im "Spiel" vernünftig kommunizieren könnten?

Viel interessanter wird es für uns dann im Kapitel über "die parallele Gesellschaft."

Wirnennenesarbeit2_web Die Autoren zitieren den Verdacht von Holert und Terkessidis, "dass die Individualsierung ihren Namen nicht verdient, solange sie sich nur über Industrieprodukte und Konsum artikuliert."  Und wenige Zeilen später entdecken wir eine neue Formulierung für unsere Arbeit: wir müssen "identitäststiftende Konsumgüter zur Verfügung stellen," weil nur bei uns der gemeinsame Entwurf mit den Kunden und die anschließende Fertigung mit der Stückzahl 1 die Forderungen der Individualisierung ganzheitlich umsetzen kann.  "Die Beteiligung des Konsumenten an Design und Funktionalitäten eines Produkts " wird wohl nicht oft so konsequent umgesetzt, wie in Unterkrumbach, leider ist der Wert dieses Prozesses unseren Kunden erst nach der Verwirklichung des Auftrages bewusst.Im Vorfeld lässt sich dieser Mehrwert leider nicht glaubwürdig formulieren. Und als "Prosumenten" (Mischung aus Produ- und Konsument) sollten wir unsere Partner dann vielleicht auch nicht bezeichnen, auch wenn der Begriff bei uns durchaus Sinn machen würde.

Im Buch geht es um Stadtplanung (nicht zuletzt interessant für eine Slow City Hersbruck), um Bürgergeld um Solidargemeinschaften und um den "Schwarm," der nur ganz am Rande mit dem von Frank Schätzing zu tun hat.

"Das Wechselspiel aus Technologie, Stadtentwicklung, Kultur, sozialem Wandel und Politik wird Lebens- und Arbeitsformen ermöglichen und hervorbringen, die uns heute noch utopisch erscheinen. Die digitale Bòheme ist auf diesem Weg schon mal ein Stück vorgegangen, testet aus, was geht und was nicht. Ihre Subversion der Arbeitswelt ist keine destruktive, sondern eine konstruktive, indem sie die Attraktivität ihres Lebensmodells täglich neu unter Beweis stellt.

Kaufen Sie das Buch nicht bei Amazon, sondern bei Ihrem Buchhändler vor Ort, vielleicht richtet der dann auch mal ein Cafe´ mit W-LAN für die Notbookschlepper ein, denn auch wir nennen das Arbeit. 

Nachtrag: Als Referent war ich bei einer Veranstaltung über Corporate Social Responsibility der Friedrich Ebert Stiftung eingeladen, die Thomas Ramge von brandeins moderierte, der gerade mit Holm Friebe an einem neuen Buch schreibt. Auch das wird bestimmt lesenswert für Netzjunkies. 

21. November 07

Artikel über uns Möbelmacher im Dürer erschienen

von Nina Schoproni

Duerer_titelweb In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Dürer, ist ein Artikel über den Besuch von Ikea Green bei den Möbelmachern erschienen - und zwar nicht irgendwo - sondern traumhaft auf der ersten Seite platziert!

Der "Dürer" erscheint zwei Mal jährlich und beschäftigt sich mit Menschen und Themen aus der Metropolregion Nürnberg. Die Idee zu dem Magazin entstand bei Franziska Lexa und dem Team von Birke & Partner.

Elche auf der Alb
    A Moose on the Alb Hills
von Almut Haase

AUF DER SUCHE NACH IDEEN UND BEST PRACTICE SCHAUTE MAREKE WIEBEN, DIE DEUTSCHLANDCHEFIN VON IKEA GREEN, DEM BEREICH FÜR UMWELT, RECOVERY, PRODUKTQUALITÄT UND ENTSORGUNG, EINEN TAG LANG BEI DEN MÖBELMACHERN IN UNTERKRUMBACH REIN.

In Begleitung von 50 Teamleitern aus allen deutschen Ikea-Häusern informierte sich Wieben über die Holzbeschaffung, -lagerung und -verwertung der preisgekrönten Nachhaltigkeitspioniere aus dem Nürnberger Land. Das Angebot des weltweit  operierenden Möbelproduzenten und des fränkischen Handwerksbetriebs könnte nicht unterschiedlicher sein.Duer_0207_intro_inhalt_rzw Hier Massenserien aus Plattenmaterial zum Niedrigpreis, dort spanplattenfreie Zone mit Massivholzmöbeln nach Kundenwunsch.  Doch nicht nur Gegensätze, auch Gemeinsamkeiten förderte der Besuch schnell zu  Tage: von Fragen des umweltverträglichen Gewerbebaus bis zur ökologisch  vertretbaren Auslieferung der Möbel an die Kunden. Fazit des ungewöhnlichen Erfahrungsaustauschs: Nachhaltigkeitsthemen sind fast unabhängig von der Betriebsgröße gleich - die Tragweite der Entscheidungen ist es nicht. „Wenn Ikea Green einen Beschluss zur Verbesserung der Ökobilanz trifft, hat das fast unmittelbaren Einfluss auf das weltweite Klima, bei den Möbelmachern vielleicht gerade auf das Betriebsklima", meint Möbelmacher-Chef Herwig Danzer verschmitz. „Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit offenen Augen auch bei kleinen Vorzeigebetrieben umsehen, denn deren Beispiel kann auf dem Umweg über unsere Materialströme eine große Wirkung entfalten", gibt Wieben am Ende des Besuchs die Marschrichtung vor.

"Die Möbelmacher", a small furniture factory in the vicinity of Nuremberg was visited
by Ikea Green. Why? Because the numerous awards it had received on account of its commitment to sustainability has even attracted the attention of Ikea.

Mehr zum Thema Nachhaltige Betriebsführung auf unserer Homepage unter:
http://www.die-moebelmacher.de/startseite/firma/sustainability.html

Mehr zu dem Besuch von Ikea Green erfahren Sie unter:
Ikea "spioniert" bei Möbelmachern - Nachhaltigkeit zwischen zwei Welten

Der Weblogbeitrag vom 12.11.2005 zum ersten Dürer

und nochmal der Link zum Dürer online
www.duerer-magazin.de

und zur Homepage von Birke & Partner
http://www.birke.de

20. November 07

Beim Kalenderschreiben entdeckt

Kartevorderseitepostkart100 Man wühlt sich ja so durch das Archiv und Emails beim Kalenderschreiben und so kam ich auch auf die nette Mail eines Empfängers unserer Einladung zur Lesung mit Christian Schüle und den Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen 07 unter dem Motto ZEIT zu leben (alle Artikel dazu sind in der Kategorie abgelegt).

Sein Schreiben:

Sehr geehrte Frau Danzer,

herzlichen Dank fuer Ihre Einladungskarte.
Moeglicherweise werde ich kommen.
Vorher werde ich jedoch als Leser der Wochenzeitschrift "Die Zeit"
Ihre Einladungskarte an die Chefredaktion "Die Zeit" senden, weil
der Druck auf Ihrer Einladungskarte genau dem geschuetzten Logo entspricht.
Mal sehen, wie die Chefredaktion in Hamburg reagiert.
Schade!!

Unsere Antwort:


Sehr geehrter Herr  ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Seitdem ich 17 bin, habe ich die Zeit abonniert, inseriere dort immer mal wieder und veranstalte eine Lesung mit einem Redaktionsmitglied der Zeit, eben Christian Schüle, ein genialer Autor, der mit uns auch zum Thema Slow City diskutieren wird. In unserem Weblog bewerben wir die Zeit ganz heftig, weshalb ich überzeugt bin, dass auch die anderen von Ihnen benachrichtigten und damit dankenswerterweise hoffentlich auch eingeladenen Redakteure der Zeit das "künstlerische" Foto mit meinem Kater so sehen, wie es gedacht ist: als Werbung für die beste Wochenzeitung die ich kenne. Sollten Sie aber gar nicht das Foto meinen, sondern den Schriftzug unseres Veranstaltungstitels "Zeit zu leben", kann ich Ihnen versichern, dass die Verwendung des Wortes "ZEIT" in der Standardschrift "Georgia" selbst von übelstgelaunten Juristen nicht beanstandet werden kann. Würde mich freuen,  Sie am nächsten Freitag begrüßen zu dürfen, das lesenswerte Buch heißt "Deutschlandvermessung" und beschäftigt sich auch sehr stark mit den Werten einer Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen aus Unterkrumbach

herwig Danzer
Das wunderbare Christian Schüle Dossier über die Zeit, Slow City und auch ein wenig Möbelmacher finden Sie übrigens hier im Weblog:
http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2006/12/mbelmacher_im_z.html

Hach ja, mit was man sich alles beschäftigen muss. Die Lesung war übrigens toll, deswegen habe ich diese Mail zufällig wiederentdeckt.

 

 

18. November 07

Wo der Fuchs "Guten Morgen" sagt

FuchsgartenvergrssertwebSitzt man in Ruhe am Kalenderschreiben im Büro, ruft Ute an, der Fuchs ist wieder Fuchsheckevergrertweb im Garten.  Kein bisschen scheu, schaut er durch die Terrassentür, ob´s bei uns was Neues gibt. Sein Rundgang führt ihn dann an der Halle vorbei ins Holzlager, vielleicht auf der Suche nach den Hühnern vom Nachbarn? FuchsheckewebSonntag Morgen in Unterkrumbach, muss doch mal eine Teleobjektiv für die Eos 5D kaufen.
Reh im Garten
Fuchsvergertweb

17. November 07

Der goldene Apfel beim Kühnhofer Anger

von Alice Niklaus

P1020672cut_5
Von Kühnhofen über die Brücke des Sittenbachs.Der erste Schnee in diesem Herbst liegt noch auf Gras und Acker. Eine kurze Wanderung führt mich am Kühnhofer Anger vorbei nach Unterkrumbach. Unterwegs zieht ein goldener Apfel meinen Blick an. Die Sonne lässt ihn einen Augenblick erglänzen, weit oben am blauen Himmel. Wer mag wohl der nächste Mensch sein, der wie ich an die Märchen denkt, in denen Gold Glück versprach?

P1020677_3

Gleich vor dem Wald, da wo während der Weidezeit die Kühe Futter bekommen, rechts abbiegen. Durch die Bäume des Angers kann ich Kleedorf erkennen. Der Boden des Weidelandes ist voller Wasser. Ich muss vorsichtig von einem Grasbüschel auf den nächsten treten.   

 

P1020684_2
Beim Anger drehe ich mich um, blicke zurück auf den Michelsberg , eine grosse Wolke hat sich vor die Sonne gesetzt. Es ist plötzlich dunkel und kalt.

Mehr zu Hutanger hier klicken

Fotovergrösserung durch anklicken

16. November 07

SWR 2. Teil Eisenbahnromantik - auf den Spuren des Orientexpress

von Alice Niklaus

Nicht verpassen: am Sonntag, dem 18. November, um 16.15 Uhr strahlt der SWR die Fortsetzung von Teil 1 (gesendet am vergangenen Sonntag) des Films über die Sonderfahrt mit der nostalgischen Dampfeisenbahn in den Orient aus. In der Küche regiert und reagiert Christian Markus vom Altstadtpub. Er schreibt: "War schon ganz lustig, alles noch mal zu sehen. Im Fernsehen schaut alles so relaxt aus; es war aber manchmal wirklich sehr stressig. Durch unsere teilweisen Verspätungen hatten wir dann unerwartet noch mal die halbe Zugbesatzung im Speisewagen sitzen. Und dann heisst es zaubern, um nochmal ca. 100-140 Essen aus dem Stegreif auf den Tisch zu bringen. Ist halt auch ein Logistikproblem, man hat ja keinen Supermarkt oder Händler mal eben um die Ecke. Aber im zweiten Teil am nächsten Sonntag könnt Ihr ja vielleicht alles selber sehen, wird dann echt spannend!"

Sonntag, 18.11.07, 16.15 Uhr. Mehr Infos hier klicken

Kinnasand in der Novemberausgabe "Schöner Wohnen"

von Nina Schoproni

Weblogwozithermo07_75Die Wohnzeitschrift "Schöner Wohnen" gibt, in der aktuellen Novemberausgabe, einen kleinen Einblick in die Designabteilung von Kinnasand, unserem Lieferanten für Vorhangstoffe, Teppiche und die wunderschönen Bodenkissen.

Was ihr wollt
(FOTOS Jeanette Schaun TEXT Gunda Siebke)

Bei Kinnasand gibt´s wollene Unikate für den Boden: Entworfen werden die handgeknüpften und -gewebten Teppiche vom Kunden selbst - und von Isa Glink, der Chefdesignerin bei Kinnasand. Nach ihrem Studium  in HamburgKinnasand und am Royal College of Art in London machte die junge Textilexpertin Station in Paris und New York, bevor sie vor fünf Jahren die Leitung der Designabteilung übernahm. Dort entwickelt sie seitdem mit einem kleinen Team Textilien für den Innenrau und Teppichkollektionen. Das Besondere: Basierend auf einer ausgeklügelten Produkt-, Material- undm Farbsystematik kann der Kunde seinen eigenen Teppich entwerfen, Größe und Qualität selbst bestimmen. Natürlich spielt Farbe dabei eine große Rolle. "Ungewohnte Farb- und Materialkombinationen zu finden und mit neuen Seherfahrungen zu überraschen" ist eines der Ziele von Isa Glink. Nach der Trendfarbe für das kommende Jahr befragt, lauter ihre Antwort, eine einzige werde es im Wohnbereich nicht geben. "Interessant ist immer die Kombination der Töne." Der sensible Umgang mit Pastellnuancen, kräftigeren Akzentfarben und grafischen Dessins zieht sich durch die gesamte Kinnasand-Kollektion und verrät ihre schwedischen Wurzeln. Die sind geprägt von Klarheit und hohem Designanspruch, "nicht von schnelllebigen, modischen Motiven.

Zur Kinnasand Homepage

Auf unsere Wohnzimmerseite

15. November 07

Lassen Sie es mich bitte raten............bzw. wissen.....

von Nina Schoproni

FirmenzielescherzversionMit einer sehr ausführlichen Mail hat uns Herr Wosch auf einen Tippfehler auf unser Homepage hingewiesen, wofür wir uns auch sehr herzlich bedanken möchten. herwig hat die Mail zwar gelesen, die Bearbeitung aber ein paar Tage vor sich hergeschoben, weil er die Ausführung für "schwer philosophisch" hielt und im ersten Moment gar nicht verstanden hat, dass es sich hierbei schlicht und einfach auf den Hinweis auf einen Tippfehler handelt.

Aber lesen Sie selbst:
 

Betreff: lassen Sie es mich bitte raten............bzw. wissen.....
Sehr geehrtes DANZER-TEAM,
 
da es das Wörtchen *un* im Deutschen Sprachschatz eigentlich gar nicht gibt.......
bzw. als negative Floskel Verwendung findet......z.B. in ungenügend.....für nicht ausreichend u.s.w....u.s.w......,habe ich zu Ihrem schönen Internet-Auftritt, mit Ihrer Seite die-moebelmacher.de hier eine Frage;
 
Bitte belehren Sie mich aber eines besseren, wenn ich etwa nur der fränkischen Mundart... (in geschriebener Form......) nicht mächtig sein sollte, oder eben ihrer Scherz-Version zum Opfer fiel.....?!
 
Es gibt Weiten..... (viel Raum........., was schon bei/mit den einzurichtenden Räumlichkeiten für Möbelmacher beginnt....;-)
 
Es gibt etliche Weiten......(wenn es kleine Räume...., große Räume.....z.B. bei den Möbelmachern angeht, die Prärie u.s.w, u.s.w....
 
Es gibt unendliche Weiten......., wenn man das von Ihnen dazu gehörende Bild betrachtet.......(im UNIVERSUM......u.s.w.....)
 
Es ist mir nur das von Ihnen verwendete Wort *unedliche* noch nicht untergekommen, hier von Ihnen natürlich wohlweislich bereits in einer angeblichen Scherz-Version verwendet.....
 
Mit herzlichenGrüßen aus der Nachbarschaft.......

Johannes S. Wosch

Zur Homepage der Möbelmacher: die-moebelmacher.de
 

10. November 07

Eisenbahnfernsehtipp von Christian Markus

Christian Markus ist der Chef vom Altstadtpub, einem urigen Gasthaus mit köstlicher Küche im Herzen der Slow City Hersbruck. Er erzählte von seiner Arbeit in der Küche des Zuges (zügige Küche? Er genießt das Leben in vollen Zügen) und ich bat ihn um die Infos für unsere Leser:Markus

Hallo herwig,
hier wie besprochen der Hinweis auf unseren Fernsehauftritt im SWR- Fernsehen am Sonntag, 11.10. um 16.15. Die Sendung heißt "Eisenbahnromantik", Auf den Spuren des Orient-Express. Es gibt insgesamt vier Folgen, jetzt der erste. Es ist eine Reportage über unseren nostalgischen Zug mit Speisewagen und Barwagen, welche ich mit meinem Team vom Altstadtpub Hersbruck bewirtschafte. Neben wunderschönen Landschaftsaufnahmen könnt Ihr auch einen Eindruck von unserer Arbeit auf dem Zug gewinnen.
Also, viel Spaß beim Anschauen,
Gruß
Christian

Also erst am Tag des Schreiners bei uns vorbeischauen und dann heim zum Fernsehen.

09. November 07

Tag des Schreiners morgen und übermorgen zwischen 10 und 17 Uhr

Hz07_nov_tagdschreiners Natürlich beteiligen sich die Möbelmacher auch am bayernweiten Tag des Schreiners, denn schließlich engagiert sich hier unsere Innung um das ein wenig ramponierte Image der Handwerker aufzupolieren. Dass Schreiner auch gute Gestalter, Küchenplaner und Einrichtungsberater sein können, wollen wir Ihnen am Samstag und Sonntag, 10/11.November unter Beweis stellen.

Wir zeigen Ihnen aber nicht nur Kompletteinrichtung in unserer Ausstellung, mit der Miele Titanküche, Jori Polstermöbeln und Wohnzimmermöbeln, sondern auch unsere moderne Werkstatt. Die computergesteuerte Cnc_dasbild Maschine (CNC) belegt eindrucksvoll den technischen Fortschritt in der Holzbearbeitung, aber unsere Schreinerinnen und Schreiner müssen nicht nur technisch gut drauf sein, sondern auch geschmacklich – bei der Auswahl des Holzes – und handwerklich, bei den vielen trotzdem noch anfallenden Handarbeiten.

Neuheit: Massivholztisch und Boden aus heimischem Buchen-Thermoholz

Thermotisch Wir haben unsere eigene Buche zu Thermoholz verarbeiten lassen und daraus schon mal einen Tisch für unsere Testessergäste auf der Consumenta gebaut und den Boden in unserer Ausstellung daraus gefertigt. Durch die Holzbehandlung bei 160 Grad verfärbt sich die Buche bis zum tiefen schwarz (das waren unsere ersten Experimente, oder nur bis zu einem harmonischen Nussbaumton. TitanaufthermoAber es ist keine oberflächliche Behandlung wie Beizen oder Streichen, sondern das Holz ist durch und durch dunkel und trotzdem aus der Hersbrucker Alb. Den Härtestest mit Rotwein, Kratzern und Blaukraut auf der Consumenta haben die beiden Tische bestanden, jetzt interessiert uns Ihre Meinung. Wie gefällt Ihnen die einerseits neue, andererseits traditionelle Holzart?


 

Eine schöne Überraschung gab´s: die Hersbrucker Zeitung hat nicht nur die schöne Anzeige gedruckt (Kopfstand machen wir schon seit 15 Jahren), sondern auch einen schönen Artikel selbstständig mithilfe unserer Website erstellt. Weiß leider gar nicht, wer die Seite gemacht hat, aber trotzdem Danke.

Sonderseite Tag des Schreiners auf der homepage

Farmer John erntet Wohlwollen im Hersbrucker (Slow-)Citykino

Kino Ein bisschen Bammel hatte ich schon. Klar, ich habe den Film nicht gedreht, nur bestellt, aber wenn ich einer Einladung folge, dann ist natürlich der Einladende fürs Programm zuständig. Und wenn er mir damit die Zeit stehlen würde, wäre ich sauer.

Erna War aber niemand sauer, ganz im Gegenteil, viele haben sich ausdrücklich für die Organisation der Veranstaltung bedankt. Erstens hatten wir ein mit 82 Gästen richtig volles Kino und zweitens waren dieselben recht begeistert. Nach meiner Begrüßung, in der ich auch die wichtigsten Bücher zum Thema vorstellte, spürte man gleich die gute Stimmung im Saal. Denn die Zuschauer amüsierten sich prächtig und bei mir starb die Furcht, dass mehr Menschen den Film so verreißen würden, wie die Nürnberger Nachrichten oder meine Frau. Betz Die Hoffnung, dass auch das Umfeld, also Menschen und Saal die Wirkung eines Films beeinflusst, hat sich bewahrheitet. Es blieben sogar noch fast 50 Menschen zum Diskutieren sitzen, was mich vor allem deshalb freute, weil das ja der eigentliche Zweck des Films sein soll: Ein besseres Verständnis für die Lage der Produzenten, hauptsächlich natürlich der Landwirte, aber auch des Handwerks. So hat die durchaus interessante Lebensgeschichte des Farmers John Peterson - mit und ohne Federboa - auch in der Hersbrucker Alb zum Nachdenken angeregt. Vielleicht finden wir auf diesem Weg wieder neue Autoren oder wenigstens Leser für unser Nachhaltigkeitsblog. Wär doch auch schon mal was. Img_1196

Vielen Dank an den Kinochef Jürgen Petzold, vor allem dafür, dass er mir nicht verraten hat, dass der Film erst eine Stunde vor der Aufführung ankam, Dank an Martin Lösch für den interessanten Büchertisch und die Halbierung der Kosten, an Steffen Krug fürs Fotografieren und an Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark für die Übernahme der Spendengelder von 160 Euro.

Die Einladung im Newsletter

08. November 07

Slow City Hersbruck im Deutschlandfunk

von Nina Schoproni

Am 29.10.07 lief im Deutschlandfunk ein Beitrag zum Thema "Slow City Hersbruck".
Kerstin Ewald und ihre Kollegin Diana Engel besuchten bei ihrer Tour rund um die Cittá Slow, neben dem Café Bauer, auch uns Möbelmacher und interviewte dabei auch herwig Danzer (und die Kühe auf dem zweiten Bild)

Hier können Sie das Manuskript zur Sendung lesen:

Slow City Hersbruck
Lebensmittel und Holz aus der Region
von Kerstin Ewald

EngelewaldkarpfenHersbruck ist eine Kleinstadt in Mittelfranken und die erste in Deutschland, die 2001 das Prädikat "Slow City" bekam. Angelehnt ist das Wort an die italienische "Slow Food"- Bewegung, die sich gegen Fast Food und für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt. Mit dem Prädikat "Slow City" hat die Vereinigung 1999 ihre Idee nun auf Städte übertragen, die damit auch hoffen, Touristen anzuziehen.

Haben Sie etwas vergessen? Was wollen Sie denn, ein Pfund oder ein Kilo?
Darf ich es reintun?

Ja.

1.20!

Mei, denk ich grad noch dra!


Glück! Dass ich grad noch da bin, ich hab fei schon zampacken wollen! Gell! -


Brigitte Wolf steht inmitten von Kohlrabi, Wirsing und Sellerie, zwischen Kisten von Äpfeln und Pflaumen. Fast alles hat sie auf ihrem eigenen Acker angebaut und geerntet. Mittwoch und Freitag steht sie immer auf dem idyllischen Marktplatz von Hersbruck, der ersten Stadt in Deutschland, die zur "Slow City" ernannt wurde.

KuhinterviewItalienische Bürgermeister haben dieses Netzwerk ins Leben gerufen, sie waren es auch, die Hersbruck 2001 feierlich in die mittlerweile internationale "Vereinigung der lebenswerten Städte" aufnahmen. Qualität aus direkter Vermarktung wie am Stand von Brigitte Wolf ist ein Bestandteil des Konzeptes: Hersbrucker Wirte haben sich verpflichtet, täglich Speisen aus heimischen Zutaten anzubieten, gefüllte Gurke etwa, "Nierle sauer" oder fränkische Karpfenspezialitäten. "Heimat auf dem Teller" heißt die Kampagne. Mit Kochkursen für "Miniköche" sollen schon Kinder für die regionale Küche begeistert werden.

Mit Langsamkeit oder gar Stillstehen hat das "Slow City"-Programm für die Aktiven in der Bewegung wenig zu tun. Ottmar Fischer ist einer von ihnen und mit der Streuobstinitiative im Hersbrucker Landschaftsschutz aktiv:

Diese Lebensart, die hier propagiert wird, "Cittá Slow", das ist mein Lebensgefühl. Für mich bedeutet ja "Slow City" ja nicht, Engstirnigkeit, oder dass man sich zurückzieht, sondern, dass man tolerant und aufgeschlossen ist. Bewusstes Leben verstehe ich darunter. Und die Schönheiten, das Wertvolle in der eigenen Umgebung und die Hintergründe auch kennen und wie man das beeinflussen kann.

Ihre Wurzeln hat die Idee der "Slow City" in der italienischen "Slow Food"-Bewegung: Leckeres Essen mit Zutaten aus der eigenen Region, bewusst genießen mit allen Sinnen statt Hektik und Hinunterschlingen dessen, was transnationale Multis servieren. Die "Slow City"-Bewegung baute den Gedanken aus zu einer Entwicklungsphilosophie für Kleinstädte, die landschaftlich reizvoll und auch für Touristen attraktiv sind. Das ist Hersbruck ohne Zweifel:

Hier diese Umgebung von Hersbruck ist eben von den Obstwiesen mitgeprägt. Und wir wollen den Leuten vermitteln, wie wertvoll das ist, den Erhalt dieser Wiesen. Und dann geht es uns auch um die Obstsorten, die alten Sorten wie graue Herbstrenette, Himbeerapfel, Weißes Seidenhemdchen, damit die nicht verschwinden. Und um das Lebensgefühl, dass eine Obstwiese zur Erholung sehr wichtig ist.

Herwig Danzer von der Schreinerei "Möbelmacher" versucht unermüdlich, Einheimischen und Gästen die Vorzüge von "Slow City" nahe zu bringen. Er ist auch Mitbegründer des "Initiativkreises Holz aus der Frankenalb". Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den regionalen Wirtschaftskreislauf in der Holzwirtschaft anzukurbeln:

Anfangen tut es bei den Waldbauern. Dann kommen natürlich die Transporteure, dann der Entrinder, der die mobile Säge bringt und dann wird es zunächst bei uns gelagert, das Holz. Nach dem Lagern und der Trockenkammer wird es bei uns verarbeitet. Wenn dann dieses Möbel dann so alt ist, dass es wiederum tatsächlich in den Ofen kommt, dann war es auch in diesem Zusammenhang eine sehr sinnvolle Aktion.

Dabei müssen auch in der Holzwirtschaft Naturschutz und rentables Wirtschaften keine Gegensätze bilden. Der Initiativkreis Holz hat auch durchsetzen können, dass das Hersbrucker Thermalbad ökologisch beheizt wird: Mit Hackschnitzeln aus Dünnhölzern heimischer Wälder. Holz dieser Kategorie verrottete früher am Waldboden, heute können die regionalen Waldbauern selbst dafür noch gutes Geld bekommen. Doch nicht alle sind zufrieden mit der Umsetzung der "Slow City"-Idee in Hersbruck. So sieht Heide Frobel vom Bund Naturschutz Verbesserungsbedarf zur weiteren Öffnung Konzeptes für die Arbeit von Basisgruppen:

Die Stadt selbst könnte in meinen Augen einfach mal die Leute zusammenholen und fragen, seid ihr bereit da mitzuziehen, wollt ihr das mitfördern das Konzept. Welchen Beitrag können wir leisten, was können wir zusammen machen, also das wäre nicht verkehrt.

Viele Hersbrucker Bürger und Bürgerinnen sind von Hersbrucks neuem Beinamen allerdings wenig beeindruckt. Vor allem Teenagern scheint der "Slow City"-Gedanke schwer zugänglich:

Davon habe ich leider gar nichts mitbekommen, ich weiß auch ehrlich gesagt gar net, was "Slow City" ist.

Dass das, was Großstädte vielleicht haben, McDonalds oder große Autowaschstraßen, dass wir das nicht so haben. Wenn wir McDonalds und so etwas hätten, dann müsste ich nicht immer nach Nürnberg reinfahren.

Der Begriff "Slow City" schreit nach Eigenwerbung irgendwo, um Touristen anzulocken, um das Bild von Hersbruck so festzuhalten als idyllische Kleinstadt. Der Begriff spricht eher Ältere an, Personen, die da Urlaub machen wollen.


Was die Begeisterung der Jugendlichen angeht, könnte sich Hersbruck ja eventuell Rat bei anderen "Slow Cities" holen. In der niederländischen Stadt Gouda vielleicht oder dem Ort Katoomba in den australischen Blue Mountains. Immerhin gibt es weltweit schon an die 80 "Slow Cities".

Hier können Sie sich den Beitrag anhören: hersbruck.mp3 herunterladen

Der Beitrag direkt beim Deutschlandfunk unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/687705/

05. November 07

Newsletter Nr. 35: Tag des Schreiners und kostenlose Kinokarte für Farmer John

Tdg20060608kickfeed15

++++++++++


Liebe Leute,

wir planen einen wahnwitzigen Rekord: den kürzesten Newsletter in der knapp zwanzigjährigen Möbelmachergeschichte!

+++++++++++

 

Nur zwei(-einhalb) Themen heute:

1.“Farmer John“ am Donnerstag im City-Kino

2.“Tag des Schreiners“ am kommenden Wochenende

3. Kurznachrichten, Radiointerview Lohas

+++++++++++

 

1. "Farmer John“ am Donnerstag im City-Kino

 

Johntanja Der englische Originaltitel „The real Dirt of Farmer John“ passt nach unserer Überzeugung viel besser zu dem Film als der alberne deutsche „Mit Mistgabel und Federboa.“ Trotzdem muss der Film gerade in einer (Cinne-)Cittaslow laufen, noch dazu, wenn wir hier so ein schnuckeliges Kino haben, um das uns die Nürnberger Kinopalastopfer heftigst beneiden. Um einmal andere Leute, als „die üblichen Verdächtigen“ auf den Kinogeschmack zu bringen, laden wir Sie zusammen mit der Buchhandlung Lösch ganz herzlich ein. (Auf dem Foto ist Farmer John übrigens mit Tanja Dworschak Fleischmann, dem biokräuterproduzierenden Lichtblick der Nürnberger Veranstaltung,
denn Clubtrainer Hans Meyer war wohl doch etwas überfordert.

Ihre kostenlose Karte können Sie bei uns (nur) per Email kino@die-moebelmacher.de (Telefonnummer nicht vergessen, falls sich der Termin noch ändern sollte) reservieren, aber sie sollten schnell sein, es gibt nicht mehr viele Plätze. Wer das kostenlose Angebot von der Buchhandlung Lösch und den Möbelmachern nicht annehmen will, kann das Ersparte gerne in den Topf für das Naturschutzzentrum Wengleinpark werfen, die machen damit seit vielen Jahren Dinge, die die Region voranbringen.
Die Einladung im Weblog.

+++++++++++

2. Tag des Schreiners am kommenden Wochenende


Thermoholztischconsumenta2 Unsere Werkstatt ist das ganze Jahr über für jeden Besucher offen, aber am bayernweiten Tag des Schreiners machen wir natürlich trotzdem mit, wenn sich unsere bayerische Innung schon mal ins Zeug legt.  Am Samstag und Sonntag 10/11. Nov. zwischen 10 und 17 Uhr zeigen wir Ihnen unsere neue CNC Maschine in der Werkstatt und die Neuigkeiten aus Thermoholz in unserer Ausstellung. Denn wir haben die ersten Kubikmeter unserer heimischen Buche bei 160 Grad in einen Ofen gesteckt und gewartet, bis sie schwarz wird. Allerdings nicht ganz so schwarz wie der erste Versuch auf der Hersbrucker Gewerbeschau, sondern ein ganz elegantes Nussbaum-braun. Daraus haben wir einen Tisch gebaut – auf der Consumenta schon im Härtetest -  und einen Fußboden für unsere Ausstellung gefräst. Tag des Schreiners auf der homepage.

Außerdem haben wir die Bindung auf unsere Apfelski (Holzski der Möbelmacher)  montiert, bis auf einen sind alle verkauft, jetzt sammeln wir die Bestellungen für die nächste Serie.

+++++++++++


3. Kurznachrichten, Radiointerview Lohas

+++ Herwiginterviewconsumenta07 Ein Radiointerview über Lohas auf Bayern 1 kann man im Weblog anhören. +++ Danke fürs Mitmachen bei der Consumenta, leider konnten auch dieses Jahr nicht alle gewinnen, bzw. Nina nicht alle erreichen, vielleicht klappt´s im nächsten Jahr. Marcoaltmann Danke an Tanja Schön vom BR-Studio Franken für die Zusammenarbeit +++ Unser Gästebuch auf der Homepage und unsere Nachhaltigkeisblog freuen sich auf Ihre Meinung.

 

+++++++++++

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und zwei ganz entspannte Tage mit viel Zeit für Gespräche und grüßen während des sehenswerten "Indian Summers" im Sittenbachtal

 

Ihre Möbelmacher

herwig Danzer

 

Sollten Sie wirklich keine Mails mehr von uns wollen, mailen Sie einfach an

mailto:abbestellen@die-moebelmacher.de

Anregungen und Kommentare:
mailto:herwig.danzer@die-moebelmacher.de
website:  http://www.die-moebelmacher.de
weblog: http://nachhaltigkeit.blogs.com/
Unterkrumbach 39
91241  Kirchensittenbach
09151 - 862 999
Geschäftsführer: herwig Danzer und Gunther Münzenberg
Amtsgericht Nürnberg HRB 14700

04. November 07

Hutanger, Fallobst und der Tisch von den Möbelmachern

P1020645_2
von Alice Niklaus

Während Du, lieber herwig, an der Consumenta kochtest, haben Waldemar und ich fleissig Äpfel vom Boden beim Krönhofer Anger aufgelesen. Damit und mit einigen anderen Zutaten habe ich daheim eine Wähe gebacken.P1020646

Und das Ganze präsentiere ich dir auf unserem geliebten Möbelmacher-Küchentisch.Übrigens: es liegen noch viele Äpfel am Boden. So viel zum Slogan "Heimat auf dem Teller"!

Kontraste auf der Consumenta

Modelchristina Während auf unserer Bühne eher der Völlerei gefrönt wird, Sammeln sich die Schönen nur eine Bühne weiter, bei der Nürnberg Zeitung . Die Miss Consumenta wird gewählt und da wir zwischen den beiden Kochshows ein  wenig Zeit hatten, traf ich dort zufällig den Fotografen, Freund und Kunden Greg Brilowski, dessen Model und Assistentin Kristina Kolesnikova ebenfalls teilnahm, mit guten Chancen, wie ich meine, die Preisverleihung ist erst in einer halben Stunde, da kochen wir schon wieder.   

Foto von unserem Freund und Kunden Greg Brilowski

Zurück zum Kochen:

Ngelhofhirsch_2
Am letzten Tag kam Klaus Frauenschläger und brachte freundlicherweise seinen Kollegen Marco Meinhart mit, mit dem ich schon 2004 in der Franekenschau im Fernsehgarten gekocht hatte. Beide vom Nägelhof, deren eigene Jagd uns einen Hirschrücken bescherte, der sogar die begeisterte, die bisher Fleisch nur komplett durchgebraten gegessen haben. Na also, so haben unsre Kochshows immer auch einen pädagogischen Auftrag.

Christianwonkareh Auch am Tag davor hat Christian Wonka mit der Niedriggarmethode einige eher fränkische Essgewohnheiten neu interpretiert, auch das Reh haben wir bei 120 Grad in ca. 15 Minuten zubereitet, Ngelhofklausundmarco danach allerdings noch mindestens 5 Minuten in Alufolie ziehen lassen, dass das Fleisch die Spannung verliert und beim Aufschneiden kein Saft austritt.   

Jetzt dauert die Consumenta noch 3 Stunden und danach können wir uns wieder um unsere Kunden kümmern und den Kalender fertig machen.

01. November 07

Consumenta Impressionen

Stefanrottnertafelspitz Vielleicht sind wir nur auf der Consumenta, weil wir die Organisatorinnen und Moderatorinnen und Moderatoren in vielen Jahren so zu schätzen gelernt haben, dass wir die kaufmännische Rechnung hinter die des Treffens von Freunden stellen. Vielleicht aber auch, weil die Darstellung unserer Küche mit Profiköchen und Fernsehkameras eine andere Breitenwirkung hat, als der 20 QuadratmeterMarcoaltmann stand in der Einrichtungshalle, der nicht ganz leicht zu finanzieren ist.  Andere behaupten steif und fest, dass ich das Ganze nur arrangiere, weil ich Kochkurse in diesem Qualitätsniveau kostenlos absolvieren möchte oder dass wir mit den Shows nur unsere Rezeptdatebank auffüllen möchten.

Freunde treffen (Bild 1, Stefan Rottner bietet ein Reststück vom genialen Tafelspitz an) , Werbung machen, Spaß am Kochen haben,Jrgenbeyermdelsmatthias Kunden Erlebnisse an der Testessertafel vermitteln, Kochen lernen, Rezepte generieren,Jrgenbeyermdelsteller raus aus Unterkrumbach, regionales Kochen und Möbelbauen voranbringen: alles spielt eine Rolle, die Gewichtung dersebeln fällt an jedem Messetag anders aus und kann nie objektiv begründet werden.Jrgenbeyermdels

Nach langem Nachdenken kam ich aber zu dem Schluss, dass das entscheidende Argument für die Consumenta die gute Zusammenarbeit und die Freundschaft mitTellerjrgenbeyer den Köchen und zu dem Studio Franken ist, die den Ball am Rollen halten. Jeder der neun Tage bringt einen anderen Koch, andere Ideen, andere Begleitung (zum Beispiel Jürgen Beyers Schönheiten, die den Kameramann Matthias inspirieren - Bild zwei bis fünf), andere Rezepte, andere Gäste, neue Gespräche, neue Erlebnisse.

Kaffeefreundmitte Ausgesprochen interessant war auch das Erlebnis mit einem Gast am Stand des Bayerischen Rundfunks, Kaffeefreundanfang der sich über die Existenz unseres Kaffeautomaten in dem Rolli ohne Personal freute, bis er den Fotografen entdeckte. Man kann aber doch auch keinen Automaten aufstellen, wenn man nicht will, dass sich die Leute Kaffee rauslassen. Kaffeefreundschluss Vermutlich holt er sich seine Äpfel auch vom Baum und seinen Weizen direkt vom Feld, steht ja auch einfach so rum. Gleichzeitig haben wir Gewinner der Testesserplätze, die die Stunde an unserem Tisch genießen, die sich überschwänglich bedanken und die sicher auch in Einrichtungsfragen an uns denken werden. Zweihunderttausend Besucher sind halt vielschichtig aufgestellt und wir freuen uns über jeden, der unsere Philosophie nachvollziehen kann.   

Mit Blaupunkt zum Fennat-Anger Krönhof

von Alice Niklaus

P1020610_4P1020613_3Der Wanderweg Blaupunkt führt durch Henfenfeld. Wenn man ihm genüsslich wandernd folgt, gelangt man früher oder später - je nach Wandertempo - zum einen der beiden dem Weiler Krönhof vorgelagerten Anger. Ein Tipp vom Fotografen Thomas Geiger: es hängt eine Schaukel an zwei laa